05. 01. 2000 | Ganz Bärweiler staunt über das Kind mit den zwei Köpfen

Ganz Bärweiler staunt über das Kind mit den zwei Köpfen

Missgeburt erregt 1565 Aufsehen — Überlieferung durch Pfarrer Wick
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2000 01 05
Diese Zeichnung von dem Kind findet sich in der "Sammlung Wickenna" des Pfarrers Wick.
Repro: Erich Schmidt

05. 01. 2000 - BÄRWEILER

Ganz Bärweiler ist am 10. Mai 1565 auf den Beinen, um ein Kind zu bestaunen, das im Ort geboren wurde. Dabei grauste es nicht wenige darüber, zu welchen Taten die Natur imstande ist. Denn, oh Schreck, das Kind war eine Missgeburt mit zwei Köpfen und drei Armen.

Wer die Eltern dieses Kindes waren, ist heute nicht mehr bekannt. Dennoch gibt es eine Überlieferung über dieses Ereignis - ein Flugblatt, das ein Pfarrer Wick zwischen 1521 und 1588 gesammelt und 1567 in Druck gegeben hat. Dieses befindet sich heute in der Deutschen Bibliothek in Berlin.

Pfarrer Wick beschreibt das Kind wie folgt: Das Knäbelein, das am 10. Mai 1565 zu Bärweiler geboren wurde, erscheint im Rumpf als Einheit. Und aus dem Schultergelenk geht zwischen den zwei Köpfen ein dritter Arm hervor. Jeder der beiden Köpfe ist durch einen kurzen Hals mit dem gemeinsamen Rumpf verbunden. Der eine Kopf soll bei der Geburt tot gewesen sein.

Aufgestöbert wurde diese Geschichte von Erich Schmidt aus Bad Sobernheim. Was aber aus dem Kind geworden ist, konnte auch er nicht sagen. Wer etwas über dieses Ereignis weiß, kann sich an den "Oeffentlichen" wenden. (ni)

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