28. 12. 2012 | Die Feuerwehr löscht den Durst

Die Feuerwehr löscht den Durst

BÜNDELCHESTAG Bärweiler Einheit versorgt traditionell die Wanderer aus der Umgebung

Allgemeine Zeitung
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Zum Bündelchestag bewirteten die Förderer der Feuerwehr Bärweiler um Vorsitzenden Jürgen Maurer (3. v. li.) gerne ihre Gäste mit leckerer Erbsensuppe und Würstchen.
Foto: Wolfgang Ziegler

28.12.2012 - BÄRWEILER

(zie). Unter der Überschrift „Alle Jahre wieder“ richtete auch in diesem Jahr der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bärweiler den schon traditionsreichen Bündelchestag aus, der nun schon zum 15. Mal in Folge stattfand.
Im Feuerwehrgerätehaus warteten so ab 10 Uhr Glühwein und andere Getränke auf die Besucher. Und wie immer gab es zum Mittagessen leckere Erbsensuppe mit Würstchen. Die Förderer konnten sich, trotz teils strömenden Regens, über viele Gäste freuen, die die Angebote gerne in Anspruch nahmen. Darunter auch Bündelcheswanderer aus den umliegenden Dörfern, die gerne in Bärweiler Station machten und sich das kulinarisch-deftige Angebot schmecken ließen. Und mitunter hatten die Förderer um ihren Vorsitzenden Jürgen Maurer alle Hände voll zu tun, um die Suppenschüsseln zu füllen.
Mauer räumte jedoch ein, dass diesmal das Wetter leider überhaupt nicht mitspielte und so durch den reichlich fallenden Regen nicht so viele Besucher wie sonst kamen. Dennoch bezeichnete er die traditionsreiche Veranstaltung wiederum als einen Erfolg, denn schon am Vormittag waren Besucher unter anderem bis aus Kappeln und Hundsbach da. Und für den Nachmittag erhofften er und sein Team sich noch weitere Gäste. In den vergangenen Jahren, wo besseres Wetter herrschte, gab es zum Bündelchestag so einen Andrang, dass das Feuerwehrhaus nicht ausreichte und man in den Saal ausweichen musste, erinnerte sich der Vorsitzende. Doch auch diesmal sei die Veranstaltung gut angenommen worden und die Förderer hatten insgesamt 50 Liter Erbsensuppe bereitgestellt, wovon etwa 35 Liter zum Verkauf kommen und der verbleibende Rest fair aufgeteilt wird, berichtete Maurer weiter.
Abschließend machte er auf das Einsammeln der Weihnachtsbäume im Dorf am 12. Januar ab 10 Uhr durch die aktive Wehr aufmerksam, die sich dann über eine kleine Spende für die Jugendwehr freuen wird. Ein weiterer Termin ist die Mitgliederversammlung der Förderer, die zusammen mit der Jahreshauptversammlung der aktiven Wehr am 26. Januar um 20 Uhr stattfindet.

 

17. 12. 2012 | Das Sparen hat sich gelohnt

Das Sparen hat sich gelohnt

 
Allgemeine Zeitung

17.12.2012 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Besser als geplant konnte die Gemeinde Bärweiler ihren Haushalt 2011 abschließen. Statt erwarteter 44 800 Euro ergab die Rechnung ein Jahresdefizit von lediglich 30 500 Euro. Ein günstigeres Abschneiden im Forstwirtschaftsplan und konsequentes Sparen machte Bürgermeister Hans Gehm für den Erfolg verantwortlich.

Leider gebe es im Haushalt keinen Posten, in dem die Einsparungen durch Selbsthilfe und ehrenamtliches Engagement fest gehalten würden, bedauert Gehm. Davon stünde nämlich auch eine entscheidende Menge hinter den Zahlen.

Ein in Bärweiler am Jahresende mittlerweile üblicher Punkt der Tagesordnung ist der Ausblick auf das im Folgejahr geplante Marktgeschehen.

Sechs Markttermine wird es 2013 geben. Frühlings- und Herbstmarkt werden am 4. Mai und am 5. Oktober mit dem beliebten Beiprogramm, unter anderem der Modenschau, über die Bühne gehen. Die reinen Markttermine im Außenbereich finden im nächsten Jahr um eine Stunde verkürzt am 1. Juni, am 6. Juli, am 3. August und am 7. September statt. Die Anbieter, so hat eine Befragung ergeben, werden auch dann wieder wie gehabt den Markt beschicken. Einzig der Metzger konnte noch keine definitive Zusage machen, da ihm sein Fahrer ausgefallen ist. Seit Herbst des Jahres ist Bärweiler SooNahe-Mitglied. Auch in diesem Rahmen werde man über eine weitere Verbesserung des Marktangebotes nachdenken, kündigte Gehmn an.

Vorträge aus dem Gesundheitsbereich werden ebenfalls stattfinden, sind jedoch terminlich noch nicht festgelegt. Auch im Rahmen des Projektes „Grundversorgung“ wird im Januar ein neuer Starter-Grundkurs Internet angeboten. Durch die beim Straßenfest zusammengekommene Spende ist mittlerweile der Schulungsraum mit 20 MB zunächst auf zweiJahre ans Netz angeschlossen.

Arbeiten an Jugendraum und Spielplatz sind für nächstes Jahr ebenfalls vorgesehen. Das werde durch Unterstützung aus dem RWE Projekt „Mitarbeiter vor Ort“ möglich.

Darüber hinaus geht es auch in Bärweiler mit Riesenschritten auf das Weihnachtsfest zu. Wie in jedem Jahr sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, Heiligabend ab 10 Uhr dabei zu sein, wenn der Lauschieder Musik-und Unterhaltungsverein vorm Haus am Dorfplatz mit weihnachtlichen Melodien auf das Fest einstimmen wird.

Darüber hinaus teilte der Rat mit, dass Bürgermeister Gehm gemeinsam mit den Rechnungsprüfern Frank Greulach und Horst Blum den vom Gemeinde- und Städtebund angebotenen Grundlagenkurs in Rechnungsprüfung wahrnehmen werden. Das könne bei Doppik nie schaden, sich das ein oder andere noch einmal vor Augen zu führen, findet Gehm.

12. 12. 2012 | 14 Kinder backen um die Wette

14 Kinder backen um die Wette

LEBKUCHENHÄUSER Ortsgemeinde unterstützt gelungene Aktion von Maria Barthel
Allgemeine Zeitung
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Alina Heib (li.) und Sophie Wahl sind fleißig am Kneten.
Foto: Mareike Keiper

12.12.2012 - BÄRWEILER

„In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei“, sang bereits Rolf Zuckowski, und auch Maria Barthel in Bärweiler nahm sich das zu Herzen und backte mit vielen Kindern kleine Lebkuchenhäuschen.

Insgesamt 14 Kinder begeisterten sich für das Backen und halfen gut gelaunt beim Teigkneten. „Ich komme aus Bärweiler, und wenn hier so etwas angeboten wird, macht man gerne mit“, erklärte die zehnjährige Alina Heib.

Bärweiler trägt Kosten
Schon vor vielen Jahren hatte Barthel Häuschen gebacken: „Ich war früher Kindergärtnerin und kam jetzt auf die Idee, es den Kindern auch heute noch anzubieten.“ Schließlich gebe es für jede Generation Aktivitäten in Bärweiler, warum nicht auch für die Jüngsten? Bürgermeister Hans Gehm genehmigte ihren Plan und gestattete sogar, dass die Kosten von der Gemeinde getragen werden.

Im Laufe des Nachmittags konnten sich so die Kinder beim Weihnachtsbacken austoben und die Lebkuchenhäuser, die sie selbst mit nach Hause nehmen durften, bunt verzieren.

Viele Mütter und andere Freiwillige halfen Barthel beim Vorbereiten und auch währenddessen bei der bislang einmaligen Aktion. „Wenn das Lebkuchenhaus-Backen so gut ankommt, machen wir das gerne jährlich“, freute sich Barthel nach der gelungenen Veranstaltung.

21. 11. 2012 | Zufrieden mit Vorrangfläche

Zufrieden mit Vorrangfläche

WINDKRAFT Bärweilers Rat äußert sich nicht zu Landesentwicklungsprogramm
Allgemeine Zeitung

21.11.2012 - BÄRWEILER

Die Haushaltspläne der Gemeinde Bärweiler für das Forstwirtschaftsjahr 2013 standen auf der Tagesordnung des Gemeinderates.

Hätten nicht zwei umsturzgefährdete Bäume an der Landesstraße 376 auf Höhe Hottenbach sicher gefällt werden müssen, wäre die Forstwirtschaftsbilanz des vergangenen Jahres in Bärweiler sogar positiv ausgegangen. Mit einem Fehlbetrag von 400 Euro lag man dennoch um gut 100 Euro besser als prognostiziert. Für 2013 rechnet Stefan Gesse vom Forstrevier Meisenheim mit einem Fehlbetrag von 600 Euro.

Eine Notwendigkeit zur Stellungnahme zur Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Rheinland-Pfalz (LEP IV) im erneuten Beteiligungs- und Anhörungsverfahren sieht man in Bärweiler nicht. Man werde, so Bürgermeister Hans Gehm, in Ruhe abwarten, bis der Plan in Kraft träte und wie sich die Dinge entwickelten. Dann könne man immer noch reagieren. Die ausgewiesene Vorrangfläche sei direkt vor der Haustür und auch auf Veränderungen am Schwarzenberg (Gemarkung Kirschroth) könne man reagieren. Nachgewiesen sei die ausreichende Windhöffigkeit aller eventuell infrage kommenden Stellen in Bärweiler jedenfalls schon einmal.

Bei der Frage der Finanzierung der Leitungsfreistellung in Kindertagesstätten ab dem 1. Juli 2012 machte man kurz seinem Ärger Luft, dass der Landkreis die Lasten seiner Teilnahme am Kommunalen Entschuldungsfonds des Landes auf die übliche Weise nach unten verteilt. So spart der Landkreis durch Kürzung bei Leitungsfreistellung in den Kindertagesstätten. Der damit jetzt auf die Gemeinde zukommende Anteil werde, abhängig von der Kinderzahl, bei 500 Euro im Jahr liegen, teilte Gehm mit.

Erfreulich war die Spende, die bei einem Straßenfest zusammengekommen war, die der Gemeinderat annahm. Damit kann der PC-Schulungsraum nicht allein an DSL angeschlossen werden, auch die Kosten für die nächsten zwei Jahre sind somit gedeckt.

Auf den nächsten Festtermin wies Gehm ebenfalls hin. Am Samstag vor dem ersten Advent trifft man sich zum Weihnachtsbaumaufstellungsumtrunk am Dorfplatz. Morgens holt der Gemeinderat den Baum, stellt ihn auf und schmückt ihn. Ab 17 Uhr wird darauf angestoßen. Glühwein, Kaffee, Kuchen, Waffeln und Würstchen gibt es zum Weihnachtsbaumfest auch.

20. 11. 2012 | Dörfliche Initiative interessiert Polen

Dörfliche Initiative interessiert Polen

BESUCH Erzeugnisse aus der Region werden in Bärweiler und der Umgebung in den Blick genommen
Allgemeine Zeitung
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Über die Fernsehanstalt TVP-Opole wird Bärweiler auch in Polen bekannt. Übersetzerin Joanna Lisowsku-Nowak (li.) interviewt Bürgermeister Hans Gehm (re.); hinter der Kamera der verantwortliche Redakteur Henryk Wawer.
Foto: Wilhelm Meyer

20.11.2012 - BÄRWEILER

Neu ist es nicht, dass auch Menschen aus anderen Ländern wissen wollen, was man so in Bärweiler macht. Aus der Woiwodschaft Oppeln, der polnischen Partnerregion von Rheinland Pfalz, kamen Fachbesucher, um sich bei einer Studienreise mit dem Themenschwerpunkt „Das regionale kulinarische Erbe“ zu informieren. Das Programm zusammen gestellt hat Dr. Przemyslaw Lebzuch, Leiter des Wirtschaftsbüros der Woiwodschaft Oppeln am Flughafen/Hahn. Die Delegation bestand aus politisch Verantwortlichen vom Ortsbürgermeister bis zu Parlamentsmitgliedern, vor allem waren es jedoch Geschäftsleute.

Passend zum Markttag
Auf Lebzuchs Frage beim Innenministerium des Landes, welche dörfliche Initiative für die polnischen Gäste interessant sein könnte, hatte Dietmar Geiß-Skär, der im Referat Dorferneuerung zuständige Ansprechpartner, Bärweiler empfohlen. Welche Ähnlichkeiten mit Polen es gibt, wurde schon am Gastgeschenk deutlich. Ob Kuchen, Öl, Honig, Kerzen oder Wurst - die polnischen Produkte, weiß Bürgermeister Hans Gehm, hätten einen Platz auf dem Bärweiler Markttag sicher.
Spannend fanden die Gäste, dass die Idee der Grundversorgung in Bärweiler über die Bereitstellung von Waren des täglichen Bedarfs weit hinaus geht. Vorbildlich ist zudem, wie in Bärweiler auch ältere Menschen mit dem Internet vertraut gemacht werden. Ein Besuch in Bärweilers Internet-Schulungsraum versetzte die Gäste in Erstaunen.
Interesse der polnischen Gäste fand das Modell von SooNahe. Ein ähnliches Konzept der Regionalvermarktung verfolgt man auch in Oppeln.
Dem Besuch in Bärweiler war ein Gespräch in der Landwirtschaftskammer in Bad Kreuznach vorausgegangen.
Auch beim Landmarkt Rewe stand Direktvermarktung auf der Tagesordnung. Im Restaurant Lohmühle interessierte die Gäste weit mehr als nur das Mittagsessen. Besonders die Gastwirte ließen sich über das Betriebskonzept der Verarbeitung regionaler Produkte informieren.

Direkt vom Erzeuger
Noch am gleichen Tag ging es zum SooNahe-Partner, der Betriebsgemeinschaft Schwalbenhof in Berschweiler, zur Frage von Produktion und Direktvermarktung von Milch, Käse, Getreide und Backwaren. Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch des Weinguts Hehner-Kiltz in Meddersheim mit abschließendem Essen in dessen Restaurant in Waldböckelheim.

10. 11. 2012 | Meddersheim und Bärweiler werden in Mainz ausgezeichnet

Meddersheim und Bärweiler werden in Mainz ausgezeichnet

Allgemeine Zeitung
2012 11 10
Der Bärweilerer Ortsbürgermeister Hans Gehm (vorne l.) und die Meddersheimer Ortschefin Renate Weingarth-Schenk (vorne r.) mit Bürgern bei der Preisverleihung im Mainzer Kurfürstlichen Schloss.
Foto: Carina Schmidt

10. 11. 2012 - BÄRWEILER
Von Carina Schmidt

Eigentlich liegen zwischen den Dörfern Meddersheim und Bärweiler sieben Kilometer. Für die Siegerehrung des diesjährigen Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" saßen am Freitagnachmittag aber 16 Bärweilerer und 20 Meddersheimer im Bus und fuhren nach Mainz zum Kurfürstlichen Schloss. Dort ehrte Innenminister Roger Lewentz 24 Siegergemeinden aus Rheinland-Pfalz.

Nach 20 Jahren wieder dabei

Die Meddersheimer waren vor den Bärweilerern an der Reihe. Stolz stapfte die 20-köpfige Truppe auf die Bühne, wo Lewentz und SWR-Landesschau-Moderatorin Patricia Küll die Urkunde für den siebten Platz in der Hauptklasse überreichten. Das Preisgeld beträgt 300 Euro.

"Die Auszeichnung ehrt uns sehr", betonte Bürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk. Seit 20 Jahren sei die Gemeinde zum ersten Mal wieder dabei: "Dass wir gleich Kreis- und Gebietssieger werden, damit hätten wir nicht gerechnet." Lob erhielt die 1400 Einwohner große Gemeinde für ihre tolle Infrastruktur, die ausgeprägte Vereinskultur, die Gastfreundlichkeit und die schönen Fachwerkhäuser. "Jetzt sind wir erst recht angespornt, unser Dorf weiter zu entwickeln", kündigte Weingarth-Schenk an. Die Bärweilerer mussten sich noch etwas gedulden, bis sie an der Reihe waren. Doch Ortschef Hans Gehm hatte vorgesorgt und verteilte im Vorfeld an "seine" Bürger Brezeln, "damit die Schäfchen mir nicht verhungern." Die inzwischen vierte Teilnahme war das für die kleine Gemeinde mit knapp 250 Einwohnern. Doch seit Mitte der 90er habe es eine längere Pause gegeben, erinnerte sich Erster Beigeordneter Horst Scherer. "Schließlich muss sich zunächst etwas tun. Und wir Bärweilerer wissen: Stillstand ist Rückgang." Von Stillstand kann außerdem nicht die Rede sein. So hat das kleine Dorf jüngst einen Computerraum für Senioren eingerichtet und einen 3,5-Kilometer langen Dorf-Infopfad mit acht Stationen angelegt, auf dem die Spaziergänger erfahren, wo früher etwa die Poststation, der historische Backes und die alte Schmiede standen.

Dafür erhielt Bärweiler den vierten Platz in der Sonderklasse. Pläne, was mit dem Preisgeld von 800 Euro gemacht werde, gebe es auch schon, verriet Bürgermeister Gehm: "Wir wollen den Jugendraum erneuern."

Jugend Anreize bieten

Ganzheitlicher Ansatz ist das Stichwort in der Rede von Innenminister Lewentz, den beide Bürgermeister aus der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim verinnerlicht haben. "Wir leben in Rheinland-Pfalz in einer Landschaft mit Herausforderungen", betont der Minister und denkt dabei etwa an den demografischen Wandel.

Wichtig sei es daher, insbesondere der Jugend Anreize wie Breitbandzugang zum Internet zu bieten, damit sie die Orte nicht verlasse oder aber in die Dorfgemeinschaft zurückkehre. Frühzeitige Bindung etwa durch Ehrenamt sei daher wichtig: "Das lässt sich nie durch Geld ersetzen." Erst recht nicht durch ein Preisgeld.


 

17. 10. 2012 | Oktoberfest zieht Scharen in die Halle

Oktoberfest zieht Scharen in die Halle

Dankeschön-Veranstaltung der Feuerwehrförderer in Bärweiler wird bei Bürgern immer beliebter
Allgemeine Zeitung
2012 10 17 thumb
Bevor es richtig losgeht, hat der Vorsitzende der Feuerwehrförderer, Jürgen Maurer (rechts), noch einmal Musiker und Helfer zum Foto gebeten.
Foto: Wilhelm Meyer

17.10.2012 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Zum dritten Mal fand in Bärweiler das Oktoberfest des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr statt - und es hat das Zeug, zu einem Klassiker zu werden. Schon allein von den Vorbestellungen her konnte der Vorsitzende der Feuerwehr-Förderer, Jürgen Maurer, mit 150 Besuchern rechnen. Die Mitglieder, so ahnte er, dürften so gut wie allesamt kommen. Und das, da ist Maurer stolz, sind allein schon 132. Bei 256 Einwohnern ist das gut über die Hälfte.

Da bleibe einzig die Frage, wie viele der Haxen, die sich offenkundig einer riesigen Beliebtheit erfreuen, einfach nur abgeholt würden. Doch kommen die Bärweilerer ja nicht allein der Speisen wegen. DiHeDi, die in Bärweiler bestens erprobte Stimmungsband, schafft es nämlich, auch ohne Bläser bayrische Gemütlichkeit in die Bärweilerer Halle zu bringen. Vor allem aber steht mit Dietmar Geiss-Skär ja auch ein echter Bärweilerer auf der Bühne. „Wir können gar nicht alle Terminangebote mehr wahrnehmen“, meint Bandleader Jürgen Disselhoff, „aber Bärweiler steht für uns ganz oben auf der Liste.“ Das fand auch der Dritte im DiHeDi-Bund, Jürgen Hexamer, und so konnte es losgehen.

Entstanden ist das Oktoberfest als Helferfest der Feuerwehrförderer. „Wir hatten unsere Helfer zu einem ordentlichen Essen einladen wollen. Da gab es dann plötzlich jede Menge Leute, die auch Lust bekommen hatten, auch wenn sie vorher nicht hatten helfen können“, berichtete Maurer. Als dann DiHeDi beim ersten Mal auch gleich zugesagt hätten, sei das Oktoberfest in trockenen Tüchern gewesen. Einen Gewinn, so Maurer, werde man dennoch nicht erzielen. Im Jahr, in dem das Feuerwehrfest stattgefunden habe, seien es immer schon mehr als 50 Helfer, bei denen man sich mit einer ordentlichen Haxe bedanken wolle. „Und trocken“, meint Maurer, „wollen wir sie ja auch nicht sitzen lassen.“

So ging es auch beim dritten Mal wieder lustig und ausgelassen beim Oktoberfest der Förderer zu. Ein zünftiger Abend mit Live-Musik, Wiesnbier, Haxen und Fleischkäse füllte auch dieses Mal wieder das weiß-blau geschmückte Bärweilerer Dorfgemeinschaftshaus. Da es jedoch nicht ganz zur bayrischen Kopie werden sollte, rundeten neben anderem Spundekäs’ und Salzbrezeln das kulinarische Angebot ab.

Mit zufriedenen Helfern kann es, wie Maurer versprach, dann am 9. November beim Förderverein der Feuerwehr Bärweiler weiter gehen. Da beginnt um 18.30 Uhr der Martinsumzug im Dorf. Für die Kinder gibt’s Kakao und eine Brezel, und wie in jedem Jahr begleitet der Musik- und Unterhaltungsverein Lauschied den Zug

08. 10. 2012 | Ein Lob auf die krumme Kartoffel

Ein Lob auf die krumme Kartoffel

HERBSTMARKT Obst und Gemüse jenseits der Norm prämiert / Regionalbündnis ist in Bärweiler dabei
Allgemeine Zeitung
2012 10 08 thumb
Daniela Bohl-Veldenzer, Sabrina Schmitt, Dr. Rainer Lauf, Kathrin Behrenz, Thomas Griese, Magdalena Meng und Hans Gehm (von links) freuen sich bei ihrem Rundgang über „Obst und Gemüse jenseits aller Norm“, das prämiert werden sollte.
Foto: Wolfgang Ziegler

08. 10. 2012 - BÄRWEILER

(zie). Der Herbstmarkt in Bärweiler stellte den Abschluss der diesjährigen Dorfmärkte dar. Vor und im Bürgerhaus herrschte lebhaftes Treiben. Eröffnet wurde der Markt von Ortsbürgermeister Hans Gehm, Landwirtschaftsstaatssekretär Dr. Thomas Griese und Dr. Rainer Lauf vom Regionalbündnis Soonwald-Nahe. Denn der Herbstmarkt in Bärweiler wurde im Rahmen von „Tag der Regionen - Zukunft durch Nähe“ veranstaltet und war abschließend noch einmal ein ganz besonderer Höhepunkt, bei dem auch das Regionalbündnis Soonwald-Nahe als traditionsreicher Veranstalter von „Tag der Regionen“ aktiv mitwirkte. Zu Besuch waren auch Naheweinprinzessin Sabrina Schmitt, Edelsteinkönigin Magdalena Meng und Soonwaldfee Kathrin Behrenz.

„Regionalvermarktungsprojekte wie der Markttag in Bärweiler stärken die regionale Wirtschaft und die Identifikation der Menschen mit ihrer Region“, betonte Griese in seiner Ansprache. „Der Genuss der regionalen Produkte trägt außerdem zum Erhalt bäuerlicher Kulturlandschaften und damit wertvoller Lebens- und Erlebnisräume bei“, erklärte der Landwirtschaftsstaatssekretär. Der Markt in Bärweiler gehöre zu den rheinland-pfälzischen Höhepunkten der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Tag der Regionen“. Mit vielen Produkten der Regionalmarke SooNahe leiste der Markt einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung und eröffnet damit auch bleibende Perspektiven in der Region, so Griese weiter. Respekt und Dank zollte er allen, die bei der Veranstaltung dabei waren. Dies taten auch Ortsbürgermeister Gehm und Dr. Rainer Lauf, Vorsitzender des Regionalbündnisses Soonwald-Nahe. Lauf unterstrich, dass man mit der Aktion den Erhalt der Bevölkerung und der Wirtschaftskraft auf den Dörfern unterstützen wolle. Beides dürfe nicht ausbluten. Gehm freute sich seinerseits, dass das kleine Bärweiler zu diesem letzten Markttag im Jahr so viel prominenten Besuch bekommen habe. Unter den Gästen weilten auch Bad Sobernheims Stadtbürgermeister Michael Greiner und der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Wilhelm Dröscher.

Beim anschließenden Rundgang über den Herbstmarkt weckte ein ganz besonderer Wettbewerb heiteres Interesse, denn das Regionalbündnis prämierte krumme Kartoffeln sowie „Obst und Gemüse jenseits aller Norm“. Schief, mit Schorf, ein bisschen klein, ein bisschen groß - so gibt es viele Gründe, warum Obst und Gemüse aussortiert und weggeworfen wird. Weniger lecker sind sie deswegen nicht. Die Vernichtung von Lebensmitteln sagt viel über die Werteinstellungen von Handel und Verbrauchern aus. Mit der Aktion „Lob der krummen Kartoffeln“ wollte das Regionalbündnis Soonwald-Nahe zeigen, dass natürliches Obst und Gemüse jenseits genormter Formen auch Wertschätzung verdient.

Neben den zahlreichen Angeboten der Marktstände gab es auch eine Modenschau mit Models aus dem Ort, die regionalen „Spielleute“ sorgten für Musik, die Kinder konnten sich beim Kartoffeldrucken vergnügen, und der Gewinner der Prämierung von „Obst und Gemüse jenseits aller Norm“ durfte sich über eine „Beziehungskiste“ des Regionalbündnisses freuen. Auch Kochvorführungen waren Bestandteil des Rahmenprogramms des gut besuchten Herbstmarkts, der bis zum Abend einige hundert Besucher hatte, wie sich Dr. Lauf in seiner Nachlese freute.

Anlässlich des Herbstmarktes trat die Ortsgemeinde Bärweiler dem Regionalbündnis Soonwald-Nahe bei.

07. 10. 2012 | Tag der Region: Bärweiler begrüßt krumme Kartoffeln

Tag der Region: Bärweiler begrüßt krumme Kartoffeln

 
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
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Hoher Besuch in Bärweiler: Naheweinprinzessin Sabrina (2. von links), Soonwaldfee Kathrin und Edelsteinkönigin Magdalena reisten extra zum Tag der Region an. Dr. Rainer Lauf vom Regionalbündnis (links) und Staatssekretär Dr. Thomas Griese zeigten sich begeistert vom Markttag in Bärweiler.
Foto: Cordula Kabasch

07. 10. 2012 - BÄRWEILER

In Bärweiler war nicht nur am Samstag schwer was los: Beim Markttag der kleinen Gemeinde war, nach Idar-Oberstein und Sargenroth, jetzt der dritte und damit letzte "Tag der Region" 2012 zu Gast, eine Traditionsveranstaltung des Regionalbündnisses Soonwald-Nahe.
Die 256 Einwohner kleine Gemeinde wurde extra dafür ausgewählt, weil sie mit ihrem monatlich statt findenden Markt am "Modellprojekt Grundversorgung" des Landes teilnimmt. Das Besondere dabei: Die Einwohner selbst haben Einfluss darauf, welche Marktbeschicker gebucht werden – und verbessern so die Nahversorgung und die Lebensqualität im Ort. Ein Baustein, damit die Gemeinde auch weiter gefragt ist.
Vor dem Bürgerhaus gaben sich am Samstag Kürbisse und Klöße, Mohrrüben und Marmelade ein Stelldichein: An mehreren Ständen konnten die Besucher Produkte aus der Region erstehen oder sich ein warmes Mittagessen schmecken lassen, zubereitet mit Lebensmitteln aus dem Naheland.

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Einen Kürbis für daheim, zur Erinnerung an einen Urlaub im Naheland: Christl Wagner aus Thüringen und Inge Bamberger (rechts) aus Steinhardt.
Foto: Cordula Kabasch

Mehrere hundert Menschen kamen zu dem Fest, darunter natürlich vorwiegend Dorfbewohner, aber auch Gäste von weiter her: Christl Wagner aus Thüringen etwa reiste zusammen mit ihrer Freundin Inge Bamberger aus Steinhardt an. Die beiden kauften Honig, Rinderschinken und Birnen ein. "Wir fahren in viele Dörfer, in denen etwas los ist", erklärt Inge Bamberger. "Und da decken wir uns mit Produkten der Region ein." Zwei Frauen also, die das leben, was sich die kleine Gemeinde wünscht: Das Dorf soll lebendig bleiben, soll Perspektiven bieten zuerst für seine Bewohner.
Schließlich gibt es in Bärweiler keine Einkaufsmöglichkeit mehr, worauf Ortsbürgermeister Hans Gehm hinwies. Wenn dann noch Gäste herfinden, wie etwa zum Markttag, umso besser. Darüber hinaus aber geht es beim Markt auch um den Verkauf von Produkten, die die Wirtschaft vor Ort stärken. Staatssekretär Thomas Griese aus dem Umweltministerium, das die Schirmherrschaft über die Tage der Region übernommen hat, forderte in seiner Rede bei der Eröffnung: "Regionale Lebensmittel müssen wir nehmen, die frisch und gesund sind."

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Äpfel aus der Region hatte Christoph Orlob aus Gau-Algesheim im Gepäck, der das Obst zusammen mit seinem Sohn Simon verkaufte. Beim Markttag in Bärweiler waren auch sie gut nachgefragt.

Griese sprach sich gegen die "aufgewärmte Einheitspampe" aus, die manche Schulkinder vorgesetzt bekämen und die auch ein Gesundheitsrisiko darstellen könne, wie zuletzt die Erkrankungen tausender Kinder und Jugendlicher in Ostdeutschland bewies. Griese warb für den Kauf von saisonalen Lebensmitteln, vor Ort hergestellt und auch dort verkauft.

 Das können die Menschen aus Bärweiler zum Glück schon länger, und Samstag feierten sie ihre Markt denn auch kräftig. Hinter dem Feuerwehrhaus zeigte die ehemalige Naheweinprinzessin und Soonwaldfee Daniela Groß aus Winterbach den Kindern, dass man aus Kartoffeln nicht nur ein Mittagessen zaubern, sondern damit auch Drucken kann. Dr. Rainer Lauf, Vorsitzender des Regionalbündnisses, kürte bei einem Wettbewerb namens "Lob der krummen Kartoffeln" genau die Grumbeeren, die ungewöhnlich geformt sind und "dennoch Wertschätzung verdienen", wie er betonte.

Besonders gut besucht war der Markt dann gegen 15 Uhr, als unter anderem Ortsbürgermeister Hans Gehm als Modell auftrat und schicke Kleidung vorführte. Auch die Kochaktion, bei der Udo Maletzke von der "Lohmühle" aktiv war, lockte viele Bärweilerer her. (cob)

 

 


Hans Gehm

Am Gartenzaun ist für die Einwohner nicht Schluss

Interview Ortsbürgermeister: Markttag bringt Menschen zusammen - Dorf soll Alt und Jung Zukunft bieten

Damit Bärweiler trotz des Strukturwandels ein lebendiges Dort bleibt, sind die Menschen im Ort und die Vereine sehr engagiert. Ortsbürgermeister Hans Gehm erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung, welche Projekte ihm besonders am Herzen liegen.

Herr Gehm, warum ist der Markttag so wichtig für die Gemeinde?
Wir waren früher mal ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Vor 50 Jahren hatten wir hier noch 60 Betriebe im Vollerwerb. Heute gibt es noch einen. Bei so einem Wandel bröckeln manchmal auch Kontakte untereinander.
Damit das öffentliche Leben nicht total schwindet und am Ende jeder hinter seinem Gartenzaun bleibt, wollen wir etwas tun. Der monatliche Markt ist eine Möglichkeit, damit sich die Menschen an einer Stelle des Dorfes treffen können.

Wie ist es denn um die Dorfgemeinschaft bestellt?
Wir haben schon eine gute Dorfgemeinschaft, aber die muss beständig gepflegt werden, damit Bärweiler für junge Leute ebenso attraktiv ist und bleibt wie für alte. Wir wollen keine Schlafgemeinde sein.

Wie setzen sie das um?
Wir haben auf unserem Informationspfad im Dorf Bänke aufgestellt damit sich die Senioren auch mal setzen können. In unserer Theatergruppe spielen 15 Leute jedes Alters zusammen. Dann haben wir Computerkurse, wo junge Leute Älteren den Computer erklären. Außerdem gibt es viele Feste im Dort: Das Haxenessen zum Beispiel, unser Herbstfest oder auch unser gemeinsamer Martinsumzug. cob

01. 10. 2012 | Dritter "Tag der Regionen" am 6. Oktober in Bärweiler

Dritter "Tag der Regionen" am 6. Oktober in Bärweiler

 
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger

 

  01. 10. 2012- BÄRWEILER

Die „Tage der Region“ sind bereits seit 2004 eine Traditionsveranstaltung des Regionalbündnis Soonwald-Nahe. Motto 2012: „Zukunft durch Nähe“. Es geht um die Grundversorgung der Menschen mit regionalen Produkten und die Stärkung der ländlichen Regionen. Deshalb hat das Regionalbündnis um Dr. Rainer Lauf (Bad Sobernheim) als gutes Beispiel den Markttag am Samstag, 6. Oktober, von 11 bis 17 Uhr in Bärweiler ausgesucht.

Die Gemeinde um Ortsbürgermeister Hans Gehm und seine vielen fleißigen Mitstreiter macht zunehmend von sich reden, nicht nur bei „Unser Dorf hat Zukunft“. In dem kleinen Ort mit seinen rund 260 Einwohnern ist schwer was los. Die Teilnahme am „Modellprojekt Grundversorgung“ des Landes hat vieles in Bewegung gebracht.
Neu entstanden ist ein kleiner Markt, der zur Versorgung mit Lebensmitteln und Dienstleistungen beiträgt. Der Clou dabei: Die Bürger haben Einfluss darauf, welche Marktbeschicker gebucht werden. Der bisher gut angenommene Markt verbessert die Nahversorgung und damit auch die Lebensqualität in Bärweiler.

Er schafft eine wachsende Identifikation mit dem Dorf und sorgt für echte Bleibeperspektiven. Das wird am 6. Oktober vom Regionalbündnis unterstützt und mit zusätzlichen Programmbausteinen aufgewertet. Um 11 Uhr gibt es eine offizielle Eröffnung mit kurzen Reden und dem Besuch von Naheweinprinzession Katharina I., Edelsteinkönigin Magdalena und Soonwaldfee Kathrin, die dann auch andere Programmpunkte mitgestalten. Staatssekretär Dr. Thomas Griese aus dem Umweltministerium wird kommen; sein Ministerium hat die Schirmherrschaft über die „Tage der Region“ übernommen.

Regionale „Spielleute“ begleiten den Tag über mit musikalischen Einlagen auf Gitarre, Saxofon, Akkordeon. Kinder können mit Königin, Fee und Prinzessin Kartoffeldrucken. Um 14 Uhr wird zur Kochvorführung mit „SooNahe“-Koch Udo Maletzke von der nahe gelegenen Lohmühle. Um 15 Uhr beginnt die beliebte Modenschau mit Models aus Bärweiler.
Um 16 Uhr folgt die Prämierung eines besonderen Wettbewerbs statt: „Lob der krummen Kartoffeln – Prämierung von Obst und Gemüse jenseits aller Norm“. Schief, mit Schorf, ein bisschen klein, ein bisschen groß: Es gibt viele Gründe, warum Obst und Gemüse aussortiert und weggeworfen werden. Weniger lecker sind sie nicht.
Die Vernichtung von Lebensmitteln sage viel über die Werteinstellungen von Handel und Verbrauchern aus, schreibt Dr. Rainer Lauf. Mit der Aktion „Lob der krummen Kartoffeln“ wolle das Regionalbündnis Soonwald-Nahe zeigen, dass natürliches Obst und Gemüse jenseits genormter Formen Wertschätzung verdient. Beim Markttag werden ungenormt gewachsene Exemplare von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, die bis 14 Uhr am „SooNahe“-Stand abgegeben werden müssen, prämiert.
Wer zum Beispiel Möhren mit zwei Wurzeln, herzförmige Kartoffeln oder schiefe Äpfel mit Schorfmuster am Stand des Bündnisses abgibt, kann eine Beziehungskiste von „SooNahe“ gewinnen.
Diese Aktion ist eingebunden in die „Geschmackstage Deutschland“, eine Aktion des Bundesverbraucherministeriums mit Johann Lafer. Der Markt selbst ist an diesem Tag besonders gut bestückt. Zu den bewährten Beschickern gibt es auch einen eigenen Stand mit „SooNahe“-Produkten und Informationen. Die Landmetzgerei Wolf versorgt die Gäste mit Essen aus der Region, die Knusperbäckerei mit Kuchenbüfett, mit Nahewein, Schwollener Wasser und natürlich auch Kirner Bier.

06. 09. 2012 | "Wir haben, was andere nicht haben"

"Wir haben, was andere nicht haben"

DORFWETTBEWERB Bürgermeister Gehm führt Bewertungsjury der Landeskommission durch Bärweiler
Allgemeine Zeitung
2012 09 06
Bürgermeister Hans Gehm (re.) führte die Bewertungsjury des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" durch das Dorf.
Foto: Sonja Bräuer 

06. 09. 2012 - BÄRWEILER

„Wir haben nicht was die anderen haben, aber was wir haben, haben die anderen nicht. Unter diesem Motto führte Bürgermeister Hans Gehm die Mitglieder der Bewertungsjury von "Unser Dorf hat Zukunft" um den Referatsleiter Dorferneuerung im Innenministerium, Franz Kattler, durch den Ort.
Stationen des Dorfinfopfades bildeten den roten Faden der Tour. So wurde ein Blick in den neuen Computer-Schulungsraum der Gemeinde geworfen, in dem derzeit drei Kurse abgehalten werden.
"Es ist nicht nur der Raum da, sondern es sind auch Menschen da, die ihr Wissen weitergeben", lobte Regionalberaterin Nathalie Franzen, in der Jury zuständig für bürgerschaftliches Engagement sowie soziale und kulturelle Aktivitäten.

Gehm wies unter anderem auf das Kinder-Buchprojekt "Langensteinis Dorfgeschichten" hin. Damals hatten die Kinder des Ortes ältere Einwohner besucht und das Wissen, das diese noch aus früheren Zelten weiter geben konnten, in Buch-Form festgehalten.
Auch das Konzept zur Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen, mit dem Bärweiler ein Beispielprojekt für andere Gemeinden in Rheinland-Pfalz auf den Weg gebracht hat, war Thema während der Tour, an der auch Landrat Franz-Josef Diehl und die Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Elisabeth Öhler, teilnahmen.

"Die Jury hatte die Möglichkeit, sich heute einen guten Eindruck zu verschaffen", fasste Referatsleiter Dorferneuerung, Franz Kattler,  nach dem Rundgang zusammen. Die Mitglieder der Bewertungsjury nahmen verschiedene Teilaspekte in den Blick.
Ein positives Fazit zog unter anderem Rosa Vollmuth im Bereich Baugestaltung und -entwicklung. Aus städtebaulichen Gesichtspunkten  sei das Dorf Bärwelier noch intakt. Wichtig sei die Erhaltung alter Gebäude. Die Bodenpreise in Bärweiler seien dabei sehr realistisch, sodass auch Interessenten angelockt würden. Das Haus am Dorfplatz lobte sie ebenfalls. "Mit Liebe zum Detail" habe man hier einen schönen Platz gestaltet. Dieser sei "ein echter Mittelpunkt", befand auch Klaus Meckler, der den Bereich Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen bewertete.
Silke Wiedrig, zuständig für Grüngestaltung und -entwicklung, sowie Jürgen Köstel, der "Das Dorf in der Landschaft" bewertete, äußerte sich weitgehend positiv, auch wenn Köstel eine landwirtschaftliche Halle ohne Begrünung bemängelte. Auf der anderen Seite kamen vor allem die typischen Bauerngärten bei Silke Wiedrig sehr gut an.

Bärweiler muss sich nun in der Sonderklasse des Wettbewerbs mit Gemeinden wie Duchroth messen. "Die Luft ist dünn, es sind alles keine unbeschriebenen Blätter", wenn man sich die Konkurrenz anschaut, weiß Gehm. Er und seine Dorfgemeinschaft sind dennoch zuversichtlich.


 

05. 09. 2012 | Bärweiler überzeugt auch auf Landesebene

Bärweiler überzeugt auch auf Landesebene

Rundgang - Jury sah sich am Mittwoch das 262-Einwohner-Dorf an
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2012 09 05
Das Feuerwehrhaus diente beim Besuch der Landesjury "Unser Dorf hat Zukunft" als Sinnbild für die hervorragende Zusammenarbeit der Dorfbewohner, die in Bärweiler an vielen Stellen sichtbar ist. Ortsbürgermeister Hans Gehm und seine Bärweilerer führten gerne durch die Gemeinde.
Foto: Martin Köhler

05. 09. 2012 - BÄRWEILER
Von Martin Köhler

 Franz Kattler, oberster Dorferneuerer in Rheinland-Pfalz aus dem lnnenministerium, verteilte schon gleich in der Vorstellungsrunde am gestrigen Dienstagmorgen erste Blumen: "Bärweiler ist uns seit vielen Jahren bekannt. Es gibt wenige Gemeinden die in der Dorferneuerung so aktiv sind wie Sie". Kattler leitet die sechsköpfige Landesjury von "Unser Dorf hat Zukunft". Gut zweieinhalb Stunden sah sie sich das 262 Einwohner kleine Dorf an.
Weil Bärweiler im alljährlichen Wettbewerb in den Vorjahren bereits erfolgreich dabei war, trat man heuer in der Sonderklasse an.
Den Beweis. dass Bärweiler echte Sonderklasse besitzt trat Ortsbügermeister Hans Gehm an, in dem er in nur 25 Minuten in geballter Form alle Vorzüge, Aktivitäten und laufenden Projekte aufzählte. "Wir haben alles, was die anderen nicht haben, so Gehm im Bürgerhaus,  und das macht Bärweiler ein Stückweit einmalig"

Danach schlug er den Bogen vom Jahr 1986, als das Dorf als "sterbende Idylle" bezeichnet worden sei, ins Jahr 2012. Heute könne man mit Fug und Recht behaupten "Unser Dorf hat Zukunft."
Hans Gehm arbeitete alle wichtigen Themen im Eiltempo ab, wie sonst hätte er in der Kürze der Zeit gefühlte vier Dutzend Aktivitäten der vergangenen 15 Jahre erwähnen können.

Das sind die Konkurrenten der Gemeinde in der Sonderklasse des Wertbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" treten mit und gegen Bärweiler die folgenden Gemeinden an: Duchroth (Landkreis Bad Kreuznach), Kirrweiler und Bornheim (Südliche Weinstraße), Morschheim (Donnersbergkreis), Heimersheim (Landkreis Alzey-Worms), Winden (Rhein-Lahn-Kreis), Thür (Mayen-Koblenz), Kerpen (Vulkaneifel), Leisel (Birkenfeld), Zeiskam (Germersheim) und Hornbach (Landkreis Südwestpfalz). art

Wegen der begrenzten Zeit beschränkte sich der Ortsbügermeister auf die aktuellsten Punkte wie Dorf-lnfopfad, Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen, PC-Schulungsraum, Versorgung mit DSL 16 000 sowie die Dorffeste, deren Anzahl genauso beindruckend zahlreich sind, wenn man sich die kleine Einwohnerzahl vor Augen führt.
Bei seinem Zukunftsblick beließ es Gehm bei Stichworten: Ausbau des Dorf-Infopfades und der Grundversorgung, fortgesetzte Dorferneuerung und Erhalt der Lebensqualität  und außerdem die Umsetzung der Zukunftswerkstatt der Bärweilerer Jugend.

Am Ende des Vortrags wurde der Jury auf heimelige, warmherzige und charmante Art klar gemacht, warum Bärweiler so liebens- und lebenswert ist. Gehms Patin ist Annerose Schlarb, eine 75-jährige Rentnerin ohne Führerschein. Anhand vieler Lebenssituationen beschrieb er, wie vielfältig das Dorfleben sein kann, wenn der Bürger bereit ist das Angebot wahrzunehmen. Sowie Annerose Schlarb.
Als Vertreter der Verbandsgemeinde nahm Zweite VG-Beigeordnete Elisabeth Öhler am Jury Rundgang teil. Ihr Zwischenfazit bei der Visite "Es Ist eine so kleine Gemeinde, die so viel auf die Beine stellt. Ich wünsche mir, das gäbe es öfter in unserer Verbandsgemeinde". Und Landrat Franz-Josef Diel stellte fest, dass Bärweiler parallel zu all der ehrenamtlichen Arbeit, auch noch eine umfang - wie erfolgreiche Pressearbeit betreibe.
Der Rundgang durch den Ort startete an Jugend-Bauwagen hinter dem Bürgerhaus. Dann besichtigte die Jury das Feuerwehrhaus, wo Wehrführer Rainer Matzke das Wort ergriff. "Die Leute sagen immer, wenn man vom Feuerwehrfrühschoppen kommt, weiß man was im Dorf los ist", sagte er und lobte außerdem die tolle Dorfgemeinschaft, in der einer den anderen wirklich unterstütze. Als ein Beispiel unter vielen nannte er das gute Zusammenspiel der Feuerwehr und der Landfrauen.

Wie Bärweiler und Duchroth, das ebenfalls in der Sonderklasse antrat, abgeschnitten haben, ist dann Mitte September zu erfahren.




 


 

03. 09. 2012 | Bärweiler feiert Backesgrumbeerefescht

Bärweiler feiert Backesgrumbeerefescht

GRUMBEEREFESCHT Bärweiler Landfrauen haben alle Hände voll zu tun
Getränke und Kuchen für richtig beantwortete Quizfragen
Allgemeine Zeitung
2012 09 03
Einige Bleche voll: Horst Blum, Silke Hartmann, Gaby Schmidt, Irma Haas und Michael Bier (v.l.) bereiten die leckeren„Backesgrumbeere“ vor.
Foto: Wilhelm Meyer

03. 09. 2012 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Das Backesgrumbeerefescht ist das Fest der Bärweiler Landfrauen. Gefragt, wie viele Frauen denn an den beiden Tagen am Schaffen seien, meint Christine Bromann, mit Marion Fuhr eine der beiden Vorsitzenden der Landfrauen, schlicht „alle“.

Was Hände und Beine hat, sei unterwegs. Aber auch auf ihre Männer können die Landfrauen nicht verzichten. Einige von ihnen mussten am Sonntag des Fests schon um 6 Uhr hellwach sein. Da nämlich standen Horst Blum, Michael Bier, Werner Fuhr und Jürgen Bromann in ihrem historischen Backhaus und feuerten die beiden großen Öfen an.

Wenn nämlich um 11.30 die ersten Grumbeere in und um das Bärweiler Bürgerhaus auf die Tische kommen, ist ein Großteil der Arbeit schon getan. Es geht bereits am Samstag los, wenn die Wannen mit den geschälten Grumbeeren fürs Fest gefüllt werden. Und dann ist da noch die Bärweilerer Quetschekuchespezialeinheit der Landfrauen. Der Quetschekuchen gehört nämlich nicht minder zum Fest wie die Grumbeeren: 18 Bleche wurden gebacken. Denn ein jeder der beiden Öfen im ältesten Backes von Rheinland Pfalz, wie Ortsbürgermeister Hans Gehm mit Stolz erwähnt, fasst genau neun Bleche.

Neu war in diesem Jahr das große Backesgrumbeerfeschtquiz. Das konnten Erwachsene wie Kinder lösen. Hilfe bekamen die Teilnehmer an den Tafeln des Dorfpfades. So nutzten zahlreiche Besucher die Zeit zwischen Kartoffeln und Kuchen für einen informativen Rundgang. Bei anderen Fragen musste man fragen. Zum Beispiel Irene Hahn. An ihrem Stand im Feuerwehrhaus bekam man das Spritzgebäck aus dem Backes, den Dorfkalender und die richtigen Antworten. Für ein vollständig beantwortetes Quiz gab es ein Freigetränk oder ein Stück Kuchen.

Der Ruf des Festes ist weit über den Ort hinausgegangen. Da kommen traditionell die Motorsportfreunde aus Bingen mit ihren Oldtimern. Geschätzt wird auch, dass in Bärweiler hervorragend für die Kinder gesorgt ist. Hierfür sind Jürgen und Patrick Bromann, Mann und Sohn der Landfrauenvorsitzenden verantwortlich. In der Bromannschen Spielekiste stecken so manche Überraschungen. Da sind Hufeisen zum Werfen, Teller zum Jonglieren, große Ringe für Riesenseifenblasen, zig Fahrzeuge für alle Altersstufen, Stelzen für die, die mit ihnen laufen können oder es lernen wollen. Vor allem aber liegt der Platz mit dem großen blauen Bauwagen ideal hinter dem Bürgerhaus. Da können sich die Eltern einfach einmal in Ruhe den Bärweiler Köstlichkeiten hingeben, und wissen ihre Kinder in besten Händen.

Gut passt es dem Bürgermeister, dass am Mittwochmorgen gleich die Landesjury der Aktion „Unser Dorf hat, Zukunft“ ihren Rundgang in Bärweiler macht. Die Dekoration, so hat Gehm mit den Landfrauen abgesprochen, muss bis dahin halten. Die Jury soll doch eine Vorstellung davon bekommen, was das Backesgrumbeerefescht in Bärweiler ist.


 

07. 08. 2012 | Die Anbieterresonanz könnte besser sein

Die Anbieterresonanz könnte besser sein

Dorfmarkt Händler kommen nicht nur zum Spaß - Team um Ortschef Hans Gehm bringt Bärweiler voran
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2012 08 07 thumb
Eine klasse Modenschau präsentierten die Models um Hans Gehm (Mitte) auf dem Catwalk durchs Barweilerer Bürgerhaus. Annerose Schlarb (von rechts), Modeexpertin Conny Irrgang, Christine Hüttner, Christine Bromann und Irma Theobald präsentierten schicke und bequeme Kleidung.
Foto: Bernd Hey

07. 08. 2012 - BÄRWEILER

Mit cooler Sonnenbrille, den Trenchcoat lässig über die Schulter geschwungen und in legeren ausgewaschenen Jeans gab Ortschef Hans Gehm auf dem Laufsteg durchs ganze Bürgerhaus als
"Hahn im Korb" ein jugendhaft-dynamisches Bild ab. Aber auch Annerose Schlarb, Irma Theobald, Christine Bromann und Christine Hüttner als Models zogen die Blicke bei der Modenschau im Rahmen des Dorfmarktes auf sich und ernteten Applaus.
Kombinierbare, vor allem bequeme und tragbare Mode mit den passenden Accessoires für jeden Tag präsentierte Conny Irrgang von einem Modemobil aus Hünstetten-Görsroth. Wind-und-Wasser-abweisende und dennoch atmungsaktive Softshelljacken für den Herbst in modischen Farben wie Brombeere, Petrol, warmem Orange oder in Dunkelblau waren wie flauschige Cashmere-Pullover und Fleecejäckchen der Renner und wurden ebenso wie elastisch-pflegeleichte Schlupfhosen fast schon professionell von den Models präsentiert. Natürlich wollten die Männer noch eine Dessous- und Bademodenschau sehen.
Über die Resonanz des Dorfmarktes im Rahmen der Dorferneuerung als Modellprojekt "Grundversorgung" haderte Ortsbürgermeister Hans Gehm mit sich selbst: "Zufrieden ja. aber...” Dicke Bretter müssen er und seine Mitstreiter Silke Hartmann, Christine Bromann, Christine und Peter Hüttner, Horst Blum und Carola Bier von der Arbeitsgruppe "Grundversorgung" bohren.

Arbeitsgruppe guten Mutes
Von März bis Juni musste der Markt ohne Obst- und Gemüsehändler stattfinden. Die Organisatoren wurden auch am Samstag von einem Obst- und Gemüseanbieter aus Gau-Algesheim sowie einer Woppenrother Landmetzgerei versetzt.
"Da muss zwingend nachgehakt werden", ärgerte sich Silke Hartmann. Kunden waren da, Frische, Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen, höre Hans Gehm immer wieder. "Wenn die Bürger verstehen, dass die Anbieter nicht zum Spaß kommen, wird der Dorfmarkt zum Erfolg”, ist sich der Ortschef sicher und will mit seinem Team weiterwerben.
Diejenigen, die am lautesten den Dorfmarkt forderten, blieben ihm fern. Zudem hätte sich Hans Gehm mehr Zuspruch aus umliegenden Orten, wo ebenfalls das Angebot in Grundnahrungsmitteln schwächelt, gewünscht. Dennoch: Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen hat mittlerweile hohe Wellen geschlagen. Arbeitsgruppe und Gemeinderat sind guten Mutes und strahlten trotz aller Widrigkeiten.
"In erster Linie machen wir das für uns selbst", sinnierte Gehm. Schon in den 1980er-Jahren als aussterbender Ort tituliert, hoben der Gemeinderat und Mitstreiter allen Unkenrufen zum Trotz den 260-Seelen-Ort erfolgreich als lebenswerte Wohngemeinde im Hinblick ouf die Demografie weiterentwickelt, auf Vordermann gebracht
und die Infrastruktur mit schnellem Internetzugang ausgebaut.

Voller Terminkalender
"Terminlich haben wir in den nächsten Wochen ein proppenvolles Programm, erklärte Hans Gehm". "Wir sind beim Landesentscheid als Einzige in der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim dabei und gespannt, wie wir uns unter den fünf verbliebenen Gemeinden behaupten können". Am 5. September findet durch die Landeskommission die entscheidende Begehung durch die Ortsgemeinde statt. Drei Tage zuvor, am 2. September, laden die Landfrauen zum traditionellen Backesgrumbierefest mit frischem Kuchen und Spritzgebackenem aus dem Backes ein. Am 8. September findet der nächste normale Dorfmarkt statt.
Vier Wochen später am 6. Oktober ist großer Dorfmarkt mit Rahmenprogramm ab 11 Uhr vor dem Bùrgerhaus. Gemeinsam mit dem Regionalbündnis Soonwald-Nahe wird es unter dem Motto "Zukunft durch Nähe" einen Tag der Region geben. Gäste aus dem Mainzer Ministerium werden erwartet, Kochen wird Udo Maletzke von der Lohmühle, der weitere Programmablauf ist in der Mache. Für den 14. Oktober laden die Feuerwehrförderer zum Oktoberfest mit Haxenessen ein.

Metzger und Obst- und Gemüsehändler sagten ab
Ärgerlich war, dass Anbieter wichtiger Grundnahrungsmittel wie der Metzger und ein Obst- und Gemüsehändler aus Gau-Algesheim fehlten. Anwesend waren Christine Ackva mit Bauerntheke aus Monzingen, die Knusperbackerei Merxheim, das Weingut Heinrich Wahl aus Lauschied, Schweizer Naturkost Jutta Wolf, der Honigstand von Ulrike Gehres, Gärtnerei Ackva aus Odemheim, der Hofladen vom Hühnerhof Abtweiler mit Bianka Bachmann, das Modemobil und das Reisebüro Christine Bromann aus Bad Sobernheim.   hey

 

04. 08. 2012 | Ortschef auf dem Laufsteg

DORFMARKT Bärweiler Bürgern wird auch eine Modenschau geboten

 
Allgemeine Zeitung

04. 08. 2012- BÄRWEILER

(gub). Bei der Sitzung des Gemeinderats in Bärweiler stand vor allem der Dorfmarkt im Mittelpunkt. Im Gespräch mit der AZ macht Ortsbürgermeister Hans Gehm deutlich, dass auf dem Markt endlich wieder ein Obst- und Gemüsehändler mit dabei sei. „Wir sind froh, diese Lücke wieder schließen zu können“, erläutert Gehm. Von März bis Juni musste der Markt ohne Obst- und Gemüsehändler stattfinden. Am Samstag, 4. August lädt die Ortsgemeinde von 14 bis 17 Uhr zum Dorfmarkt ein, bei welchem sich die Besucher nicht nur mit Nahrungsmitteln versorgen können. „Dieser Dorfmarkt ist einer mit Rahmenprogramm“, informiert Gehm. Entsprechend finde ab 15 Uhr eine Modenschau von „Mode Mobil“ im Bürgerhaus statt, an welcher der Ortsbürgermeister auch selbst auf dem Laufsteg zu sehen sei. Gehm ist zufrieden mit dem Besuch der Märkte in diesem Jahr, dennoch vermisst er Besucher aus den Nachbargemeinden Bärweilers und lädt diese herzlich ein.

Auf Landesebene dabei

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung im Gemeinderat war die Teilnahme Bärweilers am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. „Wir sind beim Landesentscheid dabei und sind gespannt, wie wir uns unter den fünf verbliebenen Gemeinden behaupten können“, sagt Gehm. Am 5. September finde eine Begehung der Gemeinde durch die Landeskommission des Wettbewerbs statt, informiert der Ortsbürgermeister. „Ich hoffe, dass wir im Landeswettbewerb einen guten Platz belegen.“

Des Weiteren stimmte der Gemeinderat einem Neuabschluss des Konzessionsvertrags für das Stromnetz der Gemeinde zu. Die Laufzeit des neuen Vertrags beginne am 1. Juli 2013 und laufe für 20 Jahre, informiert Gehm.

04. 07. 2012 | Und plötzlich ist Rauch im Schuppen

Und plötzlich ist Rauch im Schuppen

ÜBUNG Zum Feuerwehrfest in Bärweiler zeigt der Nachwuchs, was er so alles drauf hat
Einsatz gemeinsam mit der Lauschieder Jugend
Allgemeine Zeitung
2012 07 04
Die „geretteten Kinder“ wurden von den Atemschutzgeräteträgern aus der Erwachsenen-Wehr den Lauschieder Jugendlichen anvertraut.
Foto: Wilhelm Meyer

04. 07. 2012 - BÄRWEILER (wmy).

Höhepunkt eines Feuerwehrfestes ist selbstverständlich die Feuerwehrübung. So auch in Bärweiler. Für den gemeinsamen Nachwuchs von Bärweiler und Lauschied hatten die Lauschieder Jugendwarte Klaus Braun und Frederick Fisher mit dem Bärweilerer Wehrführer Rainer Matzke eine anspruchsvolle Aufgabe ersonnen.

In einem Holzschuppen im Langensteinblick hatten, so das Szenario, Kinder offenkundig mit Feuer gespielt. Rauch stieg aus Tür und Fugen. Zudem wurden zwei Kinder vermisst, so dass Hendrik und Isabel Blum, Atemschutzgeräteträger der Bärweilerer Feuerwehr, dem Nachwuchs zu Hilfe eilen mussten. Fachkundig kommentiert wurde der Ablauf der Übung vom Bärweilerer Wehrführer.

Schnell waren die Wagen vor Ort. Bevor jedoch Bergung und der entscheidende Löschangriff erfolgen konnten, musste die weitere Wasserversorgung über Hydranten gesichert werden. Eine Übung, bei der es, wie Matzke betonte, vor allem auf die richtige Reihenfolge eines jeden Handgriffs ankomme.

Es klafft noch eine Lücke

Erfreut zeigten sich auch die Lauschieder Jugendwarte über die konzentrierte Leistung ihres Nachwuchses. Dank ging hier vor allem an die Lauschieder Jugendlichen. Während Bärweiler mit seiner Kinderfeuerwehr recht ordentlich dasteht, klafft bei den Jugendlichen noch eine Lücke. Das wäre schon toll, meinte Matzke, wenn sich da auch einige Jugendliche engagieren könnten.

Übungen, wie am Fest, sind dabei ein hervorragender Anreiz. Vor allem das Technische interessierte die hinzugekommen Kinder und selbstverständlich, wie man den Rauch so echt hingekriegt hatte.

Wie immer hatte das Sommerfest der Feuerwehr und des Fördervereins der Feuerwehr Bärweiler schon am Samstag mit Fassanstich begonnen. Für den Notfall stehen in Bärweiler Bürgerhaus und Feuerwehrgerätehaus direkt nebeneinander, so dass unsicheres Wetter verschmerzt werden kann. Und selbstverständlich lassen sich die Feuerwehrkollegen der Nachbarwehren ohnehin vom gemeinsamen Frühschoppen nicht abhalten.
Für die Musik hatten die Bärweilerer Feuerwehr-Förderer, mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Maurer die offiziellen Einlader des Festes, die Monzinger Gruppe „De He Di“ gewinnen können.

Zum Abschluss informierte Matzke über die neuen Bestimmungen hinsichtlich des Einbaus von Rauchmeldern auch in privaten Haushalten.


 

21. 06. 2012 | Bärweiler macht bei der Jury Eindruck

Bärweiler macht bei der Jury Eindruck

WETTBEWERB Gebietskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ besucht Gemeinde / Viel Bewusstsein für Grün und gutes Miteinander
Allgemeine Zeitung
2012 06 21 thumb
Dass man sich auch als Zugereister in Bärweiler pudelwohl fühlen kann, konnten der Leiter der Jury, Dr. Volker Spangenberger (links), und Frank Hastenteufel, zuständig für Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, beim Snack am Backes von Peter Hüttner (rechts) erfahren.
Foto: Wilhelm Meyer

21.06.2012 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Für seine hervorragende Vertretung beim Rundgang der Kreiskommission des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte sich Ortsbürgermeister Hans Gehm schon in der Ratssitzung bei Horst Scherer, Bärweilers Erstem Beigeordneten, bedankt. Auch beim Besuch der Gebietsjury hatte Scherer eine besondere Rolle. Er machte sich mit Jurymitglied Martin Tenbuss auf eine eigene Tour.

Tenbuss ist nämlich für den Bereich "Das Dorf in der Landschaft“ zuständig, und dieser Bereich kommt bei den Dorfrundgängen einfach zu kurz. So hatte man sich entschlossen, Scherer mit dieser kleinen Separatführung zu beauftragen.
 
Weinberg anlegen

Mit Erfolg, wie Tenbuss in der Nachbesprechung bestätigte. Es habe Spaß gemacht, sich diesen wunderschönen Ort von oben anzusehen. Als Anregung brachte Tenbuss die Anlage eines kleinen historischen Weinbergs als ein Stück Wirtschaftsgeschichte des Ortes. Vorbildlich sei es, wie pfleglich man in Bärweiler mit den Gewässern umgehe. Ein breiter Weidensaum biete reichlich Schutz. Da war Tenbuss einer Meinung mit seiner Kollegin Dorothee Johanna Weber. Auch sie war hocherfreut, in Bärweiler Bewusstsein für Grün gefunden zu haben. Da schauten Pflanzen von den Mauern - und auch in den Ritzen dürfe es grünen.

Alle Plätze im Dorfgemeinschaftshaus waren wie auch schon beim Kreisentscheid belegt. Und wieder zog ein Tross von Interessierten, der selbst allein schon beeindruckend war, durch das Dorf. Man interessiert sich in Bärweiler für das Gemeinwohl, so die Nachricht, die die Jury mitnahm. Das war auch Gertrud Endres aufgefallen. Zuständig für „Bürgerschaftliches Engagement und soziale und kulturelle Aktivitäten“ lobte sie vor allem das Miteinander von Alt und Jung. Aber auch wie in Bärweiler für die Alten gesorgt werde; wie vor allem in den „Computerkursen“ Fähigkeiten weitergegeben würden, fand Endres beeindruckend.

Das Modellprojekt Grundversorgung, „Versorgung mit Waren und Dienstleistungen“, war auch für Frank Hastenteufel einer der Punkte: Man sehe, dass Bärweiler die Herausforderung durch den demographischen Wandel annehme. Beeindruckend fand Hastenteufel vor allem den Pragmatismus, mit dem die Aufgaben in Bärweiler angegangen würden.

Keine neuen Baugebiete

Jury-Chef Volker Spangenberger gab Bärweiler noch den Rat mit auf den Weg, sich nicht zu sehr um die Ausweisung von Neubauflächen zu bemühen. Pflege und Nutzung des gewachsenen Dorfes sollte immer Vorrang haben. Eine neue Infrastruktur sei immer mit erheblichen Kosten verbunden, auch und vor allem, wenn sie dann nicht gebraucht werde.

Dass sich Bärweiler Offenheit und positive Neugier bewahrt habe, konnten die Jurymitglieder auf ihrem Gang auch von Peter Hüttner erfahren. Hüttner, der mit seiner Lebensgefährtin nun seit zwei Jahren in Bärweiler wohnt, renoviert dort ein altes Haus. Er fühlt sich pudelwohl im Ort. Ein bisschen, so empfindet er, sei es in Bärweiler wie in einer riesigen Wohngemeinschaft.

 

19. 06. 2012 | Bärweiler hat viele Ziele längst erreicht

Fazit der Gebietsjuroren von "Unser Dorf hat Zukunft":
 Bärweiler hat viele Ziele längst erreicht

 
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2012 06 19 thumb
Auch sie waren am Montagmorgen beim Juryrundgang durch ihr Bärweiler dabei: (von links) Christel Scherer, Edeltrud Blasius, Irma Theobald und Corinna Bender. Sie freuten sich über das mehrfache Lob der Kommission.
Foto:Stefan Munzlinger

19.06.2012 - BÄRWEILER

Medaillen, Urkunden, Platzierungen – bei den Besuchen der Gebietsjury von „Unser Dorf hat Zukunft“ (Sonderklasse) geht es auch darum. An erster Stelle aber, das betonen die reisenden Experten, liege ihnen am Rat für die Dörfer. Was ist in Ordnung, was kann man auch mit wenig Aufwand verbessern, was läuft gut, was läuft weniger gut? Als die Juroren sich am Montagmorgen zwischen 8.45 und 10.15 Uhr  Bärweiler ansehen, fällt ihnen wenig auf, was anders gemacht werden kann oder muss. Die Kriterien der Jury:
Dorfbild: „Sie haben ein sehr schönes Dorfbild“, sagte Jury-Chef Volker Spangenberger nach dem Dorfrundgang beim Abschlussgespräch im Bürgerhaus. Nicht spektakulär, aber sehr angenehm, sehr gepflegt. Ortsbürgermeister Hans Gehm und die rund 25 Bärweilerer, die auch diesmal dabei waren, hörten das gerne, freuten sich über des Fachmanns Einschätzung. Das haben sie so auch schon am 7. Mai von der Kreisjury erfahren. „Bei uns gibt es seit Jahren gutes Miteinander aller Generationen“, nennt Hans Gehm den Hauptgrund dafür.

Was Spangenberger rät: „Setzen Sie die Erweiterung des Neubaugebiets ,Ofenacker' nicht auf Ihre Agenda.“ Denn ein solches Gebiet bringe für das Dorf einige Nachteile mit sich. Vor allem die finanzielle Seite mit den Erschließungskosten gibt er zu bedenken. Bärweiler solle sich, wie in den vergangenen Jahren, lieber auf sein Innendorf und dessen Entwicklung konzentrieren, sonst werde zu viel Potenzial nach außen an den Rand getragen.

„Das Baugebiet ist für uns durchaus nicht das vorherrschende Thema“, sagt der Ortsbürgermeister. Eher blicke man auf die älteren und möglicherweise künftig leer stehenden Häuser im Dorf. Sie zu erhalten und sie neuen Nutzern schmackhaft zu machen, dahin gehe die Bemühung Bärweilers.

Bürgerengagement: Die Gemeinde habe es geschafft, das Ehrenamt in die Gemeinschaft zu tragen, es zu etalieren. Jung und alt zögen an einem Strang, etwa, indem Jüngere den Älteren den Umgang mit einem PC beibrächten. Bärweiler habe die Dorferneuerung wirtschaftlich und ideell genutzt, begeistern sich die Juroren: „Dazu gratulieren wir Ihnen.“

Grün/Bepflanzung: Das Dorf zeichne sich durch ein wunderschönes Ortsbild aus, hier gebe es ein echtes Bewusstsein für die Begrünung und, vor allem, eine Vorliebe für einheimische Pflanzen wie die Linde am Dorfplatz oder große Hecken beweisen. Die Begrünung zeige sich an vielen Stellen, "auch an einigen Ritzen hier und da".

Dorf in der Landschaft: Bärweiler liege traumhaft eingebettet in seine Natur. Das Dorf gehe pfleglich mit seiner Potenzialen um, das sehe man anhand des Blumen- und Artenreichtums in und außerhalb des Ortes. Gut, dass es noch Landwirte und Bauerngärten gebe. Vorschlag: Der Weg ums Dorf könnte mit einfachen Hinweisen ausgezeichnet werden, und: Vielleicht könne man ja einen kleinen Weinberg anlegen, um die Bärweilerer Historie auch bei diesem Thema zu erhalten.

Dorfentwicklung: Vom sterbenden Dorf zum lebendigen Fleckchen – Jury-Mitglied Frank Hastenteufel zitierte Ortsbürgermeister Hans Gehm und befindet: „Das ist Ihnen gelungen.“ Zukunft sei das Wohnen und Leben im Dorf. An Bärweilerer gefällt ihm das Bodenständige, das „Erdgeschossige“. Keine überfliegenden Pläne, keine tönenden Konzepte, sondern gelebtes Miteinander und ein Blick für die Lebensrealitäten. „Sie haben es schön hier“, lobte Hastenteufel und wünscht sich die Weiterentwicklung Bärweilers, sodass man auch im Jahre 2030 zu diesen Ergebnissen kommen könne.

Jury-Chef Spangenberger schloss sich dem Wunsch gerne an und appellierte an die Dorfgemeinschaft: „Halten Sie das Feuer der Begeisterung für Ihr Dorf am brennen.“ Sagt es und macht sich samt seiner vier Jurykollegen im Kleinbus auf den Weg nach Duchroth um Ortsbürgermeister Manfred Porr, der nächsten Station ihrer Unser-Dorf-hat-Zukunft-Bereisung 2012. (mz)

10. 05. 2012 | Chancen genutzt

Chancen genutzt

DORFBEGEHUNG Bärweiler präsentiert sich der Zukunfts-Kommission
Allgemeine Zeitung
2012 05 10
Horst Scherer (vorn) führte die Kommission auch an eine der markantesten Bärweiler Stationen des Dorfrundgangs: den alten Backes, die Backstube.
Foto: Wilhelm Meyer

10. 05. 2012 - BÄRWEILER (wmy).

Besser als Horst Scherer, Bärweilers Erster Beigeordneter, der Ortsbürgermeister Hans Gehm vertrat, hätte man das Leben im Dorf nicht veranschaulichen können. Er schilderte der Kreiskommission des Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ einfach einen Wochenablauf der Bärweiler Bürgerin Annerose Schlarb.

Mit 75 Jahren nimmt Annerose Schlarb noch viele der zahlreichen Möglichkeiten wahr, die nicht zuletzt auch durch das Modellprojekt „Versorgung mit Waren und Dienstleistungen“ geschaffen wurden. Im Singkreis ist Annerose Schlarb ohnehin aktiv. Aber in den neuen Kursen lernt sie zum Beispiel noch einmal von Grund auf, mit dem Internet umzugehen. Was zum Beispiel gibt es auf der Bärweiler Homepage zu erfahren? Dienstags ist Kaffeenachmittag, der Monatsstammtisch der Landfrauen nicht zu vergessen, fünf Mal in der Woche ist der Bäckereiwagen aus Lauschied an insgesamt 15 Stationen vor Ort und den Dorfmarkt nutzt sie nicht nur als Kundin. Noch am Wochenende zuvor hatte sie bei der Modenschau zum Frühjahrsmarkt als Model auf dem Laufsteg gestanden.

Deutlich wurde, dass Bärweiler die Herausforderung mit Blick auf den demografischen Wandel annimmt. Vor etwa 25 Jahren habe es einmal geheißen, berichtete Scherer, Bärweiler sei ein sterbendes Dorf. Das habe den damaligen Bürgermeister Günter Germann wie auch fast alle Bärweilerer selbst nicht ruhen lassen. Seitdem habe man sich nicht allein im Dorfwettbewerb selbst, sondern auch an zahlreichen anderen Ausschreibungen mit zum Teil überwältigendem Erfolg beteiligt. Selbst Delegationen aus Polen, Lettland, Ungarn und Tschechien hätten Bärweiler mittlerweile besucht.

Auch wurde deutlich, dass Bärweiler den Akzentwechsel, von „Unser Dorf soll schöner werden“, wie es bis 1997 geheißen hatte, zu „Unser Dorf hat Zukunft“ ernst genommen hat. Damit hat es ein Dorf, das die Phase des „schöner werden“ intensiv genutzt hat, freilich leichter. Daran nämlich, so fand auch die Jury, sei kaum etwas auszusetzen. Einzig an einem Privatgebäude, so befand Thorsten Dürk, zuständig für die Kategorie Baugestaltung und -entwicklung, könne etwas geändert werden.

Private und öffentliche Gebäude bestens gepflegt

Ansonsten seien private wie öffentliche Gebäude in Bärweiler bestens gepflegt, stellte Dürk fest, erinnerte aber noch einmal daran, dass beim Kreis immer noch Mittel im Rahmen der Dorferneuerung zur Verfügung stünden. Allein, dass mit mehr als zwei Dutzend Bürgern ein gutes Zehntel den Dorfrundgang begleitete, fand ausgesprochene Hochachtung.

Sicher nicht von ungefähr hatte sich auch VG-Bürgermeister Rolf Kehl dem Rundgang angeschlossen. Wird doch Bärweilers Modellprojekt „Versorgung mit Waren und Dienstleistungen“ auch von der Verbandsgemeinde unterstützt und mit großem Interesse verfolgt. So war auch Kehl gespannt, wie die Kommission die Aktivitäten sieht, die in Bärweiler modellhaft erprobt werden.

Beispielhaft fand Hanni Vestner die generationsübergreifenden Projekte, mit denen Bärweiler im Rahmen der „Kinder- und jugendfreundlichen Dorferneuerung“ schon 2010 gepunktet hatte. Als Nächstes ist das Heft mit „Langensteinis Dorfgeschichten“ in Arbeit. Da haben Kinder und Jugendliche die „Alten“ befragt. Vieles über die Geschichte haben sie in Erfahrung gebracht und gleich auch eine Menge Worte gelernt, die man früher noch kannte.

Vereine, Landfrauen, schnelles Internet, Computerraum, acht Jahre Jugendtreff, Theatergruppe, oder Dorflehrpfad, Dorfmarkt, Dorfkalender, Verkehrsberuhigung, Zukunftswerkstatt und vieles mehr hatte Scherer vorzustellen. Und dann sind da auch noch die Feste, allen voran das „Backesgrumbeerenfest“ der Landfrauen. Wie viele Aktivitäten wurden nicht schon mit den bei diesen Festen erwirtschafteten Euros bestritten?


08. 05. 2012 | Modenschau hat sich im Rahmenprogramm des Bärweilerer Marktes etabliert

Modenschau hat sich im Rahmenprogramm des Bärweilerer Marktes etabliert

 
Allgemeine Zeitung
2012 05 08
Absolut überzeugend fanden die Marktbesucher die Auftritte ihrer Bärweilerer Models (von links): Edeltrud Blasius, Christine Hüttner, Annerose Schlarb, Christine Bromann, Isolde Hofmann, Werner Herzog und Harald Skär.
Foto: Wilhelm Meyer

08. 05. 2012 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Schon gar nicht mehr ohne ist der Bärweilerer Markt zu denken - ohne Modenschau natürlich. Dieser verdankt der Markt nicht zuletzt seinen beachtlichen Zulauf. Schon zum dritten Mal hatte das „Modemobil“ von Conny Irrgang aus Mainz auf der Bühne des Bürgerhauses in Bärweiler ihr ein kleines Modegeschäft aufgebaut. Beim zweiten Mal hatte man sich entschlossen, mit einer eigenen Modenschau das Angebot noch attraktiver zu präsentieren. Und das schlug sofort gewaltig ein. Undenkbar also, eine solche Attraktion beim diesjährigen Frühjahrsmarkt nicht wieder neu aufzulegen, zumal die Bärweilerer selbst die Mode präsentieren.

Kosmetik und edle Olivenöle

Wie toll „ihre“ Bärweiler Models das machen, davon ist Annelies Greulach begeistert. „Als ob sie nie etwas anderes gemacht hätten, als Kleider vorzuführen“, zollt die Rentnerin Respekt. Dabei sind es keineswegs nur die Frauen, die sich trauen. Auch die Herrenmode kommt am Nachmittag nicht zu kurz. Höchst beachtlich ist, was das kleine Bärweiler immer wieder auf die Beine stellt. Jeweils am ersten Samstag des Monats ist Markt. Doch während an „normalen“ Markttagen eher mit Metzger, Bäcker oder Winzer schlicht für die Grundbedürfnisse gesorgt wird, sorgt der Markt drei Mal im Jahr - Frühling, Sommer und Herbst - noch für einiges mehr. Nicht nur sind attraktive zusätzliche Stände zum Beispiel mit Kosmetik oder mit italienischen Olivenölen dabei, ebenso ist alles für einen zünftigen Kaffeeklatsch gedeckt. Und der wird zur Freude von Silke und Thomas Hartmann, die am Nachmittag die organisatorischen und praktischen Fäden ziehen, auch reichlich genutzt.

Insgesamt findet Annelies Greulach das Modellprojekt „Versorgung mit Waren und Dienstleistungen“ einfach klasse. Da sind neben den Märkten und Vorträgen vor allem die Computerkurse gefragt. Und nicht nur für die Jungen, wie Greulach begeistert bestätigt.

Auch die Händler sind zufrieden. Conny Irrgang besonders. Sie konnte über die Routine „ihrer“ Models nur staunen. Doch so schön der besondere Markt mit bestem Dorffestcharakter ist, auch der „Alltagsmarkt“ wird gut angenommen.

Auch der Odernheimer Armin Schick von der Gärtnerei Ackva schätzt den Markt - und die Bärweilerer schätzen sein Angebot. Nur beim ersten Termin, als noch alles gefroren war, wäre eine Teilnahme für den Gärtner zu früh gewesen. Jetzt will er selbstverständlich dabei bleiben.

Das gilt ebenso für den Honigstand. Hans-Jürgen und Liane Dallmann kommen mit ihren Honiggläsern und vielem anderen, wofür die Bienen sorgen. Sie kommen zwar aus Gutenberg, bringen den Honig aber eigentlich nach Bärweiler zurück. Denn ihre Bienenvölker stehen schon seit den Zeiten ihres Vorgängers in Bärweiler. Kein Wunder also, dass man ihren Honig in Bärweiler besonders schätzt.


 

08. 05. 2012 | Der Markt kommt zu seinen treuen Kunden

Der Markt kommt zu seinen treuen Kunden

Angebot Möglichkeiten zu Einkauf und Plausch
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2012 05 08
Wenn Monatsmarkt ist, kommen die Bärweilerer im Bürgerhaus zusammen. Der Arbeitskreis Grundversorgung des Dorfs lädt dazu ein.
Foto: Martin Köhler

08. 05. 2012 - BÄRWEILER
Von Martin Köhler

Der Bärweilerer Frühlingsdorfmarkt war erneut ein Erfolg.
Der Arbeitsgruppe Grundversorgung mit Silke Hartmann. Carola Bier, Christine Hüttner und Christine Bromann gelang es einmal mehr zehn Händler und Dienstleister verschiedener Branchen zu gewinnen. Auch das wurde beim Besuch der Kreisjury von "Unser Dorf hat Zukunft" gestern gelobt (Seite 17).
Damit sparte sich mancher Bärweilerer die Fahrt in Supermärkte Sobernheims oder Meisenheims.
Zum Markt gab’s ein Programm mit Kaffee und Kuchen und der Modenschau von Conny Irrgang. Die Idee hinter dem Projekt Grundversorgung sei die Stärkung der Dorfgemeinschaft, sagte Ratsmitglied Harald Skär. Vielleicht, so das Kalkül des Rates, könne man damit dem demografischen Wandel ein wenig entgegenwirken. Denn während in anderen kleinen Dörfern kaum noch Einzelhändler tätig sind, biete Bärweiler seinen Bürgern immerhin einmal im Monat einen solchen Markt. Und dass die 247 Bärweilerer einmal im Quartal im Bürgerbaus Platz nehmen und ein paar schöne Stunden miteinander verbringen, sei wichtiger Teil des Konzeptes - gerade auch mit Blick auf die 30 Prozent der Menschen, die älter als 65 sind.

Märkte mit Programm
Der Dorfmarkt in Bärweiler findet an jedem ersten Samstag im Monat bis einschließlich Oktober statt. Die nächsten Märkte mit einem größeren Rahmenprogramm finden am 4. August und am 6. Oktober sowie in der Adventszeit statt.

Obwohl Bärweiler so klein ist, sind die Beschicker der Dorfmärkte mit ihren Umsätzen zufrieden. "Man kann ja nirgends reich werden mit dem Verkauf von Honig" sagte Imkerfrau Liane Dahlmann, "aber man kann was für die Allgemeinheit tun. Jutta Wolf aus Odenbach ist gebürtige Bärweilerin und bot ihre Naturkosmetik an. "Es läuft recht gut", zeigte sie sich zufrieden. Froh ist Christine Ackva vom Monzinger Bauernlädchen, die sich gleich per Jahresvertrag an die Dorfmärkte gebunden hat.

"Schon am Oster Samstag habe ich hervorragend verkauft." Vor allem ihre Dosenwurst sei stark nachgefragt - kein Wunder, kommt sie doch direkt vom Erzeuger. Auf ihr beliebtes Nudel Angebot habe sie diesmal verzichtet, weil mit Familie Bachmann schon ein Anbieter angemeldet war.
16 Sorten Nudeln hatte Florian Bachmann (17) dabei. "Am besten gehen die Nahewein-Nudeln" freute er sich. Probieren geht über Studieren, dachte sich Christine Büttner vom Arbeitskreis Dorferneuerung und bot mehrere Kisten alter Bucher zum Verkauf an. "Beim Flohmarkt in Bad Kreuznach verkaufe ich sonst mehr", stellte sie jedoch schon bald fest.
Auch Heinrich Wahl, der Lauschieder Winzer und Schnapsbrenner, war mittendrin. So mancher Secco verkaufte sich schon deshalb, weil Bürger guter Laune auf den erfolgreichen Markt anstoßen wollten.

Silke Hartmann dankte allen Bürgern für ihren Besuch den Beschickern für ihre Treue und den Helfern hinter den Kulissen.

27. 04. 2012 | Bürgermeister führt aktuelle Mode vor

Bürgermeister führt aktuelle Mode vor

Allgemeine Zeitung

 

  27. 04. 2012- BÄRWEILER (wmy).

Jeweils am ersten Samstag des Monats ist Markt in Bärweiler, ein Teil des Modellprojekts „Versorgung mit Waren und Dienstleistungen“. Dreimal sind darüber hinaus zusätzliche Attraktionen geplant, je einmal im Frühjahr, Sommer und im Herbst.

Am 5. Mai geht der erste große Markt in diesem Jahr, der Frühlingsmarkt, über die Bühne. Da sind nicht nur alle Marktbeschicker dabei, dann gibt es auch Kaffee, Kuchen, Wasser und Wein. Und bestes Wetter, scherzt Ortsbürgermeister Hans Gehm, sei ebenfalls zugesagt.

Soziale und gesellige Grundversorgung

Vor allem aber dürfte die Modenschau wieder zur beliebten Attraktion werden. Wo, wenn nicht in Bärweiler, führt der Bürgermeister schließlich aktuelle Mode vor? Aber dieses Mal wird Gehm nicht allein sein, fünf weibliche und noch ein weiteres männliches Modell werden sich die Aufgabe teilen. So wird der Markt auch wieder Teil einer sozialen und geselligen Grundversorgung sein, um die es Bürgermeister Gehm ebenso geht wie um das leibliche Wohl der Bevölkerung des Dorfes.

Statt am Samstagabend alles sorgfältig wieder wegzuräumen, können Tische und Bänke gleich zur Präsentation am folgenden Montag, 7. Mai, stehen bleiben. Dann wird die Kreiskommission des Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ von 13.30 bis 15.15 wieder einmal in Bärweiler zu Gast sein. Mit weiteren sieben Teilnehmern stellt sich Bärweiler in diesem Jahr in der Sonderklasse dem Wettbewerb. Dabei gibt es durchaus etwas zu verlieren, denn noch 2009 hatte die Gemeinde den ersten Preis errungen und auch im Rahmen der „Kinder- und Jugendfreundlichen Dorferneuerung“ hatte Bärweiler noch 2010 gepunktet.

Gute Ideen hat der Ort immer

„Verstecken brauchen wir uns nicht“, meint der Bürgermeister. An Ideen und Engagement sieht Gehm seine Bärweilerer Bürger ohnehin in der ersten Reihe. Ob mit Dorfmarkt, Dorfinfopfad, eigener Theatergruppe, Engagement von Bürgern und Vereinen oder Generationsübergreifenden Projekten - „Bärweiler hat was“, meint Gehm durchaus selbstbewusst, „und das zeigen wir auch gern.“

26. 04. 2012 | Windkraft statt Steuern

Windkraft statt Steuern

GEMEINDERAT Bis 2013 soll Anteil am Entschuldungsfonds anders aufgebracht werden
Allgemeine Zeitung

26.04.2012 - BÄRWEILER

Die Beteiligung am kommunalen Entschuldungsfonds hatte Bärweiler schon entschieden. Den Eigenanteil will der Gemeinderat jedoch, wenn möglich, nicht durch eine weitere Erhöhung der Hebesätze der Grundsteuern A und B aufbringen. Das ergab die Diskussion im Rat.

Mit Lauschied, Jeckenbach, Hundsbach und Desloch teilt sich Bärweiler in eines der Vorranggebiete für Windkraft im Kreise Bad Kreuznach. Deswegen zeigte sich Ortsbürgermeister Hans Gehm zuversichtlich, den Eigenanteil zur Entschuldung durch mögliche Einnahmen aus der Ansiedlung von Windrädern aufbringen zu können. Es gelte, die Entwicklungen nach Inkrafttreten des Regionalplans und des Landesentwicklungsplanes (LEP) IV abzuwarten.

Fläche für die Anlagen ist im Wald vorhanden

Bärweiler will sich allerdings keineswegs um jeden Preis als Gemeinde um eine Ansiedlung bemühen. Gehm hofft jedoch, dass dem Haushalt genug zufließen könne, um die jeweils jährlich nötigen 3 200 Euro Eigenanteil am Entschuldungsfonds zu finanzieren. Zumindest will der Rat einer Erhöhung der Hebesätze für die Grundsteuern A und B, wie es für viele Gemeinden unumgänglich ist, nicht vorzeitig zustimmen. Rückgängig machen könne eine verschuldete Gemeinde eine einmal erhöhte Steuer dann nicht mehr, ist Gehm klar. Bis Ende 2013 bleibe Zeit, den Anteil anderweitig aufzubringen, dann müsse die Gemeinde ihre Entscheidung treffen. Im Grundsatz trage Bärweiler den Gedanken der Förderung der erneuerbaren Energien selbstverständlich mit, stellte Gehm fest. Befürchtungen aber, dass mit LEP IV einer chaotischen Entwicklung Tür und Tor geöffnet werden könne (AZ berichtete), habe der Bärweilerer Gemeinderat schon. Die notwendigen Hektar, um drei Anlagen in den Wald zu stellen, könnten schon zusammenkommen.

Mittlerweile ist auch in Bärweiler die Antwort der Planungsgemeinschaft Rheinhessen Nahe auf die Stellungnahme der Gemeinde vom März 2011 zum Teilplan Windenergienutzung eingetroffen. Klarheit habe sie nicht gebracht, bedauert Gehm. Die Bedenken seien zur Kenntnis genommen, heiße es lapidar. Für das konkrete Vorgehen vor Ort sei das jedoch nicht ergiebig, stellte Gehm fest. Schließlich hoffe man in Bärweiler noch auf eine gemeinsame Planung der fünf beteiligten Gemeinden. Die Einladung, sich an einem Tisch zusammenzusetzen, habe Bärweiler schon vor einiger Zeit ausgesprochen.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Haushaltsplan 2012 und die Haushaltssatzung in der vorliegenden Fassung. Höher als erwartet sind die Jahresfehlbeträge. Im Ergebnishaushalt sind es 50 800 Euro und im Finanzhaushalt 35 600 Euro. Vor allem wegen der Gewerbesteuerrückzahlungen muss die Gemeinde gegenüber dem Vorjahr mit einem Minus von 22 400 Euro an Steuereinnahmen auskommen. An Investitionen, berichtet Gehm, steht als größerer Posten einzig die energetische Erneuerung der mittlerweile 22 Jahre alten Heizung des Bürgerhauses an. Mit ihr werden zugleich auch gemeindeeigene Wohnungen und die Bärweilerer Feuerwehr versorgt. Bei 18 000 Euro liegt der Kostenvoranschlag. Mit 4 200 Euro aus dem Investitionsstock rechnet die Gemeinde.

 

16. 04. 2012 | Ohne Lampenfieber geht’s nicht

Ohne Lampenfieber geht’s nicht

 
Allgemeine Zeitung
2012 04 16 thumb
Bei „Muscheldiekuschel“ gibt es aber auch schon mal frivol angehauchte Szenen, als etwa Pensionsbesitzer Hans von angereister Weiblichkeit umgarnt wird.
Foto: Wolfgang Ziegler

16.04.2012 - BÄRWEILER
Von Wolfgang Ziegler

THEATER Bärweiler Laienspielgruppe hat zur Premiere gleich ein volles Haus
Mit „Muscheldiekuschel“, einem Schwank in drei Akten von Erich Koch, gab es in Bärweiler nun wieder ein tolles Theaterstück zu besuchen. Seit dem 10. Januar hatte die Theatergruppe für die Aufführung wieder geprobt - und der Erfolg blieb nicht aus.

Marion Fuhr, die die Organisation und Spielleitung bei dem Stück inne hat, freute sich erst einmal über die gute Resonanz, die schon die Premiere im Dorfgemeinschaftshaus hatte. Mit etwa 160 besetzten Stühlen war der Saal zur großen Freude der Laienspieltruppe so gut wie ausverkauft. Fuhr betonte aber auch, dass man vor jeder Aufführung immer noch Lampenfieber habe. „Ohne das geht es gar nicht“, sagte einer ihrer Kollegen lachend. Dies würde auch bei der nächsten Aufführung in zwei Jahren so sein. Aber was man dann für ein Stück spiele, darüber mache man sich jetzt noch keinen Kopf.

Begeistert war das Publikum dann nicht nur über die lustige und abwechslungsreiche Handlung des Schwanks. Auch das einfallsreiche und liebevoll gestaltete Bühnenbild fand größtes Lob bei den Bärweiler Theaterbesuchern. So wurde im Publikum öfter gelobt, was für eine schöne Dekoration die Laienschauspieler geschaffen hatten.

Die Kulissen, berichtete Fuhr, habe man bei jedem Stück aber meist selbst zusammengesucht und so komme es, dass auch schon mal private Möbel den Weg auf die Bühne finden. Wie das Bühnenbild aber im Endeffekt dann aussehen soll, darüber berät die Theatergruppe immer gemeinsam. Dies trifft auch auf die Verteilung der einzelnen Rollen zu.



Weiter betonte die Regisseurin, dass die Theatertruppe nur aus Laiendarstellern besteht, die aus Spaß an der Freude seit nunmehr 1992 immer wieder neue Stücke auf die Bühne im Dorfgemeinschaftshaus bringen und damit regelmäßig die Dorfbevölkerung erfreuen. Doch nicht nur die Leute aus Bärweiler kommen gerne zu den Aufführungen. Und auch diesmal gab es so viele Gäste aus den umliegenden Dörfern, wie Fuhr ebenso erfreut gegenüber dieser Zeitung anmerkte. Neue Stücke wähle man jedoch immer aus der Literatur der Theaterverlage aus, sagt sie auf Nachfrage noch. Ein Theaterstück, etwa aus einem Buch mit Genehmigung des Autors abzuwandeln oder gar dafür umschreiben zu lassen, würde zu viel Aufwand bedeuten, bedauert die Regisseurin.


Die nur schlecht und recht gehende Pension von Hans steht im Mittelpunkt des neuen Stückes. Gustav, sein Freund und Bürgermeister, bekommt aber eine rettende Idee. Hans soll je einen Teil seiner Pension in Betreutes Wohnen und den anderen in Séparées für intime Zweisamkeit umwandeln. Und so verspricht der Schwank sehr kurzweilig-heitere Stunden...

Die Aufführung von „Muscheldiekuschel“ wurde aber auch engagiert unterstützt von etlichen Freundinnen und Freunden der Theatergruppe aus dem Dorf, die so für die Bewirtung des Publikums bestens Sorge trugen.

Die nächsten Aufführungen von „Muscheldiekuschel“ sind am Freitag, 20. April, und Sonnabend, 21. April. Der Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Einlass ist um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Es werden keine Platzreservierungen vorgenommen.

Kartenvorverkauf bei Marion Fuhr, Bärweiler, Telefon 06751/2894 und beim Reisebüro Bromann, Bad Sobernheim, Telefon 06751/855039 oder an der Abendkasse.

AUF DER BÜHNE
Darsteller: Hans - Besitzer einer Pension (Thomas Franzmann), Gustav - sein Freund und Bürgermeister (Michael Bier), Erika - seine Frau (Liane Goldschmidt), Arnold Schwarzenbäcker - Geliebter von Erika (Daniel Gehm), Lea - seine Frau (Sarah Gehm), Nina - die Geliebte von Gustav (lIona Heib), Chantal - zuständig für die Séparées (Silke Hartmann), Aise - zuständig für Betreutes Wohnen (Carola Bier), Balduin Hinkel - Kandidat für Betreutes Wohnen (Hans Gehm), Monika - seine Frau (Diana Wahl), Pfeiffer - General a.D. (Marcus Fries) Sketch: Laura Bier und Natalie Fuhr Maske: Miriam Brühl Souffleuse: Elke Gehm Organisation: Marion Fuhr und Elke Gehm Technik: Thomas Hartmann und Günter Theobald

Die nächsten Aufführungen von „Muscheldiekuschel“ sind am Freitag, 20. April, und Sonnabend, 21. April. Der Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Kartenvorverkauf bei Marion Fuhr, Bärweiler, Telefon 0 67 51/28 94, und beim Reisebüro Bromann, Bad Sobernheim, Telefon 06751/855039 oder an der Abendkasse.
12. 04. 2012 | Modemobil kommt wieder

Modemobil kommt wieder

SAISONMARKT Die kleine Gemeinde Bärweiler hält an ihrem Konzept fest / Alle vier Wochen Angebote an acht Ständen
Allgemeine Zeitung
2012 04 12 thumb
Allseits zufriedene Gesichter auf dem Bärweiler Markt. Auf dem Foto von links: Corinna Dallmann, Friedrich Fries und Hans Gehm vor dem Honigstand mit Honig aus Bärweiler.
Foto: Mareike Keiper

12. 04. 2012 - BÄRWEILER
Von Mareike Keiper

Es war nun schon der zweite Saisonmarkt 2012 in Bärweiler. Sowohl die Händler wie auch die Kundschaft äußerten den Wunsch, den Markt regelmäßig stattfinden zu lassen, weiß Ortsbürgermeister Hans Gehm. Drei Veranstaltungen werden nun mit Programm angeboten. So soll zu drei Terminen in diesem Jahr das Modemobil kommen, das jeweils eine Frühjahrs-, Sommer und Herbstkollektion vorstellt. „Das Modemobil war im vergangenen Jahr bereits einmal da und wurde so gut aufgenommen, dass wir weitere Termine vereinbart haben“, erklärt Gehm.

Kaffee und Kuchen gibt es nicht jedes Mal

Auch wird es zwei Termine in Kooperation mit einer Bad Sobernheimer Apothekerin geben, die über Gesundheitsthemen aufklärt und sie genauer beleuchtet. Außerdem seien Termine mit Kaffee und Kuchen geplant, doch hier fehlen teilweise noch Helfer. „Es ist schwierig, an jedem Markt Kaffee und Kuchen anzubieten, da in Bärweiler des öfteren Feste sind und das insgesamt viel Zeit für die Helfer beanspruchen würde. Daher können wir das nicht jedes Mal anbieten“, bedauert der Ortsbürgermeister. Honig aus Bärweiler gehört jedenfalls schon mal zum Angebot.

Gibt es bald auch Produkte von SooNahe?

Insgesamt laufe die Aktion allerdings sehr gut an, freut Gehm. Laut einer Umfrage, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurde, gefällt der Markt den Besuchern sehr gut und sie wollen ihn auch weiter nutzen. Daher findet von März bis Oktober am ersten Samstag des Monats der Markt in Bärweiler statt. Es steht auch zur Debatte, mit SooNahe zusammen zu arbeiten und an einem Termin einen SooNahe-Stand aufzustellen.

Trotzdem gab es auch Rückschläge. Ein Termin im Juni lockte wegen Terminüberschneidungen kaum Besucher an, und der Gemüsehändler fällt von nun an wegen Gesundheitsproblemen weg. Eine Lücke, die gefüllt werden soll, so Gehm. Allerdings kommen zuverlässig sechs bis acht Händler auf den Markt, die Besucher anlocken und somit für ein reges Markttreiben sorgen.


 

15. 03. 2012 | Boulebahn ist auf gutem Weg

Boulebahn ist auf gutem Weg

TURNVEREIN Erich Köhler zum neuen Vorsitzenden in Bärweiler gewählt
Allgemeine Zeitung
2012 03 15
Erich Köhler ist neuer Vorsitzender des TV Bärweiler.
Foto: privat

15.03.2012 - BÄRWEILER

Sportlich bleibt das Frauenturnen Kern des Vereins: das war das Ergebnis der Jahresrückschau bei der Mitgliederversammlung des Turnverein 1921 Bärweiler.. Ursula Reimers, die seit 37 Jahren das Frauenturnen betreut, machte deutlich, dass sich daran sobald auch nichts ändern werde. Leider hat der vielversprechende Aufbruch der Jugend, wie er sich bei der letztjährigen Sitzung gezeigt hatte, doch nicht den langen Atem gehabt, den man den jungen Leuten gewünscht hätte, stellte die Vorsitzende Maria Bart els fest.

Vorbereitungen sind schon weit gediehen

Auf gutem Wege, so Bürgermeister Hans Gehm, sei dagegen die Einrichtung der Boulebahn. Schriftführer Werner Herzog habe ganze Arbeit geleistet. Das wird eine tolle Sache, freut sich Gehm. Vorbereitungen seien schon gediehen, der Einrichtung stehe nichts mehr im Wege. Bärweiler sieht also seiner ersten Boulesaison entgegen.

Der Vorstand ging leicht verändert aus der diesjährigen Wahl. An die Spitze tritt der bisherige Dritte Vorsitzende Erich Köhler und löst damit Maria Bartels im ersten Vorsitz ab. Den freigewordenen Platz nahm Edeltrut Blasius ein. Zweite Vorsitzende bleibt Irene Hahn, Schriftführer Werner Herzog und Kassenwart Alwine Kistner.

05. 03. 2012 | Bäcker und Metzger mit Startschwierigkeiten

Bäcker und Metzger mit Startschwierigkeiten

BÄRWEILER Erster Selbstversorger-Markt beginnt holprig
Allgemeine Zeitung
2012 03 05
Mit Einkaufskörben bewaffnet ging es zum ersten Dorfmarkt des Jahres in Bärweiler.
Foto: Wilhelm Meyer

05. 03. 2012 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Ein wichtiger Bestandteil des Bärweiler Modellprojekts „Versorgung mit Waren und Dienstleistungen“ ist der Dorfmarkt. Der findet an jedem ersten Samstag des Monats statt. Besondere Knüller werden Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmarkt sein. Dann wird die Gemeinde mit eigenem Helferkreis für Bewirtung und Programm in und vor der Dorfhalle sorgen. Alle bislang elf Marktbeschicker haben Ortsbürgermeister Hans Gehm für diese Termine schon zugesagt. Doch auch für die übrigen Märkte, die ohne begleitendes Programm auf dem Hof vor der Halle stattfinden, soll ein attraktives Angebot die Regel sein. Am Samstagnachmittag konnte gestartet werden.

An der Kundschaft hat es nicht gelegen, wenn dieser erste Markttag des Jahres in Bärweiler noch etwas schleppend verlief. Die kamen mit großen Einkaufskörben. Erst kam die Nachricht vom Bäcker, dass sein Verkaufswagen nicht flott zu kriegen sei, dann fehlte auch noch der Metzger. Genau zu dem hatte Karin Herzog gewollt. So blieb ihr Korb leer. Aber das habe sie schon geärgert, sagt Herzog noch. Wenn eine Zusage gemacht sei, könne man sie nicht einfach ohne Nachricht sausen lassen. So blieb es dieses Mal bei einem Plausch mit anderen Marktbesuchern.

Selbstgebrannte Liköre sind schnell ausverkauft
Ein wenig später schon wäre das nicht passiert. Da traf dann schließlich auch der Metzger ein. Unverrichteter Dinge mussten also keineswegs alle Kunden den Heimweg antreten. Neben Nudeln vom Hühnerhof und jeder Menge Köstlichkeiten vom Imker Dallmann war auch Heinrich Wahl, der Winzer aus dem benachbarten Lauschied, vor Ort. Nicht nur Weine hat Wahl im Angebot. Er brennt auch selbst, und seine Liköre waren nach einer guten Stunde schon ausverkauft.

Erfreut waren die Marktleute erst einmal vom Wetter. Für das erste Mal sei das schon ganz ordentlich. Vor zwei Wochen hätte damit noch niemand rechnen können. Der Entwicklung des Marktes sehen sie zuversichtlich entgegen. Für die drei großen Jahreszeitenmärkte denkt Wahl auch an eine Weinprobe vor Ort. Die meisten seiner Kunden kenne er ja, da sei der Markt eine gute Gelegenheit, den Kontakt zu pflegen. Auch wenn nicht jeder Kunde gleich mit langen Armen nach Hause gehe, ist Wahl überzeugt, der Aufwand werde sich lohnen.

Das hofft auch Ortsbeigeordneter Horst Scherer. Am Samstag war er nicht nur als Kunde da. In Vertretung für seinen derzeit erkrankten Bürgermeister schaute er auch gleich, wie es lief, ob die Beteiligten zufrieden seien. Die Stimmung, so stellte Scherer fest, war trotz des Ausfalls von Bäcker und Metzger bestens. Schief gehen könne freilich immer mal etwas. Das dürfe allerdings nicht zur Regel werden. Die Leute müssen sich schon auf die angekündigte Angebotsbreite verlassen können. Die Entscheidung, jeden ersten Samstag Markt zu machen, sei ja gerade, um eine Beständigkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Da müsse man dann am Wochenende zum Einkauf nicht nochmal raus fahren, kann das Auto stehen lassen und stattdessen gemütlich zum Markt schlendern.


 

22. 02. 2012 | Erfolgreiches Projekt wird fortgesetzt

Erfolgreiches Projekt wird fortgesetzt

GRUNDVERSORGUNG Bürgermeister Gehm lädt Innenminister Lewentz nach Bärweiler ein /
Positive Bilanz nach Auswertung der Fragebögen
Allgemeine Zeitung
2012 02 22
Gut angenommen wurden die Markttage in Bärweiler. Sie werden auch 2012 fortgesetzt.
Archivfoto: Mareike Keiper

22. 02. 2012 - BÄRWEILER
Von Björn Gutheil

„Auch in kleinen Gemeinden wie Bärweiler mit rund 270 Einwohnern ist es möglich, Dorfmarkttage sowie eine Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen zu organisieren und umzusetzen.“ Das schreibt Bärweilers Ortsbürgermeister Hans Gehm an den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz. Der Brief liegt der AZ vor.

Darin informiert Gehm den Innenminister über den Fortgang des Projektes „Grundversorgung Ortsgemeinde Bärweiler“, mit dem eine bedarfsgerechte Grundversorgung im ländlichen Raum sichergestellt werden soll.

Gehm erläutert, dass nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung des Projektes im September 2010 das Konzept im letzten Jahr mit fünf Dorfmarktterminen und zwei Vortragsabenden über Gesundheitsthemen erfolgreich durchgeführt und mit einer Fragebogenaktion im Oktober 2011 abgeschlossen worden sei. „Die Auswertung dieser Fragebögen, Besucherbögen und Beschickerbögen ergab eine durchweg positive Bilanz sowohl von Händlerseite als auch auf Besucherseite“, so Gehm. Es seien viele Anregungen und Ergänzungswünsche sowie der Wunsch nach einer Weiterführung und einer Ausweitung der Markttermine geäußert worden.

Die Arbeitsgruppe „Dorfmarkt Bärweiler“ sehe diesen Zuspruch als Auftrag, auch in diesem Jahr das Projekt unter dem Motto „Markt der Möglichkeiten“ weiterzuführen.

Hierzu seien die Ergebnisse aus der Auswertung der Fragebögen in die Planung der diesjährigen Märkte bereits eingearbeitet worden. „Es ist uns gelungen, insgesamt acht Dorfmarkttermine und zwei Vortragsabende zu planen“, schreibt Gehm.

Auch ließen die Rückmeldungen der Marktbeschicker erkennen, dass alle Termine mit den entsprechenden Angeboten durchgeführt werden könnten. „Erfolg versprechend“ sieht Bürgermeister Gehm die Tatsache, „dass von März bis Oktober jeweils am ersten Samstag im Monat eine echte Grundversorgung durch Bäcker, Metzger und Gemüsehändler angeboten werden kann“.

Der Bürgermeister lädt den Innenminister zu einem der drei Haupttermine des Marktes (siehe Infokasten) ein.


 

15. 02. 2012 | Land spart 50 Zentimeter Bitumen

Land spart 50 Zentimeter Bitumen

 
Allgemeine Zeitung
2012 02 15 thumb
Einige hundert Meter sind bereits auf fünf Meter ausgebaut, es soll nun laut LBM bei dieser Breite bleiben.
Foto: Manfred Petzholdt

15.02.2012 - BÄRWEILER
Von Gert Schatto

STRASSENBAU Dörfer wehren sich in Brief an Innenminister gegen Pläne des Landesbetriebs Mobilität
2005 baute der Landesbetrieb Mobilität (LBM) gut 700 Meter der damals desolaten Landesstraße zwischen Bärweiler und Meddersheim aus. Auf eine Breite von fünf Metern. Im März 2010 erläuterte der LBM den Ausbau der gesamten Strecke zwischen den beiden Dörfern - auf 5,50 Meter Breite. Im Oktober wurden Bärweiler, Meddersheim und Lauschied informiert: Ausbau auf 4,5 Kilometer für knapp vier Millionen Euro, Breite: 5,50 Meter.

Ein dreiviertel Jahr später kam die kalte Dusche für die Dörfer: Der LBM kündigte an, den Unterbau des bereits 2005 ausgebauten Streckenteils zwar für eine Breite von 5,50 Meter herzurichten, die Fahrbahn aber fünf Meter breit zu lassen. Um Geld zu sparen, weil das Land das Geld für den Seitenstreifen nicht ausgeben will. Der soll dann aus Schotter bestehen.

Die Dörfer nahmen das Nadelöhr nicht hin. Man schaltete Politiker wie die Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, ein - ohne Erfolg.

LBM Chef Norbert Olk schrieb Klöckner - „liebe Julia“ - , der Wunsch der Dörfer treffe in seinem Haus zwar „auf vollstes Verständnis, aber dennoch nicht auf Zustimmung“. In Zeiten leerer Kassen sei zu entscheiden, ob Straßen nur in der Länge oder auch in der Breite ausgebaut werden sollen, erklärt Olk der Christdemokratin. Olks Konzept: das Teilstück jetzt so herrichten, „dass eine spätere Verbreiterung bei notwendiger Erneuerung der Deckschicht ohne Abriss möglich ist“. Dass die Strecke als Nadelohr Unfälle geradezu provoziert, glaubt Olk nicht: „Das angesprochene Unfallpotenzial halte ich für vertretbar“, denn das Geld fehle dann an anderer Stelle, und das würde andernorts „für eine größere Verkehrsgefährdung sorgen. Außerdem hat sich die Strecke in der Vergangenheit als eher unauffällig gezeigt“, schreibt Olk an Klöckner.

SO EBBES  vom 14.02.12
Auf ein Neues  

Die Straßenbauämter haben kein Geld mehr in der Kasse, können deshalb selbst dort nicht mehr ausbauen, wo es bitter nötig wäre? Und die Landesregierung streicht die Straßenausbau-Etats zusammen? Kann nicht sein, zumindest nicht zwischen Meddersheim und Bärweiler. Vor knapp sieben Jahren war das Straßenstück von der Höhe Friedenseiche hinunter ins Tal an die Lohmühle erst frisch und teuer mit Steuergeldern ausgebaut worden. Nun geht alles noch mal von vorne los, und das Stück wird nochmal zur Baustelle, weil zur Norm links und rechts einige Zentimeter fehlen. Hört sich irgendwie an wie eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.


Die Dörfer reagierten. Im Namen auch seiner Kollegen aus Meddersheim und Lauschied schrieb Bärweilers Bürgermeister Hans Gehm Anfang Februar an Innenminister Roger Lewentz. Das Schreiben liegt der AZ in Kopie vor.

Für die Menschen, heißt es in Gehms Brief, sei es nicht nachvollziehbar, warum die seit Jahren geplante und im Landeshaushalt finanzierte Maßnahme plötzlich zusammengestrichen werden soll. Überhaupt nicht versteht man laut Gehm in den Dörfern, dass der Unterbau für 5,50 Meter, das Bitumen aber nun nur noch für fünf Meter gedacht ist. Gehm wüsste gerne, wie hoch die Summe ist, die das Land an gerade mal gut 700 Metern Bitumenstreifen sparen will. Und an den von Olk in Aussicht gestellten späteren Ausbau auf 5,50 Meter „glauben wir eher nicht“, schreibt Gehm dem Innenminister.

Der Bügermeister verweist in seinem Brief an Lewentz auf die Bedeutung der Strecke weit über Bärweiler, Lauschied, Hundsbach und Desloch hinaus auch als Trasse zwischen B 41 und B 420. Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels fordert Gehm einen durchgängig guten Ausbau.

Gehm rechnet Lewentz vor, dass das Land mit dem bisherigen Ausbau schon erheblich Geld gespart habe, weil die Baumaßnahme viel schneller vorankam als geplant. Für die Dörfer an der Strecke sei es deshalb „fraglich, ob eine zusätzliche Einsparung in diesem speziellen Fall Sinn macht“. Gehm bittet Lewentz abschließend, den Ausbau noch mal zu überprüfen und ihm das Ergebnis mitzuteilen.

Eine Antwort von Lewentz, sagte Gehm der AZ, habe er bisher noch nicht.

04. 02. 2012 | Im Dorf soll jeder im Internet surfen

Im Dorf soll jeder im Internet surfen

Computerkurs Konzept der Grundversorgung sieht Schulungen vor - Auch Senioren werden ausgebildet
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2012 02 04
Lernwillige Bärweilerer: Beim ersten Computerkurs im Rahmen des Dorfentwicklungs- und Grundversorgungskonzepts referierte Werner Herzog (stehend) auch über das Innenleben eines PCs und gab den Kursteilnehmern verschiedene Teile zur näheren Begutachtung in die Hand.
Foto: Martin Köhler

04. 02. 2012 - BÄRWEILER

Computerexperten lehren ehrenamtlich Computer anhänger: Auch im Dorf sollen die Vorzüge des Internets gut genutzt werden können. Deshalb hat in Bärweiler ein Computerkurs im Rahmen des Dorfentwicklungs- und Grund-versorgungskonzepts begonnen. Es kamen 14 Wissbegierige ins Bürgerhaus, wo zwei Lehrer ganz  grundsätzliche Informationen zum Thema „Was ist ein Computer?” vermittelten.


Ein Computer ist wie ein Auto: Jeder fährt’s, aber kaum einer weiß, wie der  Motor funktioniert.”
IT-Experte Werner Herzog mit einem der anschaulichen Beispiele aus dem Kurs


Dass die Damen und Herren allesamt mittleren oder fortgeschrittenen Alters sind, ist durchaus beabsichtigt. Der Kurs ist kostenlos. Die Lehrer bekommen nichts - außer der Ehre. Zunächst begrüßte Ortsbürgermeister Hans Gehm die Teilnehmer, ehe er das Wort an den IT-Experten Werner Herzog übergab. Der zeigte zunächst ein paar historische Fotos der Computerentwicklung über die vergangenen Jahrzehnte. Damals wie heute galt: „Ein Computer ist wie ein Auto. Jeder fährt’s, aber kaum einer weiß, wie der Motor funktioniert.

Damit die Kursteilnehmer wenigstens einmal das Innenleben eines auf geschraubten Computers gesehen haben und zusätzlich dessen wichtigste Bestandteile in der Hand hatten, legte Herzog die entsprechenden Teile auf den Tisch im Bürgerhäuschen aus. Für die Älteren der Runde war es kaum zu glauben, dass auf eine Brettchen große Festplatte 69 Millionen Seiten Text drauf passen sollen (bei 256 Gigabyte). Und wieder ergänzte der Referent: „Die meisten Computernutzer brauchen so viel Speicher niemals und kaufen ihn trotzdem. Auch praktische Tipps vermittelte er bereits in der ersten Stunde: Von Zeit zu Zeit solle man die Lüfteröffnungen des ausgeschalteten PC mit einem Staubsauger aussaugen. Das wirke manchmal Wunder in der Laufleistung.

Von den 14 Kursteilnehmern hatten immerhin 12 geringe Grundkenntnisse von PC und Internet. Fünf Bärweilerer arbeiten bereits mit Word oder Excel. Seniorin Annerose Schlarb (75) hat noch nie einen PC bedient, doch sie würde sich auch noch in Ihrem Alter einen zulegen, wenn sie denn nur wüsste, wie er funktioniert und wie sie ihn bedienen muss. Anneliese Greulach berichtete, dass sie den Computer zwar nicht bedienen kann, aber dafür das soziale Netzwerk Wer-kennt-wen im Internet bereits kennt.

Wenn am Ende des Kurses ein jeder mit dem Computer Briefe schreiben, speichern und drucken sowie das Internet nutzbringend bedienen könne, werde es bestimmt schon eine erfolgreiche Zeit für alle gewesen sein, fand Hans Gehm. Die IT-Experten Werner Herzog und Jörg Theobald sowie ihr jüngerer Heller Stefan Hill wollen alles dafür tun, um auf einfache Art und Weise ihr wissen zu vermitteln. Möglich macht dies auch der neu eingerichtete Computerraum in der Alten Schule. Ins gesamt sechs eigentlich ausrangierte Rechner, die der Gemeinde von Unternehmen zur Verfügung gestellt wurden, stehen hier für Unterrichtszwecke bereit.


 

04. 02. 2012 | Ein Computerkurs gehört in Bärweiler zum Angebot der Gemeinde

Ein Computerkurs gehört in Bärweiler zum Angebot der Gemeinde vor allem für die älteren Mitbürger

GRUNDVERSORGUNG Ein Computerkurs gehört in Bärweiler zum Angebot vor allem für die älteren Mitbürger
Allgemeine Zeitung
2012 02 04
Auch wie es im Inneren eines Computers ausschaut, konnten die Teilnehmer des Kurses von Werner Herzog, stehend neben Bürgermeister Hans Gehm (links), beim ersten PC-Schulungstermin in Bärweiler erfahren.
Foto: privat

04. 02. 2012 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Auch das gehört in den Rahmen des Projekts „Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen“ der Gemeinde Bärweiler: eine Computerschulung. So hieß es auf Bärweilers Homepage, „Einladung zur ersten Schulstunde“, denn in der alten Schule befindet sich der neu eingerichtete Computerraum der Gemeinde - ein weiteres Beispiel für Erfindungsgeist, Organisationstalent und selbstverständlich ehrenamtliches Engagement.

Für viele war es die erste Stunde mit einem PC

Für viele der 20 Teilnehmer, die sich angemeldet hatten, war das tatsächlich ihre erste Schulstunde im Umgang mit dem PC. Mit der Einladung über die Homepage hätte man die gar nicht erreichen können, erzählt Ortsbürgermeister Hans Gehm. „Die gucken da gar nicht rein“, bislang wenigstens.

Das aber soll anders werden, denn die Homepage gehört zum Projekt-Konzept der Gemeinde. Vor allem die Nutzung des „Schwarzen Brettes“ lässt noch zu wünschen übrig. Auch die Infos, mit denen die Teilnehmer später auf dem Laufenden gehalten werden sollen, werden die „Lehrer“ Jörg Theobald, Werner Herzog und Stefan Hill selbstverständlich über den PC versenden. Bürgermeister, Beigeordnete und Ratsmitglieder sind ebenfalls über die Ortsseite per Mail mit einem Klick zu erreichen.
Das „Kommunikationsmittel Internet“ sollten die Bärweilerer schon auch beherrschen, meint Gehm, und denkt besonders an die Älteren.

Geselligkeit nicht aus dem Dorf vertreiben

Freilich will Bärweilers Bürgermeister Kontakt und Geselligkeit nicht mit Computern aus dem Dorf vertreiben. Der PC soll eine zusätzliche Möglichkeit zur Kommunikation bieten, keinesfalls vorhandene ersetzen, ist Gehms Vorstellung. So ging es beim ersten Treffen auch gleich ganz gesellig zu. „Schultüten“ mit Getränken und Knabbereien zum Eigengebrauch und zur Weitergabe an die Nachbarteilnehmer waren ausdrücklich erlaubt.

Dann ging es erst einmal ums Grundlegende. Dazu wurde der Rechner aufgemacht, damit man auch weiß, wie es darin aussieht. Schließlich hieß die erste Frage: Was ist ein Computer? Gleich anschließend ging es darum: „Was kann er?“ „Wie funktioniert er?“ und schließlich „Was tue ich, wenn nicht?“ Auch dabei stehen die Bärweiler PC-Experten ihren „Schülern“ zur Seite. „Die kennen sich nämlich wirklich bestens aus, in Hardware und Software“, zeigt sich berechtigter Stolz in Gehms Stimme.

Ebenso ging es darum, zu sehen, wer schon über welche Vorkenntnisse verfügt. Denn die Schulungen werden in Zukunft in vier unterschiedlichen Gruppen ablaufen. Sechs Bildschirmplätze stehen im Schulhaus zur Verfügung. Einer für den Lehrer und fünf für die Schüler. So können vier Kurse auf dem jeweiligen Niveau der Teilnehmer angeboten werden.

Schon am 6. Februar geht es mit dem Anfängerkurs los. Da heißt es „Ran an den Rechner, an Maus und Tastatur“. Die Gruppen zwei und drei folgen am 9. und 10. Februar, immer jeweils um 19.30 Uhr. Die weiter Fortgeschrittenen werden ihren Termin noch vereinbaren. Probleme und Fragen aber können auch nebenher schon gestellt und diskutiert werden. Am Besten gleich über den Rechner.


 

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