18. 12. 2007 | Landrat Karl-Otto Veiten würdigt im Namen von Ministerpräsident Kurt Beck das Ehrenamt

Ein komplettes Trio aus Bärweiler

Landrat Karl-Otto Veiten würdigt im Namen von Ministerpräsident Kurt Beck das Ehrenamt
Allgemeine Zeitung
Landrat Veiten zeichnet (v. i.) Manfred Hoffmann, Günter Germann, Horst Scherer und Karl Berthold Walter aus.        
Foto: Heidi Sturm

18.12.2007 - BAD SOBERNHEIM

Eine angenehme Pflicht hatte Landrat Karl-Otto Veiten zu erfüllen: Er zeichnete verdiente Kommunalpolitiker, die sich seit Jahrzehnten für die Belange ihrer Mitbürger stark machen, im Namen von Ministerpräsident Kurt Beck mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz aus.
Von Heidi Sturm

 Veiten wies darauf hin, dass der exakt vor 250 Jahren geborene Freiherr vom Stein als Nestor der kommunalen Selbstverwaltung seine helle Freude an solchen Persönlichkeiten haben würde. Auch Veiten selbst empfand nicht nur großen Respekt für die Politprofis, sondern auch Hochachtung für all die Zehntausende, die sich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik engagieren.

 Aus der Vorzeigegemeinde Bärweiler stammte mit Altbürgermeister Günter Germann sowie den Räten Horst Scherer und Manfred Hoffmann gleich ein engagiertes Trio, das zur zukunftsträchtigen Entwicklung des kleinen Dörfchens beigetragen hat.
In die aktive Zeit fielen etwa dank des persönlichen Einsatzes von Germann die Restaurierung des historischen Backhauses, das eigentlich abgerissen werden sollte und heute unter Denkmalschutz steht.
Zu den besonderen Maßnahmen zählt das qualifizierte Dorferneuerungs-programm, der Bau eines Bürgerhauses am alten Schulhaus, der Bau eines Dorfplatzes mit kleinem Bürgerhaus als Dorfmittelpunkt oder die Umgestaltung eines Spielplatzes zum multifunktionalen Spiel- und Jugendtreff.
Die Maßnahmen in der Dorferneuerung wurden mit vier Preisen gewürdigt.

 Altbürgermeister Germann hat sich vier Jahrzehnte in der Kommunalpolitik, davon 35 Jahre als Bürgermeister, vorbildlich für die Belange seiner Gemeinde eingesetzt. Zudem war er 26 Jahre Jagdvorsteher und ist seit 1992 Mitglied des Feuerwehr-Fördervereins. Horst Scherer ist seit 38 Jahren Gemeinderatsmitglied und 1. Beigeordneter.
Er hat sich außerordentlich engagiert, wenn es darum ging, die Finanzierung einzelner Projekte sicher zu stellen. Er ist Jagdvorsteher, war 15 Jahre Feuerwehrmann und ist seit 1992 Mitglied des Feuerwehr-Fördervereins.

 Manfred Hoffmann war 25 Jahre Gemeinderatsmitglied, zehn Jahre als 2. Beigeordneter. Er pflegt das Areal um den Dorfmittelpunkt, war 39 Jahre Mitglied der Feuerwehr, davon acht Jahre als Wehrführer und zuvor neun Jahre als Stellvertreter. Seit 1992 ist er Mitglied des Feuerwehr-Fördervereins, den er seit 15 Jahren führt.

 Stets „erster Mann an jeder Baustelle" ist Karl Berthold Walter aus Daubach - ob es sich um den Bau des Gemeindehauses, der Grillhütte, des neuen Geräteschuppens oder die Rekonstruktion des Rat-und Backhauses handelt. Er repariert die Heizung im Gemeindehaus, verrichtet Arbeiten auf dem Friedhof und in der Kirche und ist stets ein verlässlicher und stiller Helfer im Hintergrund - kein Mann der großen Worte, sondern der Taten. Walter ist seit 38 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, seit 12 Jahren zweiter Vorsitzender des Feuerwehr-Fördervereins und war 20 Jahre im Vorstand der Jagdgenossenschaft.

18. 09. 2007 | Dorf Bärweiler soll schon in Kürze eine DSL-Leitung erhalten

Dorf Bärweiler soll schon in Kürze eine DSL-Leitung erhalten

Gemeinderat ließ in der jüngsten Sitzung die Dorfkonferenz Revue passieren
Arbeiten auf dem Friedhof geplant - Mieter für Gemeindewohnung gesucht
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2007 09 18
Dorfplanerin Natalie Franzen und Ortsbürgermeister Hans Gehm freuen sich, dass bei der ersten Dorfkonferenz so zahlreiche gute Vorschläge gemacht wurden.
Foto: Marcel Mayer

18. 09. 2007 - BÄRWEILER

Der endgültige Beschluss zum Dorferneuerungskonzept wird am 26. September Thema der nächsten Sitzung des Ortsgemeinderates sein. Aber schon im Vorfeld haben die Ratsmitglieder und die rührigen Bürger von Bärweiler die ersten Weichen gestellt. Wenige Tage nach der jüngsten Ratssitzung, bei der schon ein Blick auf die nächsten Vorhaben geworfen wurde, hatte Dorfplanerin Natalie Franzen zur Dorfkonferenz ins Gemeindehaus eingeladen. 26 Interessierte waren gekommen, und warfen bei einer faszinierenden Zeitreise einen Blick in die Zukunft ihres Dorfes im Jahr 2030. Wie sieht es dann aus mit Versorgung, Bauen und Wohnen und Tourismus im Ort? Außerdem wurden die Stärken und Schwächen der Ortsgemeinde bei dieser Konferenz genau unter die Lupe genommen. Wie können Erstere noch besser genutzt und Letztere vermieden werden?

Einige Ideen, die da erörtert wurden, klangen zunächst sehr fantastisch - auf den zweiten Blick aber vielleicht doch realisierbar. Und so freut sich Ortsbürgermeister Hans Gehm schon jetzt darauf, wenn Ende des Monats die neuen Leitlinien in die Form eines Beschlusses gegossen werden. ,,Bärweiler hat Zukunft. Und uns wird sicher nicht langweilig”, betont er.

Dass die Vorzeige-Gemeinde durchaus an allen Fronten kämpft, um ihre Qualitäten zu verbessern, zeigt sich auch im jüngsten Erfolg: Eine DSL Leitung soll jetzt in die Gemeinde verlegt werden.
„Wenn wir schon keinen Autobahn-Anschluss haben, so wollen wir doch wenigstens an die Welt angeschlossen sein", formulierte es Gehm scherzhaft.
Nach dem Antrag der Ortsgemeinde auf die Verlegung einer solchen Leitung in den Ort hatte die Deutsche Telekom zunächst eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt. Resultat: Wenn die Ortsgerneinde 3000 Euro trage, könne die Leitung, die eine Kapazität von mindestens sechs Megabyte (MB) haben und bis auf 50 MB ausgebaut werden könnte, nach Bärweiler gelegt werden. Auch wenn diese Leitung „nur ein kleines Puzzleteil” im Rahmen der Dorferneuerung sei, so gehöre sie doch dazu - auch, um die Jugend im Dorf zu halten.
All diese Argumente überzeugten das zuständige Ministerium davon, den größten Teil der Kosten zu übernehmen. Der Anteil der Gemeinde wird durch Eigenleistungen beim Tiefbau bewältigt.
Gehm hofft, dass die Leitung schon im ersten Halbjahr 2008 nutzbar ist. Einen Internet-Auftritt mittels eigener Homepage soll es vom kommenden Monat an ebenfalls geben. Werner Herzog zeichnet hierfür verantwortlich.
Arbeiten am Friedhof werden die Bürger in nächster Zeit beschäftigen. So soll beispielsweise das geplante Urnenfeld einmal abgesteckt und der Weg vorgezeichnet werden. Kleinere Arbeiten an der Mauer müssen ebenfalls angepackt werden.
Ein neuer Mieter für die große Gemeindewohnung, die jetzt hergerichtet werden soll, wird immer noch gesucht. "Gern kann hier eine Familie mit drei oder vier Kindern einziehen”, so Gehm. Platz sei genug vorhanden. Und jetzt könne man sich noch über die Gestaltung von Bädern und Küche einigen. (sr)

 


 

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