18. 05. 1992 | Neues Bürgerhaus vom ganzen Dorf eingeweiht

Bärweiler hat eine „gute Stube"

Neues Bürgerhaus vom ganzen Dorf eingeweiht / Dank an Gott und die Menschen
Allgemeine Zeitung
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Bärweilers Ortsbürgermeister Günter Germann dankte am Freitag den zahlreichen Helferinnen, die beim Bau des schmucken Bürgerhauses mitgewirkt und -gezahlt haben.   Bilder: Paul Bregenzer 

18. Mai 1992 - pb. BÄRWEILER

„Lobe den Herren" erklang es aus über zweihundert Kehlen in der neuen „guten Stube" der 300-Seelen-Gemeinde. Mehr als das halbe Dorf war zum Festakt der Einweihung gekommen, hatte Platz genommen im hellen Saal, dessen Bühne noch im ehemaligen Schulhaus gelegen ist. Der Dank an Gott und an die Helfer war für Günter Germann selbstverständlich. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit hatte der rührige Ortsbürgermeister eine lange Liste von Namen und Institutionen zu verlesen, denen ein Dankeschön zu sagen war. Immerhin kostete das Objekt mit der interessanten Deckenkonstruktion annähernd eine Dreiviertelmillion. 100000 Mark kamen aus dem Sparstrumpf des Dorfes. Das Land schoß 250000 Mark zu, Kreis und Verbandsgemeinde jeweils 25000 Mark. Von den Vordergässern und den Wehrförderern kamen je 3000 Mark.

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Da lachten alle herzhaft: Lore Werner hobelte Kappes für das Sauerkraut, das die Parrersch" (Elke Gehm) so mochte. Oma (Hilde Wendel) stampfte das Kraut in den „Stänner". Das gab ihm dann das „gewisse Etwas".



Architekt Hans Dermann überreichte an den fast namensgleichen Dorfchef Germann den obligatorischen Hallenschlüssel, der nun einen Ehrenplatz erhalten soll. Die Ortsvereine hatten Präsente dabei. Die Pfarrer Baudisch und Eck stießen auf den neuen Bau mit seinen vielen Verwendungsmöglichkeiten von der Freuden- bis zur Trauerfeier an. Bürgermeister Hans-Georg Jan-neck war aus dem Sobernheimer Rathaus hergeeilt, um auf den „Dreiklang: Landschaft - Dörfer — Menschen" zu verweisen und auf die fleißige Schaffenskraft der Bärweiler, die an dem festhalten, was sie sich einmal vorgenommen haben.

Die Landfrauen, geleitet von Hilde Wendel, hatten zur River-Kwai-Melodie einen flotten Tanz einstudiert. Eingangs und zum Ausklang des Festaktes sang der von Friedel Haas dirigierte, zu diesem Anlaß nach langern Schweigen wiederbelebte „Singkreis Bärweiler" (da könnte doch eine feste Einrichtung draus werden!). Hilde Wendel, Lore Werner und Elke Gehm sorgten für Gelächter beim Sketch „Das gewisse Etwas". Derweil sorgte hinter den Kulissen Kurt Kistner für das leibliche Wohl: Original Bärweilerer Schwartemagen mit Kartoffelsalat.


 

18. 05. 1992 | Dorffamilie hat neues Zuhause

Dorffamilie hat neues Zuhause

Nach zwei Jahren Bauzeit war es an diesem Wochenende soweit: Drei Tage lang feierte man in Bärweiler die Einweihung des Bürgerhauses
Ortsvereine gestalteten abwechslungsreiches Programm mit Gesang, Tanz und Theater
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
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"Sitzung wird vertagt" Das Theaterstück, das eigens zur Einweihungsfeier des
Bürgerhauses einstudiert wurde. Die Schauspielamateure nahmen das Dorfleben
humorvoll auf die Schippe.

18. 05. 1992 - BÄRWEILER CA./DIR.

Jetzt hat sie endlich ein Zuhause: Die "dörfliche Familiengemeinschaft" Bärweilers. Am Wochenende wurde das Bürgerhaus eingeweiht.
Mehr als zwei arbeitsreiche und ruhelose Jahre der Bauarbeiten seien, so Ortsbürgermeister Günter German, ins Land gegangen, aber: "Es hat sich gelohnt!" Voller Stolz nahm er dann auch am Freitag bei der offiziellen Einweihung unter dem Beifall der vielen Bürger den symbolischen Schlüssel aus den Händen von Architekt Hans Dermann entgegen. Dies sei ein Tag, der in die Dorfgeschichte eingehen werde, betonte Germann. Und das, ob wohl das Ereignis nicht mehr in die jüngst fertiggestellte Dorfchronik aufgenommen werden konnte.

Drei Tage lang feierten die Bärweiler Bürger die Einweihung des Bürgerhauses. Nach der offiziellen Übergabe am Freitagabend folgte am Samstag ein "bunter Abend" und gestern der "Tag der offenen Tür"
Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Hans-Georg Janneck, beglückwünschte Bärweiler zum neuen Bürgerhaus. "Zwischen alt und neu", so Janneck auf der Bühne, die früher einmal der Klassenraum der alten Schule war, freue er sich mit den Gästen. Er lobte den in der Bärweilerer Gemarkung so harmonischen Dreiklang zwischen Landschaft, Dörfern und Menschen.

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Den Schlüssel zum Bürgerhaus nahm Bürgermeister Günter Germann (links)
vom Architekten Hans Dermann entgegen.

Für das bunte Programm der Festtage zeichneten die Ortsvereine verantwortlich. Der Singkreis - erst vor einigen Monaten gegründet - trug Lieder vor und animierte die Bürger zum Mitsingen. Die Landfrauen, ebenfalls erst seit einem Jahr ein eigenständiger Verein, hatten mehrere Beiträge einstudiert.
Unter der Leitung von Christa Metzler zeigten sie Volkstänze und ihre Sketche sorgten für ausgelassene Stimmung im vollbesetzten Saal.
Die Frauen der Gymnastikgruppe des Turnvereins entfremdeten am Samstag Frisbeescheiben zu Utensilien für einen schwungvollen Tanz.
Auch die Landfrauen waren wieder aktiv; die köstliche Szene vom geliehenen Waffeleisen belohnten die Festgäste mit rauschendem Applaus.

Eigens für die Einweihung des Bürgerhauses hatten sich einige junge Männer zu einer Theatergruppe zusammengeschlossen. „Die Sitzung wird vertagt” hieß ihre amüsante Persiflage auf eine Gemeinderatssitzung. Mit dabei war auch Ratsmitglied Thomas Franzmann, der den Bürgermeister mimte. ,,Ähnlichkeiten mit lebenden Personen wären rein zufällig”, versicherten die Laienschauspieler vorsichtshalber zu Beginn des Stückes, das viele Begebenheiten des dörflichen Lebens durch den Kakao zog.Nach einem weiteren Tanz der Gymnastikgruppe und dem Auftritt der Jazztänzer aus dem Turnverein unterhielt das "Langenstein-Duo", das auch schon am Freitag aufgespielt hatte. Auch am dritten Tag war die Aktivität der Bärweiler Bürger ungebremst. Denn auch am Sonntag nahmen bei strahlendem Sonnenschein viele Kurs auf das neue Zuhause der Dorfgemeinschaft — das Bürgerhaus.

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Erst vor einem Jahr bildete sich in Bärweiler eine eigene Abteilung der Landfrauen. Die Einweihung des Bürgerhauses verschönerten sie mit Volkstänzen (unter der Leitung von Christa Metzler) und Sketchen, mit denen sie die Lachmuskeln der Gäste strapazierten. Mit Frisbeescheiben tanzte die Gymnastikgruppe des Turnvereins beim Bunten Abend am Samstag.
Seit fast 20 Jahren halten sich die Bärweiler Frauen mit gymnastischen Übungen fit; die Leitung der Gruppe hat seit kurzem Frau Reimers übernommen. Fotos: Dirk Roßkopf
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