01. 09. 1993 | Engagement zahlt sich aus

Engagement zahlt sich aus

 
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Aus dem Jahre 1770 stammt die katholische Kirche in Bärweiler, die Johannes dem Täufer geweiht ist.
Erbauen ließ sie Fürst Johann Dominik von SaIm-Kyrburg. Die Entwürfe zur Kirche, die im Stil des nordischen Barock erbaut wurde, stammen vermutlich von Johann Thomas Petri, dem Hofbaumeister des Fürsten.
 
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Ein auffälliges Naturdenkmal befindet sich in der Nähe von Bärweiler. Der sogenannte "Langenstein" ist ein fast schon kurios geformter Fels. Sein Sandstein besitzt ein härteres Bindemittel als seine schneller verwitternde Umgebung, weshalb er als Härtling herausragt. Der oberste Teil ist besonders hart und zeigt bereits die Vorstufen zur Entstehung eines "Pilsfelsens". Oft wird diese von der Natur gestaltete Steinformation mit einem Kamel verglichen.
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Neben idyllischen Winkeln und Ecken in Bärweiler ist der 1750 erbaute "Backes" ein optischer Blickfang und gehört vermutlich zu den ältesten noch erhaltenen Backhäusern in Rheinland-Pfalz.
Im Inneren befinden sich noch zwei Backöfen mit Rauchfängen auf Steinkonsolen. 1980 wurde das unter Denkmalschutz stehende Backhaus renoviert. Dieses    Kulturdenkmal ist zudem noch voll funktionsfähig, wie die Bezirkskommission bei ihrem Rundgang durch die Gemeinde erfahren konnte, als sie von den Landfrauen mit köstlichen Backesgrumbeere verwöhnt wurde.

01. 09. 1993 - BÄRWEILER

Das Engagement der Bürger Bärweilers, die in Eigenleistung einen beachtlichen Beitrag zur Ortsverschönerung und -erneuerung erbracht haben, wurde dann auch mit einem dritten Platz beim Bezirksentscheid der Sonderklasse "Unser Dorf soll schöner werden" und mit ebenfalls einem dritten Platz auf Landesebene belohnt. Die 300-Seelen-Gemeinde — und mit ihnen Ortsbürgermeister Günter Germann — ist mit Recht stolz auf ihren Erfolg und die Leistungen, die diesen ermöglicht haben.

 

 

 

 

 

 


 

Sommer 1993 | Bronzemedaille für Bärweiler

Bronzemedaille für Bärweiler

 
 
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Bärweiler wurde neulich von der Landeskommission "Unser Dorf soll schöner werden" besucht. Mit dabei Juryleiter Merkl und OB Germann.

  Sommer 1993 - BÄRWEILER (pb.)

Die Landeskommission von "Unser Dorf soll schöner werden" hat gestern ihre Rundreise durch landesweit zwölf Gemeinden beendet. Juryleiter Ministerialrat Hans Mekl gab am Nachmittag bekannt, wie die Orte in der Sonderklasse auf Landesebene abgeschnitten haben. Wie schon vor Ort versichert, erreicht Bärweiler die Bronzemedaille. Das Dorf kam erstmals auf diese  Bewertungsebene und hier auf den achten Platz. Weiter vorn platziert wurde Duchroth. Beide Dörfer aus dem Kreis Bad Kreuznach erhalten bei einer Feier die Bronze- bzw. Silbermedaille.

 

 

 

 

 

im Jahr 1993 | Grumbeere zum Schluß

Grumbeere zum Schluß

Landeskommission im Dorfwettbewerb in Bärweiler

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Leckere Backesgrumbeere schoben die Landfrauen für die Kommission in den Ofen.
Bild: ak

1993 - BÄRWEILER (ak.)

Der Ministerialrat war überzeugt: Bärweiler hat die Bronzemedaille im Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" schon sicher. Denn jede der 12 Gemeinden der Sonderklasse, die bis auf diese Ebene vordrang, werde auch ausgezeichnet, betonte der Ministerialrat, Leiter der Kommission.
Im Eiltempo führte Merkl etwa 40 Bärweiler Bürger um Bürgermeister Günter Germann durch das Dorf. Er freute sich über den Eifer der Leute, wohl hervorgerufen durch das erstmalige Erreichen der Landesebene.
Gleichwohl gefielen dem Ministerialrat nicht die zahlreichen Blumentöpfe auf den Bürgersteigen, auch vermißte der Prüfer großkronige Bäume. Erfreut war die Kommission dagegen über die Trockenmauern und Blumenwiesen. Ohne lukullischen Gruß wollten die Bärweilerer die Kommission nicht gehen lassen. Im Ofen des Backeshauses schmorten die Landfrauen Kartoffeln und luden zum traditionellen Backesgrumbeere-Schmaus.

01. 05. 1993 | Viele Taten statt schöner Reden

Viele Taten statt schöner Reden

Bärweilerer packten in den vergangenen Jahren kräftig an und gestalteten ihr Dorf
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
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Idyllische Ecken und Winkel gibt es viele in Bärweiler. Zu den schönsten Anblicken gehört zweifelsohne das 1750 erbaute Backhaus, das unter Denkmalschutz steht und 1980 restauriert wurde.
 
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Mit viel Liebe und einer Menge Eigenleistung haben die Bärweilerer Bürger in den vergangenen Jahren ihr Dorf hergerichtet. So entstand auch diese Bruchsteinmauer in der Ortsmitte.
Fotos: Monika Mieck

 

01. 05. 1993 - BÄRWEILER (MM.)

Bunte Blumengärten, verfugte Bruchsteinwände und blühende Streuobstwiesen, das alles findet man in Bärweiler. Beim Bezirksentscheid der Sonderklasse "Unser Dorf soll schöner werden" belegte die Gemeinde kürzlich den dritten Platz. Die Landeskommission kommt zwischen 5. und 10. Juli.
Einiges habe sich in dem 300-Einwohner-Dorf getan, seitdem es das qualifizierte Dorferneuerungskonzept gebe, berichtet Ortsbürgermeister Günter Germann im Gespräch mit unserer Zeitung. Bis heute wurden zahlreiche Bruchsteinhäuser verfugt und mit Pflanzen begrünt.

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Eine Trockenmauer legten die Bärweilerer am Ortsrand an. Für viele Kleinlebewesen und auch Pflanzenarten ist diese Mauer Lebensraum.


Viele Bäume setzte man im Ortskern und in der Außenlage. Auch der Straßen- und Kanalbau, der vor sechs Jahren abgeschlossen wurde, dürfte zum Investitionsschub beigetragen haben. Etwa 1,1 Millionen Mark seien in 20 privaten Einzelmaßnahmen ausgegeben worden, so Germann. Mehrere alte, baufällige Häuser erwarb die Gemeinde und riß sie, größtenteils in Eigenleistung, ab. Durch sanftes Entkernen soll eine Verbesserung der Wohnqualität erzielt werden. Nun ziert ein Dorfplatz, der noch weiter aus gebaut werden soll, den Ortsmittelpunkt. 50 000 Mark waren für diese Maßnahme veranschlagt. "Wir haben es in Eigenleistung für 5000 Mark geschafft", erzählt Günter Germann stolz. Eine Bruchsteinmauer grenzt den Platz ab. Mit Mauergewächsen haben die Landfrauen sie bepflanzt und somit auch für Kleinlebewesen neuen Lebensraum geschaffen. Spielgeräte sollen ebenfalls auf den Platz, doch fehle es derzeit am Geld dafür, bedauert Germann. Die Schulden für den Hallenanbau ans Gemeindehaus müßten nämlich noch abgetragen werden.

 
Stolz ist der Ortsbürgermeister auch auf die zwei naturnah erhaltenen Bachläufe, gedeihen dort doch Schilf und seltene Pflanzen. Halb-und Trockenrasenflächen sind ebenfalls ums Dorf herum zu finden.
Eine 150 Meter lange Trockenmauer wurde in diesem Jahr errichtet. Auf und in ihr sollen sich bald Eidechsen und anderes Getier tummeln.

Mit Backesgrumbeere wurde die Bezirkskommission bei ihrem Rundgang von den Landfrauen verköstigt. Diese hatten den Steinofen im Backhaus, das unter Denkmalschutz steht, in Betrieb genommen und Kartoffeln gebacken. Die reichten auch für die 35 Einheimischen, die beim Rundgang dabei waren.

01. 03. 1993 | Bärweiler wurde für dritten Platz geehrt

Bärweiler wurde für dritten Platz geehrt

Günter Germann: Wo waren VG und Kreis?
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
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Bärweilers Engagement für die Dorfverschönerung wurde am Donnerstag abend von Regierungspräsident Gerd Danco (r.) mit einer Urkunde, einer Plakette und einem Geldbetrag gewürdigt. Ortsbürgermeister Günter Germann (l.) nahm die Ehrung im Namen der Bürger seiner Gemeinde stolz entgegen. Die Insgesamt 3500 Mark, die im Laufe des Wettbewerbs 1993 - Bärweiler war auf Platz drei der Sonderklasse (Bezirksebene) gelandet - von Verbandsgemeinde, Kreis und Land zur Verfügung gestellt worden seien, würden wiederum in die Dorfverschönerung investiert, informierte er gestern unsere Zeitung.
Foto: Herbert Piel

01. 03. 1993 - BÄRWEILER

MM./MZ. Am Anfang standen jahrelange Arbeit und dann die Jury-Besuche. Und jetzt gab es die verdiente Ehrung im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Bärweiler belegte Platz drei der Sonderklasse auf Bezirksebene und wurde dafür am Donnerstag abend in Ober-Kostenz (bei Kirchberg) ausgezeichnet.
Günter Germann, Bärweilers Ortsbürgermeister, nahm den Preis - eine Urkunde, eine Plakette und einen Geldbetrag - entgegen. Begleitet wurde er von drei Bärweilerer Bürgern.
Nicht anwesend seien bei der Ehrung in Ober-Kostenz am Donnerstag allerdings die Vertreter der Verbandsgemeinde und des Kreises gewesen, kritisierte Germann. Die anderen Gemeinden seien nicht nur durch die Bürgermeister, sondern teilweise sogar noch durch die Landräte oder deren Stellvertreter repräsentiert worden. "Ich hoffe, daß ich die Verbandsgemeinde würdig vertreten habe", erklärte Germann gestern leicht verärgert.
Vor der Ehrung durch Regierungspräsident Gerd Danco besichtigte man Ober-Kostenz, das in der Hauptklasse den ersten Platz belegt hatte. In der Lobrede auf die Bemühungen Bärweilers hieß es: Ökologisch habe Bärweiler vieles aufzuweisen: Natürliche Bachläufe und Feucht- und Trockenbiotope seien dort ebenso zu finden wie gut erhaltene Trokkenmauern, die für viele Tierarten einen natürlichen Lebensraum böten.
Neben den Aktivitäten im Dorf sei es die Renovierung von Häusern, die Begrünung und das aktive Dorfleben, die der Gemeinde viele Pluspunkte eingebracht hätten. Und noch eine erfreuliche Folge hat der Besuch der Bärweilerer in Ober-Kostenz: So knüpften die Gäste mit ihren Gastgebern rasch Kontakt. Er sei begeistert von der herzlichen Aufnahme gewesen, erinnert sich Ortsbürgermeister Germann. Einige Ober-Kostenzer wollen nun bald einmal Bärweiler besuchen.

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