30. 12. 2013 | Ortsgemeinde Bärweiler ist stolz auf Tassilo-Tröscher-Preis

Beispielhafte Initiative

AUSZEICHNUNG Ortsgemeinde Bärweiler ist stolz auf Tassilo-Tröscher-Preis
Allgemeine Zeitung

30. 12. 2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Bevor der Bärweiler Rat seine letzte Sitzung des Jahres mit einem gemütlichen Beisammensein beenden konnte, gab es eine insgesamt erfreuliche Rückschau. Im Zentrum standen die gelungenen Aktionen, mit denen Jugendraum, Bolz- und Spielplatz in diesem Jahr in Eigeninitiative auf Vordermann gebracht werden konnten. Großer Dank ging dabei wieder einmal an die RWE für die Unterstützung im Rahmen des Programms „Mitarbeiter vor Ort“. In bescheidenem Maße, so Bürgermeister Hans Gehm, schlage das Engagement der Bürger so auch finanziell zu Buche. So könnten immer wieder auch Projekte realisiert werden, die nicht allein durch Engagement geschultert werden könnten, sondern eben auch Kosten verursachten.

RISSE IM BACKES

  • Sorgen bereitet Bürgermeister Hans Gehm der historische Backes. Einer der beiden Öfen zeigt Sanierungsbedarf.
  • Risse in der Schamottdecke haben sich aufgetan. Man wird einen Kostenvoranschlag einholen lassen.
  • Der Ofen ist für das mittlerweile weit über Bärweiler hinaus beliebte Backesfest unverzichtbar. Die gefragte Menge an Grumbeere und Quetschekuchen, so Gehm, wäre mit einem intakten Ofen allein überhaupt nicht zu bewältigen.

Stolz ist Gehm auf die Auszeichnung der Gemeinde mit einem der nach Tassilo Tröscher benannten Preise, die von der Agrarsozialen Gesellschaft e.V. alle zwei Jahre für „beispielhafte wissenschaftliche, publizistische, organisatorische, administrative oder sonstige Initiativen“ vergeben werden. Initiativen, „mit denen die Lage der Menschen verbessert werden kann, die in unseren ländlichen Regionen leben und arbeiten“. Damit wurde das Projekt „Grundversorgung“ ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „Die Gemeinde beeindruckt durch ihre Initiative, ihre Bürger für die Dorferhaltung und Gestaltung zu mobilisieren und mit ehrenamtlicher Leistung Infrastruktur zu schaffen. Besonders überzeugte „Der mobile Markt“ als Modellprojekt der Grundversorgung.“

Auch die Verwendung des mit 500 Euro dotierten Preises ist klar. Er wird selbstverständlich im Rahmen des Projektes gebraucht. Dazu gehört nämlich in hohem Maße die im Computerraum der Gemeinde betriebene Schulung. Für die bislang auf zwei Jahre durch eine Spende getragenen Kosten für den DSL-Anschluss ist damit ein hervorragender Anschluss gefunden. So bleibt der Schulungsraum auch weiter zuverlässig ans Netz

27. 12. 2013 | Wanderer machten Station in Bärweiler und in der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg

Wanderer machten Station in Bärweiler und in der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg

 
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
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Auf dem Radweg in Richtung Monzingen waren diese Jungs aus Meddersheim unterwegs. Seit ihrem 16. Lebensjahr „bündeln“ sie gemeinsam. Foto: Bernd Hey

27. 12. 2013 - BÄRWEILER /Meddersheim

„Heit uff!" Schon in aller Herrgottsfrühe prangte am Freitagmorgen am Bündelchestag eine große Schultafel am Bärweilerer Feuerwehrhaus und lud die Pilgerschar mit Bollerwägelchen zum Verweilen.
Fördervereinsvorsitzender Jürgen Maurer, Wehrführer Rainer Matzke, Chefkoch Harald Skär und Michael Bier und Andreas Jache am Zapfhahn hatten um die Mittagszeit alle Hände voll zu tun. Und was vor Jahren noch reine „Männersache" war, hat sich auch in Bärweiler zum Positiven verändert; jedenfalls gaben Laura Bier und Yvonne Billard an den bereitgestellten Erbsensuppen- und Wursttöpfen ein gutes Bild ab.

„Bärweiler ist ein Muss, und wenn es regnet, bleiben wir einfach sitzen", sagte der Lauschieder Josef Hasemann, der mit einem Dutzend Männer querfeldein am Langenstein vorbei noch nach Kirschroth wollte. Von dort kamen Otfried Karch und Martin Fries, und von Hundsbach mit Bollerwägelchen eine Gruppe um Volker Reidenbach: „Heut' kann überhaupt nix mehr schiefgeh'n", meinten sie und waren gut gerüstet.

Es dürfte das 16. Bündelchesfest gewesen sein, das der 130 Mitglieder zählende Förderverein, etwa die Hälfte der Einwohner, seit 1998 ausgerichtet hat. Ein Jahr zuvor schlugen die Bärweilerer Feuerwehrmänner bei einem Ausflug in Hamburg auf St. Pauli und auf der Reeperbahn über die Stränge, und um die Kasse der Floriansjünger nicht über Gebühr zu belasten, wurde die Bewirtung am Tag nach Weihnachten erfunden. „Super Wanderwetter. Heute wird's voll", freute sich Michael Bier schon frühzeitig, viele Grüppchen und Cliquen hatten sich angemeldet.

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Gute Stimmung herrschte im Feuerwehrgerätehaus Bärweiler, wo köstlicher Eintopf von Chefkoch Harald Skär kredenzt wurde. Jahr für Jahr machen viele Wandergruppen in der 260-Einwohner-Gemeinde Station. Schon zum 16. Mal erwiesen sich die Bärweilerer als hervorragende Gastgeber. Foto: Bernd Hey


Wenn Schnee liegt, kommen ganz wenige, plauderte Bier über die Erfahrungen vergangener Jahre aus dem Nähkästchen. Dreimal (1993, 1994 und 1997) war die 260-Seelen-Gemeinde Sieger im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft". Außerdem kümmerten sich der Förderverein und die Feuerwehr um den Zusammenhalt und die Kameradschaft im Ort, und dies sei enorm wichtig, betonte der Aktive.
Eines steht fest: Der Verdauungsspaziergang an der frischen Luft weckte alle Sinne, und das Bärweilerer Feuerwehrhaus war eine gute und beliebte Einkehradresse. Es war ein Kommen und Gehen. „Wir werden deshalb so gerne frequentiert, weil wir auch überall hingehen und uns übers Jahr blicken lassen", erläuterten die Männer ihr Erfolgskonzept. Von alters her kennt man die kalte Jahreszeit nach Weihnachten als Raunächte und profan als die Zeit „zwischen den Jahren", die schon immer zum ausgiebigen Feiern genutzt wurde.

Dienstbote, Knechte und Mägde schnürten ihr Bündel und wechselten ihre Stellung, wanderten zu einem anderen Hof. Der „Bündelchestag" hat eine lange Tradition, nicht nur rund um Bad Sobernheim, sondern in der gesamten Region im Hunsrück, an Nahe, Glan und Lauter. „Wir sind alle Meddersheimer Jung." So sang gestern Mittag auch ein gutes Dutzend Jungs auf dem Radweg die ganze Naheweinstraße in Richtung Monzingen entlang.

Seit ihrem 16. Lebensjahr trifft sich dieselbe Gruppe Jugendlicher am Bündelchestag und absolviert ein strammes Tagesprogramm. Schon um 9 Uhr war bei Doris in der Winzerstube Treffpunkt, weiter ging es nach Merxheim in die „Pfalz" zum Mittagessen. Dann weiter nach Monzingen ins „Malibu" und ins „Alt-Monzingen" und am Abend in die Felkestadt. Und danach soll es vom „harten Kern" immer noch einige gegeben haben, die sich mit Sammeltaxi anstatt nach Hause zur After-Work-Party nach Winterbach fahren ließen. Ruhe über allen Wanderrouten: Bis zum Mittag hatte die Kirner Polizei noch keine einzige Einsatzbitte. Ein ruhiger Bündelchestag deutete sich an. Bei bestem Wetter – kühl, aber trocken – waren laut Polizei wohl weniger Wanderer unterwegs als erwartet.

Bernd Hey

18. 12. 2013 | "Langensteini" ist das Maskottchen Bärweilers

"Langensteini" ist das Maskottchen Bärweilers

 
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
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Mit etwas Fantasie ist ein steinernes Hühnchen zu erkennen.
Foto: A. Nitsch

18.12.2013 - BÄRWEILER

Imposant steht er da, der Langenstein. Auf 300 Millionen Jahre wird das Alter des Naturdenkmals in der Nähe von Bärweiler (Kreis Bad Kreuznach) geschätzt. Geschützt von einer kleinen Baumgruppe, ist die beeindruckende Gesteinsformation nur von Westen her zu sehen.
Von Andreas Nitsch

Im Ort Bärweiler gibt es zwar eine Straße, die Langensteinblick getauft wurde, aber da war bei der Namensgebung wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Längst aber ist der Langenstein das Wahrzeichen der kleinen Gemeinde geworden und vor einiger Zeit als "Langensteini" auch zum Maskottchen des Dorfinfopfades mutiert.

Der Brocken sieht - mit ein wenig Fantasie - irgendwie aus wie ein Hühnchen. Und deshalb geht die Legende um, dass dieses Hühnchen mittags um Punkt 12 Uhr einmal seinen Kopf dreht - aber nur, wenn niemand hinschaut. Einen der beiden Felssteine kann man sogar besteigen. Die Dorfjugend Bärweilers hat dort oben sogar schon einmal den 1. Mai gefeiert - was allerdings nicht ganz ungefährlich war, da es gut fünf Meter abwärts geht. Also: Bei jedem Kletterversuch ist Vorsicht geboten.

Was man auf den meisten Bildern, die den Langenstein zeigen, nicht sieht: Es gibt hinter dem "Hühnchen" noch einen weiteren Felsbrocken, unter dem man sogar durchgehen kann. Früher haben die Kinder aus der Umgebung dort Würstchen gegrillt. Auch von Liebespärchen und sonstigen Romantikern wird der Ort noch heute gern aufgesucht.

Weitere Informationen - insbesondere zu dem Dorfinfopfad in Bärweiler - gibt es unter www.baerweiler.de/Dorfinfopfad

Das Buch zu unserer Serie "303 magische Orte" gibt es unter www.rz-shop.de

16. 12. 2013 | Wenig Resonanz auf Fragebögen zum Markt

Wenig Resonanz auf Fragebögen zum Markt

Untertitel
 

16. 12. 2013 - BÄRWEILER (wmy).

Enttäuscht zeigten sich die Ratsmitglieder vom Rücklauf der Fragebögen zum Markt im Rahmen des Projekts Grundversorgung. Währen die Händler in 13 von 16 ausgefüllten Bögen ihre Zufriedenheit deutlich gemacht hätten, sind von den Bürgern gerade einmal elf von über 100 Bögen ausgefüllt zurückgekommen. Die Zielgruppe des Projekts, nämlich „60 Plus“, lautete Bürgermeister Hans Gehms Zwischenergebnis, habe man an den einfachen Markttagen nicht erreicht. Gestützt würden die Märkte vielmehr von engagierten Bürger im Bereich „40 Plus“.

Als Ergebnis wurde beschlossen, im nächsten Jahr das Engagement der Gemeinde bei den Märkten zurückzufahren. Frühlings- und Herbstmarkt bleiben wie gehabt mit Modenschau und Bewirtung. An den einfachen Markttagen will man es jedoch den Händlern überlassen, ob sie einen Stand betreiben wollen.

14. 12. 2013 | Der Wind bläst Geld in die Kassen

Der Wind bläst Geld in die Kassen

GEMEINDERAT Bärweiler kann sich über 40 000 Euro pro Jahr freuen
Allgemeine Zeitung
WEIHNACHT
Wie in jedem Jahr lädt Bärweiler alle Bürger, Bürgerinnen und Gäste ein, Heiligabend ab 10 Uhr dabei zu sein, wenn der Lauschieder Musik- und Unterhaltungsverein vorm Haus am Dorfplatz mit weihnachtlichen Melodien auf das Fest einstimmen wird.

14.12.2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

40 000 Euro pro Jahr werden zwei auf Bärweilers Gelände geplante Windräder der Gemeinde in die Kasse spülen, wenn die Kreisverwaltung dem Projekt zustimmt. Schall und Schattenwurf etwa sind zu prüfen. Die Ergebnisse dürften im Frühjahr vorliegen. Bei positivem Bescheid sollten die Räder gegen Ende des Jahres stehen. Dabei stellt die Gemeinde selbst keine Fläche zur Verfügung. Die Vereinbarung ist Ergebnis des „Sondernutzungs- und Gestattungsvertrags“, den Bärweiler mit dem Anbieter ENP abgeschlossen hat.

Das Pachtmodell, bestätigt Bürgermeister Hans Gehm, berücksichtige nicht nur die Interessen der Grundstückseigentümer. Auch die Leistungen und Beeinträchtigungen der Ortsgemeinde, also aller Bewohner Bärweilers, werden berücksichtigt. Vor allem, dass die Eigentümer des Geländes hinter dem Modell stehen, macht Gehm zufrieden: ein Ergebnis der offenen Diskussion in der Gemeinde, ist der Bürgermeister überzeugt.
Das Ziel, die notwendigen Mittel zur Beteiligung in Höhe von 3700 Euro am Entschuldungsfond des Landes ohne Erhöhung der Grundsteuern zu schultern, hat das Dorf damit mehr als erreicht. Den notwendigen Bebauungsplan anzupassen, werde ebenfalls ENP als Betreiber bezahlen. Im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde sind die Flächen mittlerweile ausgewiesen. Eine weitere Bürgerversammlung dazu werde Anfang nächsten Jahres ebenfalls noch stattfinden. Bislang, so Gehm, sei das offene Vorgehen auf große Akzeptanz gestoßen.

Erfreut zeigte sich der Rat auch über Bärweilers Forstergebnisse. Ein Minus von 600 Euro war die Prognose gewesen. Nun konnte dank eines stärkeren Verkaufs von Polderholz und einer günstigen Preisentwicklung gar ein Plus von 1100 Euro gemacht werden. Den Trend bestätigt auch der Forstwirtschaftsplan 2014, der einen ausgeglichenen Haushalt vorsieht.

Die Hottenbachbrücke bleibt ein Problem Bärweilers. Über kurz oder lang könnte sie, befüchtet Gehm, für Schwerverkehr unbefahrbar werden. Bislang hat man sie auf 12 Tonnen beschränkt. 18 500 Euro würde die Instandsetzung nach aktuellen Kostenvoranschlag kosten.

11. 10. 2013 | Brücke bekommt neues Geländer

Brücke bekommt neues Geländer

 
Allgemeine Zeitung

 

11.10. 2013 - BÄRWEILER

(bnu). Noch in diesem Jahr bekommt die Hottenbachbrücke – zunächst provisorisch – ein anderes Geländer. Das alte war durch einen umgestürzten Baum beschädigt worden.
„Wir haben da sogar noch ein passendes im Keller eingelagert“, berichtet Ortsbürgermeister Hans Gehm von der Gemeinderatssitzung. „Die endgültige Version wird dann im kommenden Jahr installiert.“

Noch in diesem Jahr sollen im Dorf Arbeitseinsätze stattfinden: So werden unter anderem die Gullis gereinigt und Restarbeiten am Spielplatz vorgenommen. Getestet und für gut befunden wurde der Versuch, die Fenster des Bürgerhauses von einer Fremdfirma putzen zu lassen. Dies wurde bislang von Gemeindemitgliedern ehrenamtlich erledigt. Den Haushalts-Etat belasten soll das in Zukunft nicht. Das Geld soll laut Gehm über Spenden und Einnahmen aus eigenen Veranstaltungen zusammenkommen.

Ab dem kommenden Jahr sollen außerdem die Straßenlampen sukzessive auf LED-Technik umgerüstet werden. „Für defekte alte Lampenköpfe gibt es eh’ keinen Ersatz mehr“, denkt Gehm ganz pragmatisch.Text

07. 10. 2013 | Hexenbesen zum ersten Mal dabei

Hexenbesen zum ersten Mal dabei

DORFMARKT Bärweiler Angebote locken auch bei miesem Wetter / Modenschau bleibt Höhepunkt des Programms
Allgemeine Zeitung
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Marie, Franziska, Sophie und Lisa (v.l.) schauen gespannt auf die Hexenbesen des Lauschieder „Besenbinners“ Fridolin Rupp.

07.10. 2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Den Härtetest mit wenig einladendem Wetter hat der Dorfmarkt in Bärweiler bestanden. Anbieter und Besucher trotzten den Unbilden der Witterung. Gut besetzt waren Vorplatz und Halle. Einzig Radler- oder Wandergruppen, die sonst gern den Dorfmarkt als willkommenen Zwischenhalt nutzen, waren dieses Mal ausgeblieben.

Ideal jedoch war das nasskalte Wetter als Einstimmung für die nun schon traditionelle Modenschau. In drei Runden stellten Annerose Schlarb, Irma Theobald und Edeltrud Blasius Herbst und Wintermode von Conny Irrgangs Mode-Mobil vor. Dabei auch und ein bisschen Hahn im Korb Bürgermeister Hans Gehm, locker lässig mit Sonnenbrille. Denn selbst für einen Skiurlaub hätte man sich ausrüsten können. Vor allem versprachen schöne kräftige Farben den nötigen Trost beim Blick aus dem Fenster. Großen Applaus gab es für alle vier. So kann es in Herbst und Winter gehen und nicht wenige nahmen die Gelegenheit wahr, sich modemäßig umzusehen.

Erstmals beim Markt dabei war Fridolin Rupp, der Lauschieder „Besenbinner“. Vor allem die Kinder hatten ihren Spaß an den Besen, wie man sie eigentlich nur noch aus Kinderbüchern mit Hexen kennt. Rupp hatte im Feuerwehrhaus ein trockenes Plätzchen gefunden. Neben ihm bot Winzer Heinrich Wahl aus Lauschied seinen Federweißen an, der das Herbstgefühl aufs Angenehmste komplett machte.

Diesmal kein Bus-Shuttle
Verzichten musste man auf den Bus-Shuttle, der beim letzten Mal so vielversprechend begonnen hatte. Die Seniorenheime in Meisenheim und Bad Sobernheim hatten absagen müssen. Da hätte sich ein Bus für die wenigen, die darüber hinaus den Transport gerne wahrgenommen hätten, nicht gelohnt. Festhalten will Bürgermeister Hans Gehm dennoch daran. Vor allem hofft er auf etwas mehr Zuspruch aus umliegenden Orten, wo ebenfalls das Angebot an grundlegenden Waren nicht immer selbstverständlich ist. Wie am Ende jeden Jahres ließen die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Grundversorgung“ ihre Gäste, die 16 Anbieter, die für einen attraktiven Herbstmarkt sorgten, sowie die Besucher einen Fragebogen ausfüllen. Wünsche, Kritik und Zustimmung sollen erfragt werden.

„Wir werden das dann erst einmal in Ruhe auswerten“, meinte Gehm. „Das sind wichtige Hinweise, wie man noch besser werden kann. Darauf wollen wir nicht verzichten.“

24. 09. 2013 | Vertrag mit Bauherren der Windräder in Bärweiler abgeschlossen

Vertrag mit Bauherren der Windräder in Bärweiler abgeschlossen

 
Allgemeine Zeitung

 

24.09.2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Zwei Windräder von je 200 Metern Höhe, in einer Entfernung von 1250 und 1500 Metern vom Dorf, werden bald ihre Propeller drehen. Mit dem entsprechenden Vertrag, den Bärweiler mit dem Bauherren ENP abgeschlossen hat, ist Bürgermeister Hans Gehm zufrieden. Das Ziel, mit dem Erlös das Geld für den Entschuldungsfond des Landes von 3200 Euro ohne Erhöhung der Grundsteuern zu schultern, werde erreicht.
Die Anträge für die Anlagen werden nun an die Kreisverwaltung gestellt. Die prüft Schall, Schattenwurf und technische Eckdaten für den geplanten Anlagentyp. Parallel wird Bärweiler den Bebauungsplan anpassen. Die Kosten dafür, so das Verhandlungsergebnis, wird ebenfalls ENP tragen. Bärweiler selbst hat kein Gelände, auf dem die Windmühlen gebaut werden dürfen. Kein Grund, fand der Ortsbürgermeister, leer auszugehen. War doch zum Beispiel auch die Zuwegung zu den Anlagen zu verhandeln. Alle profitieren.
Im Bärweiler Modell wird nun nicht allein die verpachtete Fläche des Standorts in die Rechnung mit einbezogen, sondern alle Eigner von potenziell nutzbaren Grundstücken innerhalb der Vorrangfläche werden von den Einnahmen profitieren, erklärt Gehm. So ist es den Bärweilerern gelungen, die Einnahmen aus der Windkraft auf möglichst viele Köpfe zu verteilen. Neben den Eignern, auf deren Grund die Anlage errichtet wird, sind die direkten Anrainer also ebenfalls zu entschädigen. Doch auch von den Landeigentümern, die vor der Festlegung auf die beiden Standorte infrage gekommen wären, will man in Bärweiler keinen ausschließen. So sind gestaffelte Entschädigungszahlungen vereinbart, bei denen alle Eigentümer von Grundstücken auf der Vorrangfläche berücksichtigt werden. Bislang, sagt Gehm, sei dieses Vorgehen auf große Akzeptanz der Bürger gestoßen.

Beim Herbstmarkt am 5. Oktober wird es, wie schon beim Bärweiler Frühlingsmarkt, einen Zubringerbus geben. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung bei Bürgermeister Gehm unter 0 67 51/65 49 nötig. So fährt der Bus Der Bus fährt um 13 Uhr los, ist um 13.10 Uhr in Meisenheim Ecke Fettig, 13.30 Bad Sobernheim/Fa. Heimer Ringstraße, 13.40 am Meddersheimer Gemeindesaal, 13.45 Uhr in Kirschroth am Brunnen, 13.55 Uhr an der Lauschieder Haltestelle und pünktlich zu Marktbeginn um 14 Uhr in Bärweiler.
Zurück geht es ab 17 in umgekehrter Reihenfolge. Nach Absprache soll es möglich sein, auch in den anderen an der Strecke liegenden Ortschaften Rehborn, Odernheim und Staudernheim einen Aufnahmepunkt zu vereinbaren, teilt Gehm mit.

Mit 17 Anbietern, verspricht Gehm, werde der Herbstmarkt attraktiver denn je. Er hat für den ausgefallenen Obst- und Gemüsehändler eine Nachfolge gefunden. Neben den bisherigen Anbietern werde ein Besenbinder vor Ort sein, man werde einen Gesundheitscheck durchführen können und beim Lauschieder Winzer wird es aller Voraussicht nach Federweißen geben. Darüber hinaus können sich alle wieder auf die Modenschau mit Bärweiler Modells freuen. Schön wäre es, wenn mehr Menschen auch aus anderen Dörfern hinzustoßen würden, denkt der Bürgermeister.

03. 09.2013 | Seifenblasen steigen in die Luft

Seifenblasen steigen in die Luft

BACKESGRUMBEEREFEST Während Erwachsene Leckereien genießen, hat Bärweilers Nachwuchs viel Spaß
Allgemeine Zeitung
2013 09 03
Mit Jürgen Bromanns tollen Spieleangeboten, hier mit den riesigen Seifenblasen, sind auch die Kinder beim Backesgrumbeerefest bestens versorgt.
Foto: Wilhelm Meyer


BÄRWEILER - (wmy) Wie gut, dass Bärweilers Backes in den 80ern vorm Abriss gerettet werden konnte. Sonst könnte es das Bärweiler Backesgrumbeerefest gar nicht geben.
Wenn am Sonntag um halb zwölf die ersten Grumbeeren auf den Tisch kommen, ist ein riesiger Teil der Arbeit schon gemacht. Die beginnt am Samstag früh. Zentnerweise werden die Grumbeeren geschält, die Zwetschen gewaschen, entkernt und zugeschnitten.
Knapp 60 Helfer sind es wohl, so rechnet Christine Bromann, eine der beiden Vorsitzenden der Landfrauen. Den „Grumbeereshuttle“ vom Backes zum Dorfgemeinschaftshaus haben die Jungen übernommen und mit Lena Bier und Ida Germann an der Markenausgabe ist auch die Kasse in junger Verantwortung. Das Grumebeereschälen geht auch den Älteren noch locker von der Hand. Doch auch in der Backstub zeigt sich der Nachwuchs interessiert.
Für die Öfen zuständig sind vier Männer: Michael Bier, Jürgen Bromann, Horst Blum und Werner Fuhr. Da gibt es zwar ein Thermometer, doch darauf wollen sich Bier und Fuhr nicht verlassen. Der Test mit der Hand ist zuverlässiger. Am sichersten jedoch, sagt Fuhr, ist die Prüfung mit den Ähren. Wenn die auf den Schieber gesteckten Grannen nur leicht kokeln, können die Grumbeeren rein. Dazu nimmt man am besten Gerste, weiß Christel Scherer.
Was nicht zuletzt den Flair des Festes ausmacht, bringt Bromann auf den Punkt. Alle haben lange überlegt, was wir noch machen könnten, erzählt sie. „Aber wir merkten, das Fest ist deshalb so schön, weil wir es einfach so gelassen haben.“ Da ist keine Band, die aufspielt, da sorgt keine Konserve für Beschallung, man sitzt, genießt die hervorragenden Grumbeere, den nicht weniger beliebten Quetschekuchen und unterhält sich bestens.
Für die Kinder hat Jürgen Bromann, unterstützt von Sohn Patrick, ein spannendes Spielangebot. Der Platz mit dem großen blauen Bauwagen hinter dem Bürgerhaus ist ideal.
Für alle Altersstufen
„Angebote statt Verbote“ könnte man Bromanns Rezept nennen; die Kinder sind mit Feuer und Flamme dabei. Denn in der Bromannschen Spielekiste steckt einiges. Ob Sommerski, Jonglierteller, ein Set für Seifenblasen jeder Größe, Fahrzeuge für alle Altersstufen und manch Kniffliges. Da können sich die Eltern beruhigt den Bärweiler Köstlichkeiten hingeben.
Selbstverständlich gab es auch wieder den handgemachten Bärweiler Kalender, den Irene Hahn und Irma Maurer verkauften. „Hundert Unikate“, wie Bürgermeister Hans Gehm erläuterte. Auch von den Tonanhängern zum 100-Jahresfest der alten Schule, die Astrid Köhler getöpfert hatte, waren noch einige zu haben. Und wer wollte, konnte seine Fähigkeiten im Bärweiler Platt unter Beweis stellen und sein Ergebnis auf der Bärweiler-Platt-Lein wie frische Wäsche aufhängen.


 

12. 08. 2013 | Totgesagte leben länger

Totgesagte leben länger

DORFENTWICKLUNG Das kleine Bärweiler kämpft mit Phantasie und Gemeinsinn für eine Zukunft des Dorfes
Allgemeine Zeitung
2013 08 12 thumb
„Wie haben Sie das gemacht?“ Ortschef Hans Gehm wird von einer polnischen Fernsehanstalt zur Dorferneuerung interviewt. 

12.08.2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Seit es 1986 vom Geographischen Institut der Universität Mainz als „sterbendes Dorf“ identifiziert wurde, hat Bärweiler eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass eine Gemeinde nicht schicksalsergeben warten muss, bis Prognosen tatsächlich eintreffen.
Fast scheint es, als habe der damalige Bürgermeister Günter Germann sich 1986 gefragt: „Was haben wir alles nicht?“, um gemeinsam mit seinen Mitbürgern die Ärmel aufzukrempeln: „Machen wir was draus!“
Eines muss Germann, genauso wie seinem Nachfolger Hans Gehm schon damals klar gewesen sein. Etwas schaffen geht nur gemeinsam. Zukunft kaufen, so Gehm, war in Bärweiler nie möglich.

Was im Dorf geschieht, verdankt sich dem unglaublich engagierten Einsatz zahlreicher Bürger. Die Herausforderungen des demografischen Wandels hat Bärweiler früh angenommen. Vor allem die Wettbewerbe „Unser Dorf soll schöner werden“ und später „Unser Dorf hat Zukunft“ haben die Menschen im Dorf immer wieder als Herausforderung angenommen. Delegationen aus Polen, Lettland, Ungarn und Tschechien kommen mittlerweile nach Bärweiler, wollen wissen, was hier passiert ist.

Vor allem Einigkeit ist die Waffe Bärweilers im Kampf um die Zukunft. Ein Paradebeispiel war Bürgermeister Gehms Einsatz um den Anschluss Bärweilers an die Datenautobahn, die die Telekom ohne Abzweig nur wenige Meter an Bärweiler vorbeiführen wollte. Mit zig Arbeitsstunden und einem finanziellen Eigenanteil ist das Dorf schon seit Ende 2008 dabei. Internet – eine Voraussetzung, ohne die Menschen wie der Grafiker Hans-Joachim Thrun Bärweiler wohl irgendwann hätte den Rücken kehren müssen. Auch ist Thruns vorbildlich gestaltetes Anwesen, wie auch das Atelier von Rinaldo Greco im alten Tanzsaal, immer wieder Anlaufpunkt von Jurys. Dazu Feuerwehrhaus, Jugend-Bauwagenprojekt, das „kleine Bürgerhaus“, der Dorfplatz und Dorf-Info-Pfad.

Allen voran der jetzt unter Denkmalschutz stehende historische Backes. Statt ihn abzureißen, wurde er zum Zentrum des weit über Bärweiler hinaus beliebten „Backesgrumbeerefest“ der Landfrauen. Weh tut es Gehm um eines der schönsten Gebäude des Ortes, das „Dornröschenschloss“. Zum Erhalt und Restaurierung des einst aus drei Gehöften zusammengewachsenen und seit 40 Jahren leer stehenden, mit einem wunderschönen Kreuzrippengewölbe versehenen Gebäudeskomplexes ist ein Investor leider noch nicht in Sicht.

Beispielhaft sind auch die generationsübergreifenden Projekte, mit denen Bärweiler etwa mit „Langensteinis Dorfgeschichten“ in der „Kinder- und jugendfreundlichen Dorferneuerung“ gepunktet hat. Vereine, Landfrauen, Computerkurse, zehn Jahre Jugendtreff, der Kaffeenachmittag der Alten, der Monatsstammtisch der Landfrauen, Theatergruppe, Dorfmarkt, Dorfkalender, Verkehrsberuhigung, Zukunftswerkstatt – alles weitere Punkte auf Bärweilers Zukunftslandkarte.
Das im dritten Jahr mit Land und der Verbandsgemeinde entwickelte Musterprojekt „Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen“ ist mit seinem Markt, seiner Vortragsreihe, seinen Computerschulungen, und dem neusten Angebot, dem Bärweiler Dorfmarktbus, ebenfalls Experimentierfeld für die Zukunft.
Vor allem aber ist es der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, der das Leben in Bärweiler so besonders macht. Auch darüber, dass mit dem Einzug der Windkraft ins Dorf die Gemeinschaft nicht in Gewinner und Habenichtse auseinander gerissen werden soll, haben Gehm, seine Ratskollegen und die Bürger sich den Kopf zerbrochen. Ein Konzept, das alle beteiligt, ist bereits erarbeitet.

08. 08. 2013 | Kinder und Eltern verpassen Kletterturm und Spielgeräten in Bärweiler einen neuen Anstrich

Kinder und Eltern verpassen Kletterturm und Spielgeräten in Bärweiler einen neuen Anstrich

 
Allgemeine Zeitung
2013 08 08 thumb
Die fleißigen Anstreicher um den Beigeordneten Horst Scherer (links) malten auch den Kletterturm frisch an.
Foto: Wolfgang Ziegler

08. 08. 2013 - BÄRWEILER
Von Wolfgang Ziegler

Fleißig malerten Kinder und deren Eltern auf dem Spielplatz in Bärweiler hinter dem Feuerwehrhaus und strichen dabei Kletterturm, Schaukel und den Bauwagen als Jugenddomizil frisch an.

Beigeordneter Horst Scherer, der aus dem Gemeindesaal Farbe und Pinsel herbeigeschafft hatte und selbst überall mit Hand anlegte, freute sich über die fleißigen Helfer. Bei dieser Bürgeraktion, zu der die Ortsgemeinde per Handzettel aufgerufen hatte, sollten aber besonders die Kinder eingebunden werden und auf dem Spielplatz die Pinsel schwingen. „Der Spielplatz ist doch auch ihr ureigenes Domizil“, sagte Scherer. Und so konnten die Kinder jetzt unter Anleitung erhalten und gestalten. „Weiter lernen und erfahren sie, wie viel Arbeit auch in der Pflege eines Spielplatzes steckt und werden somit dazu angehalten, mit dem Spielplatz und seinen Spielgeräten pfleglich umzugehen“, unterstrich der Beigeordnete.

Bei der vielen Arbeit kam aber auch der Spaß nicht zu kurz, und unter strahlendem Sonnenschein wurde beim Anstreichen mit aufgesetzten Sonnenhütchen aus Zeitungspapier viel gelacht und gescherzt. Dies ist für den Spielplatz nun schon die zweite Maleraktion. Die erste fand vor zwei Jahren statt, aber inzwischen wurde deutlich, dass wieder frische Farbe an den Spielgeräten und dem Bauwagen nötig ist. Zwischenzeitlich hatte man auch die Bedachung des Kletterturmes erneuert.

In der kommenden Woche soll die Aktion auf dem Spielplatz fortgesetzt werden. Vielleicht ist man dann auch schon so weit gekommen, um auch den zweiten Spielplatz im Ort am Mittelplatz in die Kur zu nehmen, denkt Scherer und wünscht sich dann wieder möglichst viele fleißige Helfer.

Kühle Getränke und das ganze Material für die Aktion wurde von der Gemeinde gestellt.

11. 06. 2013 | Tontaler zum Jubiläum

Tontaler zum Jubiläum

DORFFEST Bärweiler begeht 100. Geburtstag der Schule mit buntem Kulturprogramm
Allgemeine Zeitung
2013 06 11
Bügermeister Hans Gehm und Astrid Köhler bei den Kindern in dem zur Töpferwerkstatt umfunktionierten Feuerwehrhaus. Foto Wolfgang  Ziegler

11.06.2013 - BÄRWEILER
Von Wolfgang Ziegler

Unter dem Motto "100 Jahre Schulhaus Bärweiler" stand diesmal das Bärweiler Dorffest. Bei Sonnenschein am Nachmittag hatten sich viele Dorfbewohner im und um das Bürgerhaus eingefunden, um das Jubiläum gebührend zu feiern.

Ein buntes Programm war für die zahlreichen Gäste an beiden Tagen kreiert wurden. Wurde am Sonnabend noch dem Weizenbier vom Fass in gemütlicher Runde gefrönt, gab es sonntags den Familiengottesdienst und den Frühschoppen mit der beliebten Live-Band DiHeDi aus Monzingen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen erwartete im Bürgersaal ein abwechslungsreiches  Kulturprogramm die Gäste.

Bürgermeister Hans Gehm moderierte dabei heiter und ging auch auf die Geschichte der alten Volksschule ein, deren ehemaliger Klassenraum die Bühne des Saals ist und wo man diese einstige Funktion etwa mit alten Erdkundekarten und Schulbüchern liebevoll dekoriert hatte.

Vor diesem Hintergrund gab es dann auch tolle Bühnenshows mit dem Singkreis Bärweiler, der bekannte Volkslieder zu Gehör brachte. Die Bärweiler "Minis" ihre Tanzkünste, ein Sketch der Theatergruppe erfreute ebenfalls das Publikum, das sich dann auch an weiteren Tänzen,  unter anderem der Staudernheimer Gruppe "New Spirit" begeisterte.

In Erinnerung an das 100-jährige Jubiläum der alten Schule gab es auch dekorative Tontaler zu kaufen, die es auch später noch beim Bürgermeister gibt.

Nach dem Kulturprogramm konnten die Kinder im zur Töpferwerkstatt umfunktionierten Feuerwehrhaus sich unter Anleitung von Astrid Köhler in "Langensteinis Töpferwerkstatt" mit Tonarbeiten versuchen, während im Saal die Kaffee- und Kuchentafel gut besucht wurde.

Die alte Volkschule ist für Bärweiler bedeutsam, unterstrich der Bürgermeister gegenüber der AZ. Der Schulhausneubau wurde ab April 1912 in Angriff genommen, nachdem die alte Schule schon 1883 für 65 Schüler zu klein geworden war. Der Bauplan sah einen einklassigen Volksschulbau mit einer Lehrerwohnung vor. Zum 1. April 1913 war das Gebäude fertig. Die Abschlusskosten bezifferten sich auf 28971,37 Mark. Ab 1914 stand das Schulgebäude zur Verfügung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg vollzogen sich im Schulleben zahlreiche Änderungen von denen auch das Schulhaus betroffen war. Bis zum Schuljahr 1972/73 diente die Schule ihrer ursprünglichen Funktion. Seit dem wird sie aber kommunal genutzt. 1990 wurde an das Schulgebäude das neue Gemeindehaus angebaut. Das Richtfest für diesen 170 Quadratmeter großen Bau wurde im März 1990 gefeiert, gab Gehm einen Abriss aus der Historie der alten Volksschule.

Im Zusammenhang mit dem Dorffest hob der Bürgermeister auch den sehr aktiven Kindergottesdienst in Bärweiler hervor. Denn Kinder und Jugend sind ja unsere Zukunft", meinte Gehm. Nachdrücklich wendet er sich gegen Nachrichten, die in Sachen demografischer Wandel im ländlichen Raum immer nur die Landflucht jüngerer Menschen thematisierten.

27. 05. 2013 | Alle Arbeiten erfolgreich erledigt - Bärweiler Bürger an vielen Stellen aktiv

Alle Arbeiten erfolgreich erledigt

EINSATZ Bärweiler Bürger an vielen Stellen aktiv
Allgemeine Zeitung
2013 05 27 thumb
Vor allem der Bärweiler Nachwuchs glänzte beim großen Arbeitseinsatz.
Foto: privat

27. 05. 2013 - BÄRWEILER

(wmy). Pünktlich waren elf Jugendliche und 20 Erwachsene am Bärweiler Bürgerhaus erschienen – zu Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten an Spielplatz, Jugendraum und Bürgerhaus. „Was will man mehr?“, fragte Ortsbürgermeister Hans Gehm und geriet am Ende des Einsatzes ins Schwärmen: „Termin geplant, schönes Wetter für Samstag vorhanden, Helfer genügend anwesend, Getränke, Süßigkeiten und Pizza für die jungen Helfer bereit; Arbeiten erfolgreich erledigt!“

Innerhalb von vier Stunden hatten die Helfer fünf Kubikmeter Rindenmulch auf dem Spielplatz und an den Bürgerhäusern eingestreut, ein defektes Wippepferd ausgetauscht, Bänke, Tische, Holzgeländer und den Treppenaufgang am Jugendraum geschliffen und gestrichen. Auch die Pflanzbeete befreite die Arbeitsgruppe vom Unkraut, so dass diese nun ebenfalls in neuer Frische strahlen.

Gehms Ziel ist es, bis zum Dorffest am 9. Juni auch die restlichen Streicharbeiten am Jugendraum erledigt zu haben. Dann könne sich auch das alte Bärweiler Schulhaus zu seinem 100-jährigen Jubiläum fein herausgeputzt präsentieren, glaubt der Ortsbürgermeister.

06. 05. 2013 | Premiere des Marktbusses gelungen

Premiere des Marktbusses gelungen

Allgemeine Zeitung
2013 05 06

06. 05. 2013 - BÄRWEILER (wmy).

 "Experiment geglückt", konnten Bärweilers Bürgermeister Hans Gehm und sein Marktteam zur Jungfernfahrt des "Dorfmarktbusses Bärweiler" sagen. Kaum war die Idee geboren, das Busunternehmen Molter aus Abtweiler dafür gewonnen, sind die ersten Dorfmarktbusnutzer am Samstag schon am Bärweiler Frühlingsmarkt eingetroffen. Vor allem die Bewohner der Altenheime und der Seniorenresidenz in Meisenheim und Bärweiler nutzten gern die angebotene Abwechslung zu einer „Kaffeefahrt“.

Mit 19 Besuchern und vier Betreuern lief der Bus mit Gabi Molter, Chefin des Hauses am Steuer, pünktlich am Markt ein. Molter, die sich in solchen Unternehmungen auskennt, versicherte Gehm, welch ein guter Anfang das gewesen sei. Es müsse sich nun nur noch ein wenig herumsprechen.
Es gibt auf dem Markt ein attraktives Angebot. Frischfisch ist sogar hinzugekommen. Die Attraktion bleibt die Modenschau.

 


 

06. 05. 2013 | Kleines Dorf als Anziehungspunkt

Kleines Dorf als Anziehungspunkt

Markt Angebote konnten sich sehen lassen
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2013 05 06
"Saschas Fischgrotte" gehörte zu den eng umlagerten Buden beim beliebten Dorfmarkt im kleinen Bärweiler.
Foto: Martin Köhler

06. 05. 2013 - BÄRWEILER

Auftakt ins dritte Jahr mit dem vermutlich größten Markt im vermutlich kleinsten Dorf weit und breit: Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen der Grundversorgung mit Lebensmitteln, Pflanzen, Bekleidung und Dienstleistungen — und ganz nebenbei dem Plausch mit den Nachbarn, mit Freunden und Bekannten.
"Wenn man weiß, dass Marktsamstag ist, fährt man tags zuvor nicht extra noch nach Sobernheim zum Einkaufen", wissen Harald Skär und Hans Gehm vom Gemeinderat übereinstimmend. Ihnen machen es doch recht viele Einheimische inzwischen nach. Um den Publikumsverkehr noch weiter zu erhöhen, kam Ortsbürgermeister Gehm auf eine seiner "verrückten Ideen", wie er stets stolz zu sagen pflegt.
Erstmals fuhr ein eigens gecharterten Dorfmarktbus durch die umliegenden Orte. Vom Dr.-Carl-Kircher - Altenzentrum Meisenheim startend, chauffierte Busfahrerin Gaby Molter die Gäste über zahlreiche Dörfer zur Sobernheimer Seniorenresidenz, um dann über Meddersheim und Kirschroth fahrend, auf dem Berg in Bärweiler anzukommen. So verweilten gut 35 ältere Herrschaften zusätzlich in Bärweiler. "Der Busservice sollte eigentlich für Senioren sein, die nicht mehr mobil und auf andere Leute angewiesen sind", so Gehm.

Mit Umsatz zufrieden

Das Gros der 13 Händler und Dienstleister war zufrieden mit den Umsätzen. "Saschas Fischgrotte" (Bad-Sobernheim) und die Wild- und Wurstspezialitäten von Christoph Hahn aus Stein-Bockenheim waren zum ersten Mal dabei. Sascha Galle betonte: "Weil wir aus der Region sind, machen wir gern mit". Er habe den Bärweilerer Markt dem in Trier vorgezogen - "in Trier sind wir schon zweimal die Woche, das reicht dann auch."

Galles Backfisch und die Fischbrötchen fanden großen Absatz. "Fischbrötchen ist mal was anderes", sagte ein Bärweilerer und ließ es sich schmecken. Galle kaufte sogleich eine große Tüte Brötchen gegenüber beim Knusperbäcker aus Merxheim. Dessen Chefin Christiane Beyer berichtete: "Mit dem größeren Rahmenprogramm ist der Verkauf immer ganz gut."

Ein Versuch, in der Provinz neue Kundschaft zu finden, unternimmt Metzger Christoph Hahn. Über eine Empfehlung aus Bad Kreuznach kam der Kontakt nach Bärweiler zustande. Die Vision für die Zukunft: Mit dem Wurst-Mobil die kleinen Dörfer rund um Sobernheim und Meisenheim anfahren und nach jeweils einer Stunde weiterfahren.

Derweil blieb Bauer Christoph Orleb (Gau-Algesheim) auf seinen Karotten gänzlich sitzen doch den  frisch gestochenen Spargel riss ihm die Kundschaft aus den Händen. Dicker Spargel für 8.50 Euro, dünne Stängel für 4 Euro das Kilo. "Früher hieß es, dicker Spargel sei bitter. Das gilt aber nicht mehr", beriet Orteb die Kundschaft. War er 2012 dreimal in Bärweiler dabei, so sollen es dieses Jahr alle sechs Märkte werden, blickte er voraus.

Mit dem Reisebüro von Christine Bromann beteiligte sich auch eine Einheimische Präsent zu sein, das sei Ihr Hauptziel. Viele wüssten zudem noch nicht, dass ein modernes Reisebüro neben Reisen auch Eintrittskarten verkaufe. Apropos Karten: Über Beziehungen kam Bromann an 20 Freikarten für den ZDF-Fernsehgarten, die sie sogleich verteilte. Bedauerlich, dass es sich um den gestrigen Sonntagsgarten handelte.

Allgemeine Anerkennung

Der Bärweilerer Markt für die Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen erfährt allgemeine Anerkennung auch durch Funktions- und Amtsträger. Eigens aus Gau-Odernheim kam Natalie Franzen, die Dorfplanerin, mit der das einzigartige Modellkonzept dereinst erarbeitet wurde, zu Besuch. Die Einkaufstasche war voll mit Gemüse, Wurst und Fisch. Aus der Ferne verfolgte sie alle Projekte.

Die nächsten Märkte sind jeweils Samstags, 1. Juni, 6. Juli, 3. August, 7. September und 5. Oktober.

27. 04. 2013 | Windkraft bleibt Thema

Windkraft bleibt Thema

ENERGIE Zwei Anlagen sollen möglichst weit von Bärweiler entfernt stehen
Allgemeine Zeitung

27.04.2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Windkraft bleibt Thema in Bärweiler. Denn das Dorf hat zusammen mit Lauschied, Desloch und Jeckenbach eine als Vorranggebiet ausgewiesene Fläche, wenn auch nicht direkt dort, wo Rotoren stehen könnten. Kein Grund, ganz leer auszugehen, meint Bürgermeister Hans Gehm. Ist doch zum Beispiel auch über die Zuwegung über Feld- und Wirtschaftswege zu verhandeln – mit dem Anbieter ENP.

Das Bärweiler Modell sieht vor, dass nicht nur die verpachtete Fläche des Standorts Geld bringen soll, sondern alle Eigner von potenziell nutzbaren Grundstücken innerhalb der Vorrangfläche von den Einnahmen profitieren. Durch Abstandsauflagen sind bestimmte Flächen innerhalb der Vorrangflächen ohnehin ausgeschlossen. Von den Eigentümern der Flächen, die infrage kommen, will Bärweiler keinen ausschließen. Die die Last haben, sagt Gehm, sollen auch profitieren. Eine Eigentümerversammlung ist für den 7. Mai anberaumt.

Die Standorte sollen sich möglichst in einer Entfernung von mindestens 1500 Metern vom Dorf befinden. Das werde ganz jedoch nur für eine der Anlagen einzuhalten sein, weiß Gehm. Von zwei Rädern geht er derzeit aus. Die Verkürzung des Abstands auf 800 Meter wolle der Gemeinderat auf keinen Fall mitmachen, zumal die Anlagen mittlerweile entschieden höher geworden seien.

Verhindern, denkt Gehm, „werden wir eine Ansiedlung nicht können, da wollen wir doch zumindest weitestmöglich in die Planung mit einbezogen sein“. Dazu hat der Gemeinderat seine Veränderungssperre zunächst also um ein weiteres Jahr verlängert. In diesem Jahr rechnet der Bürgermeister kaum noch mit einer Installation der Anlagen. Die Genehmigungsverfahren laufen, die Erfahrung, die die ENP in diesem Bereich mitbringt, lässt Gehm annehmen, dass sich keine unüberwindbaren Hindernisse für die Planung auftun werden.

Im nichtöffentlichen Teil, berichtet Gehm, sei die Auftragsvergabe für Bebauungsplan und Umweltbericht für das Sondergebiet Windenergie festgelegt worden. Beschlossen werde jedoch erst, wenn in jeder Hinsicht grünes Licht vorläge.

Zum Ende des Jahres ist jedoch auch die Unterschrift für den Entschuldungsfonds des Landes fällig. Die Teilnahme, so Gehm, sei unumgänglich. 3200 Euro müssten dafür jährlich eingespart werden. Gehm ist zuversichtlich, dass es klappt.

27. 04. 2013 | ZEHN FRAGEN AN ...


ZEHN FRAGEN AN ...

Allgemeine Zeitung
2013 04 27
... HANS GEHM
Bärweilers Bürgermeister

27. 04. 2013 - BÄRWEILER

Im Dorf ist das Projekt "Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen" in seinem dritten Jahr. Das neuste Angebot ist der Bärweiler Dorfmarktbus - Bürgermeister Hans Gehm weiß mehr.

Für wen könnte so ein Besuch beim Bärweiler Dorfmarkt spannend sein?

Wir wollten zur Grundversorgung immer auch die Nachbardörfer einbeziehen. Der Besucherandrang hielt sich aber in Grenzen. In einer schlaflosen Nacht hatte ich dann den verrückten Einfall: Wir sammeln unsere Marktbesucher einfach mit einem Dorfmarktbus ein und bringen sie zum Markt!

Sie wenden sich besonders an die Altenheime?

Auch, denn gerade für diese Menschen Ist es eine zusätzliche Möglichkeit aus dem Heimalltag für ein paar Stunden zu entfliehen, ein Stück Lebensqualität, günstig in gemütlicher Umgebung Kaffee und Kuchen genießen und noch Waren von heimischen Anbietern einkaufen können. Und das Ganze noch mit einer Modenschau zum Nulltarif!

Da gibt es also jetzt extra einen Bus dafür?

Genau, wir haben die Firma Molterreisen aus Abtweiler gewonnen. Der Bus fährt um 13 Uhr in Abtweiler los. Die genauen Zeiten und Stationen stehen im Amtsblatt und auf unsrerer Homepage, es kostet vier Euro. Anmelden sollte man sich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, und zwar unter Telefon 06751/950551.

Das gilt dann für beide Richtungen?

Klar der Bus holt alle ab und bringt sie auch wieder nach Haus.

Also eigentlich eine richtige Kaffeefahrt?

Zum Teil, es gibt selbstverständlich Kaffee und Kuchen, auch ein Bier oder ein Glas Wein gibt es. Und ein tolles Programm haben wir auch zu bieten.

Mehr noch als den Markt?

Für den einen ist der Einkauf das Wichtigste, für den anderen der Spaß und die Unterhaltung. Der Markt soll ja auch zur sozialen und geselligen Grundversorgung beitragen Es geht nicht allein um das leibliche Wohl der Besucher. Ein richtiger Knüller ist zum Beispiel unsere Modeschau.

Natürlich mit Bürgermeister Gehm als Model?

Aber nicht allein. Wir haben auf diesem Feld im Ort eine Menge ausgezeichneter Talente!

Und einkaufen kann man zudem! Sind denn noch Anbieter hinzu gekommen?

Christoph Hahn, Metzger aus Wendelsheim, wird mit Wild- und Metzgerwaren kommen. Toll ist, dass es mit Sascha Galle aus Bad Sobernheim zum ersten Mal ein Angebot an Fisch auf unserem Markt geben wird. Unser Marktkonzept und die Tatsache, dass es in einer 262-Einwohnergemeinde solche Aktivitäten gibt. überzeugt viele zum Mitmachen und Unterstützen.

Und die anderen Stände kommen auch weiterhin?

Ja. und all diesen treuen Marktbeschickern gilt es an dieser Stelle auch mal ein Dankeschön zu sagen Ohne sie wäre das gar nicht möglich. Aber es zeigt uns auch, dass gemeinsam einiges zu bewegen und mit etwas Mut und Idealismus vieles möglich ist.

Das Angebot bleibt also attraktiv?

Auf jeden Fall! Wenn es auch mit Sicherheit keine klassische Grundversorgung ist - ein Plus an Lebensqualität ist es allemal!

Foto: Wilhelm Meyer

Das Interview führte Wilhelm Meyer

04. 04. 2013 | Bad Sobernheimer Dörfer zehren aus

Bad Sobernheimer Dörfer zehren aus

Bad Sobernheimer Dörfer zehren aus
Allgemeine Zeitung

 

04.04.2013 - BAD SOBERNHEIM

Die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim hat zwischen 2007 und 2012 immerhin 422 Bewohner verloren, geht aus der Statistik des Haushaltsplanes hervor. Mit diesen gut zwei Prozent Verlust steht die Verbandsgemeinde aber immer noch besser da als einige ihrer Gemeinden.

So müssen Auen (187 Einwohner, minus 29), Ippenschied (143, minus 23) oder Kirschroth (264, minus 36) Aderlässe verkraften, die über zehn Prozent liegen und die Gemeinschaft solch kleiner Gemeinden schon sehr treffen. 17 Dorfbewohner weniger bei jetzt 96 Bewohnern bedeuten etwa für Langenthal schon eine bedenkliche Bilanz. Bärweiler übrigens, vor Jahren mal von Studenten der Mainzer Uni so forsch wie falsch als Prototyp des sterbenden Dorfes bezeichnet, bleibt bei 255 Einwohnern und einem Minus von 22 innerhalb der vergangenen fünf Jahre prozentual noch im einstelligen Bereich. Das Dorf stemmt sich unter weitblickenden Bürgermeistern seit langem gegen den Trend, Dorfmarkt oder Computerschule für Senioren reden da eine deutliche Sprache.

Nur Merxheim wächst

Bärweiler Schwung würde sich wohl auch Lauschieds Bürgermeister Willi Marx wünschen, der zuletzt noch mal dringend den Wert von Neubaugebieten fürs Überleben seines Dorfes betont hatte. Bei einem Verlust von 44 Mitbewohnern im 560-Einwohner-Dorf gehört Lauschied aber derzeit sicher nicht zu den großen Verlierern der Bevölkerungsentwicklung der Verbandsgemeinde.

Treu sind sich auch die Martinsteiner. Trotz des enormen Problems mit der B 41, die das Dorf seit Jahrzehnten teilt und Entwicklungen der Gemeinde blockiert, weist die Bilanz des 309 starken Einwohner-Dörfchen ein Minus von gerade mal sieben in den vergangenen fünf Jahren aus – und legte 2012 gegenüber 2011 sogar noch zu.

Zufrieden scheint man auch in Daubach, das Dorf am Soonwaldrand mit seinen knapp 230 Menschen verzeichnet sogar einen Zuwachs: plus eins. Über diese Tendenz darf sich auch Egon Eckhardt freuen, sein Dorf Merxheim (1462 Bewohner) legte nicht nur um sechs Einwohner zu, sondern ist die einzige Gemeinde im Reigen der großen Dörfer mit einem Plus.

Meddersheims Bürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk muss dagegen mit einem Minus von 57 leben bei 1332 Menschen im Dorf, Odernheims Bilanz liest sich bei 1728 Menschen im Glandorf und einem Verlust von 58 ein wenig freundlicher. Staudernheims Bürgermeister Franz Seiß und sein Gemeinderat müssten sich da schon mehr Gedanken machen: Bei 1406 Einwohnern fiel die Kurve in fünf Jahren um 86. Ob das mit dem Kneipensterben im Dorf zusammenhängt?

Andere können über Abwärtstrends nur lachen: Rehbachs Bürgermeister Reinhold Kessel. Der hat bei 49 Einwohnern und einem Plus von 5 die höchste Zuwachsrate – prozentual.

Und staunen macht die Stadt Bad Sobernheim. Zwar wird Bürgermeister Michael Greiner wissen, wie er diese Zahlen zu werten hat. Aber dass eine knapp 6500 Einwohner starke Kleinstadt wie Bad Sobernheim um 40 zulegen konnte, kommt in diesen Zeiten, die unter dem demografischen Wandel ächzen, sicher nicht häufig vor.

 

19. 03. 2013 | Mit Fisch, aber ohne Fleisch?

Mit Fisch, aber ohne Fleisch?

MARKTSAISON Bärweiler sucht noch händeringend einen Metzger
Allgemeine Zeitung

 

19.03.2013 - BÄRWEILER

(wmy). Die letzten Vorbereitungen für die Marktsaison in Bärweiler laufen. Insgesamt ist Bürgermeister Hans Gehm zufrieden. Zum ersten Vorbereitungstreffen der Helfer kamen genügend Freiwillige und auch die Zusagen der Marktbeschicker sind zufriedenstellend.

Erstmals wird es auf dem Markt zu all den gewohnten Angeboten sogar frischen Fisch geben. Auch das Modemobil wird es an den erweiterten Markttagen wieder geben. Sorgen macht dem Marktteam nur der Metzger. Es ist nicht leicht, am Samstag Nachmittag jemanden zu finden, hat Gehm mittlerweile erfahren müssen. Da muss ein entsprechendes Gefährt da sein und ohne einen Verkäufer geht es eben auch nicht. Die meisten Metzger, so Gehm, sind mittlerweile im Partyservice aktiv. Wenn der Laden am Samstag schließt, geht es in die Vorbereitung der Auslieferungen. Da brauche es jede Arbeitskraft.

Zeit bis 4. Mai

Bis zum 4. Mai, wenn der Frühlingsmarkt von 14 bis 17 Uhr mit seinem beliebten Beiprogramm über die Bühne geht, hofft Gehm noch fündig zu werden. Auch mit einem SooNahestand, dessen Mitglied Bärweiler seit Herbst des vergangenen Jahres ist, hofft Gehm, noch einen der Termine zu bereichern. „Eine gute Werbung für uns und für SooNahe“, findet er.

Vorstand unverändert

Keine Veränderungen habe es bei den Turnern gegeben, berichtet Gehm von der Jahreshauptversammlung des Vereins. Die Wahlen hätten alle Vorstandsmitglieder an dem Platz belassen, den sie auch vorher schon innegehabt hätten. Erich Köhler bleibt Erster Vorsitzender, Irene Hahn Zweite Vorsitzende und Edeltrut Blasius dritte Vorsitzende. Schriftführer bleibt Werner Herzog, Kassenwartin Alwine Kistner und Dorfkassiererinnen sind Erna Skär und Krimhilde Franzmann.

Sportlich bleibt das Frauenturnen Kern des Vereinslebens. Seit 38 Jahren betreut Ursula Reimers die Gruppe und daran werde sich sobald auch nichts ändern. Im Wechsel mit den Landfrauen könnte man noch einen Kurs in Wirbelsäulengymnastik anbieten und auch die Boule-Bahn stünde bald zur Verfügung. Auch dafür könnte sich eine eigene Gruppe finden.

Der Dank Gehms ging wie jedes Jahr an alle Anwesenden für deren nicht ermüdende tatkräftige Unterstützung bei so vielen Gemeindeaufgaben.

28. 02. 2013 | Bürger schaffen ein kleines Polster

Bürger schaffen ein kleines Polster

 
Allgemeine Zeitung

28.02.2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

RAT Bärweilers Ortschef lobt das ehrenamtliche Engagement, das auch im Haushalt Spielräume eröffnet
Windkraft bleibt Thema auch in Bärweiler. Denn die Teilnahme am Entschuldungsfond des Landes, für die Bärweiler jährlich 3200 Euro aufzubringen haben wird, will man nicht über eine weitere Erhöhung der Grundsteuern realisieren. Mehr, als dass die Gemeinde mit Windkraftbetreibern in Verhandlungen stehe, mochte Ortsbürgermeister Hans Gehm aus dem nichtöffentlichen Teil aber nicht berichten. Auch ohne gemeindeeigenen Grund im Vorranggebiet hofft Bärweiler den Anteil am Entschuldungsfond über Einnahmen für Wegerechte aufbringen zu können. Große Überraschungen beim Haushaltsplan 2013, den Tatjana Herzog von der Verbandsgemeindeverwaltung vorstellte, waren nicht zu erwarten. Die Null ist die hervorstechende Zahl im Etat. Sie ziert die außerordentlichen Ein- und Auszahlungen, folglich auch deren Saldo. Null steht hinter den verzinsten wie zinslosen Krediten, Null hinter den Ermächtigungen.

Keineswegs Stillstand
Dass diese Null in Bärweiler jedoch keineswegs Stillstand heißt, kann man an einigen Ecken erfahren. Was an gemeinnütziger Tätigkeit immer wieder geleistet wird, spiegelt sich, wie Gehm zu bedauern nicht müde wird, im Haushalt allerdings nur dürftig. Doch dass der Haushaltsplan im Ergebnishaushalt nur mit einem Jahresfehlbetrag von 15 400 Euro rechnen kann, ist neben der Erhöhung des Gemeindeanteils an der Gewerbesteuer und den Schlüsselzuweisungen, so Gehm, auch Ergebnis der Sparsamkeit und des aktiven Einsatzes der Bürger.
In bescheidenem Maße, so Gehm, schlage das Engagement der Bürger aber auch finanziell zu Buche. Da waren im letzten Jahr sowohl der Klimaschutzpreis als auch die Honorierung des guten Abschneidens im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, die ein kleines Polster in Bärweiler geschaffen haben. Damit ließen sich auch immer wieder Projekte realisieren, die etwas kosten. Dankbar ist Gehm, dass Jugendraum, Bolz- und Spielplatz über das RWE-Programm „Mitarbeiter vor Ort“ bezuschusst werden. Bis zum Dorffest am 9. Juni sollen alle drei auf Vordermann gebracht sein.
Hinzu kommen Geldspenden, aber auch Zuwendungen materieller Art. Ein schönes Beispiel sei die Einrichtung der alten Schule. In diesem Jahr 100-jährig, wird sie zunehmend genutzt. Da sei einmal der Computerraum der Gemeinde mit seinen gut besuchten Kursen. Durch die Spende vom Straßenfest sei der Schulungsraum jetzt auf zwei Jahre ans Netz angeschlossen.
Doch auch das neu einzurichtende Gemeindearchiv nehme Form an, freut sich Gehm. Es müssten noch der Boden verlegt und angestrichen werden. Die Schränke und Tische seien eine Spende aus Ingelheim. Kosten: Benzin und Wagenmiete.

Fisch statt Fleisch
Neues gab es auch bei der Beratung und Planung der Dorfmärkte im Rahmen des Projektes „Grundversorgung“. Leider, so Gehm, sei nun endgültig klar, dass der bisherige Marktstand des Metzgers nicht weiter geführt werde. Man suche dringend nach einem neuen Standbetreiber für Fleisch und Wurst.
Erfreulich dagegen sei die schon ziemlich sichere Aussicht, den Markt in diesem Jahr mit einem Fischstand bereichern zu können, teilte der Ortschef mit.

31. 01. 2013 | Sorge der Bärweiler Wehr gilt dem Nachwuchs

Sorge der Bärweiler Wehr gilt dem Nachwuchs

FÖRDERVEREIN Die Anforderungen an junge Einsatzkräfte werden immer weiter erhöht / Gute Ausbildung steht im Mittelpunkt
Allgemeine Zeitung
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1. Vorsitzender Jürgen Maurer (3.v.li.) inmitten der neu Gewählten. Mit dabei Ortsbürgermeister Hans Gehm (1.v.re.). Foto: Wolfgang Ziegler

31.01.2013 - BÄRWEILER

(zie). Neuwahlen und Berichte standen im Fokus der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer der Feuerwehr Bärweiler. Anwesend waren in der Mitgliederversammlung auch Ortsbürgermeister Hans Gehm und der stellvertretende Wehrleiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim, Johannes Bock.

In seinem Jahresbericht schilderte der 1. Vorsitzende der Förderer, Jürgen Maurer, die Aktivitäten des vergangenen Jahres, etwa die Beteiligung an zahlreichen Festen im Ort und Ausflüge und Wanderungen der Mitglieder des Fördervereins, die man auch für die kommenden zwölf Monate wiederum plane. Er machte jedoch weiter deutlich, dass der Förderverein der Bärweilerer Freiwilligen Feuerwehr auch in diesem Jahr stets bereit ist, sich um die Erfüllung von Wünschen der aktiven Wehr zu kümmern, etwa deren Ausrüstung weiter zu vervollständigen. Nach wie vor wichtig sei aber auch der Nachwuchs, stellte der Vorsitzende heraus. Wie der noch besser gefördert werden könne, darüber müsse man sich künftig noch mehr Gedanken machen, meinte Maurer.

Auch Bock ergriff das Wort, wobei er die vorbildliche Arbeit der Bärweilerer Feuerwehr und ihres Fördervereins lobte. Hier sei ein guter Weg eingeschlagen worden, den man gemeinsam weiter fortsetzen wolle, wobei auch die Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden weiterhin im Mittelpunkt stünde.

Bürgermeister Gehm freute sich über das gute Funktionieren der Bärweilerer Feuerwehr und ihres Fördervereins, die sich auch in das Vereinsleben und damit in die Gemeinschaft des Dorfes stets hervorragend einbringen. Es sei aber schon wichtig, dass auch hier weiter junge Leute nachkämen, um alle diese Erfolge auch künftig zu sichern, machte Gehm klar. Den Bericht der Feuerwehr hielt Wehrführer Rainer Matzke. Darin beschrieb er unter anderem die Aktivitäten der aktiven Wehr, wobei der Fokus auf den jährlichen zwölf Übungen liege. Aber es gebe auch sonst immer etwas zu tun, etwa bei der Pflege und Wartung der Gerätschaften. Im Rückblick freute er sich zudem, dass die Wehrübungen immer gut besucht waren, was er sich auch für die Zukunft erhofft. Auch Matzke machte deutlich, dass es an Nachwuchs für die Feuerwehr allmählich mangele. Dies liege aber auch daran, dass die Anforderungen an künftige Feuerwehrleute, so auch die Aspekte zur Eignung für den Dienst in der Feuerwehr, immer weiter erhöht wurden, so der Wehrführer.

Nach dem Bericht des Kassierers und der Kassenprüfer zeigte sich die Versammlung mit der finanziellen Situation des Fördervereins zufrieden. Einstimmig wurden der Kassierer und der übrige Vorstand entlastet. Bei den Neuwahlen fungierte der Ortsbürgermeister als Wahlleiter.

Turnusmäßig neu gewählt wurde der 2. Vorsitzende, wobei Thomas Neig in Wiederwahl für diese Position bestimmt wurde. Ebenfalls wiedergewählt wurde der 1. Beisitzer Uwe Hofmann, Schriftführer Horst Scherer, die Ortskassierer Erna Skehr und Kriemhilde Franzmann. Laura Bier und Isabel Blum wurden zu Kassenprüfern gewählt. Alle Wahlergebnisse wurden rasch und einstimmig erreicht. Zum Ehrenmitglied wurde Manfred Hoffmann ernannt. Er war langjähriger Wehrführer und gehörte zum Vorstand bei Gründung des Fördervereins im Jahr 1992.

Der Beitrag von 6,50 Euro jährlich bleibt konstant. Der Förderverein der Feuerwehr Bärweiler hat derzeit 131 Mitglieder.

28. 01. 2013 | Bringen Wegerechte zu Windrädern Geld?

Bringen Wegerechte zu Windrädern Geld?

Gemeinde verhandelt / 2013 wieder viele Arbeitseinsätze für Bärweilers Bürger / Die alte Schule wird 100 Jahre
Allgemeine Zeitung

 

28.01.2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Windkraft bleibt auch in Bärweiler Thema. Aus dem nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung mochte Ortsbürgermeister Hans Gehm nur berichten, dass die Gemeinde in Verhandlungen stehe. Obwohl kein gemeindeeigener Grund im Bärweilerer Teil des Vorranggebietes liegt, hofft Gehm, über Einnahmen für Wegerechte nicht ganz leer auszugehen.
Man müsse, so ist errechnet, für die Teilnahme am Entschuldungsfonds jährlich 3200 Euro einbringen. Daran hofft der Rat nun so nahe wie möglich heranzukommen. Mit Einsparen sei bei dem schon seit Langem eng gezogenen Gürtel nichts mehr zu holen, und was durch Selbsthilfe und ehrenamtliches Engagement eingebracht werde, habe nun mal keinen Posten im Haushalt, bedauert Gehm.

Heckenschnitt und mehr
So gehörte die Planung der Arbeitseinsätze 2013 selbstverständlich als gewichtiger Tagesordnungspunkt in die Sitzung. Gleich am 16. Februar ab 9 Uhr geht es mit Heckenschneiden am Friedhof los. „Wir können selbstverständlich noch Helfer gebrauchen“, lässt Gehm wissen. Aber auch besondere Projekte stehen in diesem Jahr an. Jugendraum und Spielplatz sollen mit finanzieller Unterstützung des RWE-Programms „Mitarbeiter vor Ort“ auf Vordermann gebracht werden. Das soll bis zum Dorffest, das in diesem Jahr am 9. Juni steigt, geschafft sein.
Das alle zwei Jahre stattfindende Dorffest, das nach dem Gottesdienst vom Frühschoppen übers Mittagessen bis zum Kaffeetrinken alles Kulinarische des Tages abdeckt, wird auch ein kleines Kulturprogramm bieten. Die Staudernheimer „Schnoogetten“ hätten schon zugesagt, versichert Gehm. Schließlich ist eine der Sängerinnen waschecht aus Bärweiler und gar die Tochter des Bürgermeisters dazu.

Barriere beseitigen
Vor allem aber wird beim Dorffest ein Jubiläum gefeiert. Die alte Schule wird 100. Im Jahre 1913 wurde sie eingeweiht und wird auch heute noch eifrig genutzt. Da ist einmal der Computerraum der Gemeinde mit seinen gut besuchten Kursen, doch noch ein weiterer Raum soll hergerichtet werden: ein Gemeindearchiv. Was heute noch zum großen Teil beim Bürgermeister oder verstreut lagert, soll im eigenen Archivraum jederzeit zugänglich gemacht werden. Dafür will man sich jedoch Zeit lassen. „Bis zum Dorffest werden wir damit sicher nicht durch sein“, kalkuliert Gehm. Die Arbeitseinsätze könne man dennoch nicht früh genug planen.
Des Weiteren will man den Zugang zum Haus am Dorfplatz, an dem der beliebte Dienstagstreff der älteren Bärweiler Bürger stattfindet, mit einer Schräge stufenlos zugänglich machen. Für Kinderwagen sei man schon eingerichtet, für Rollatoren reichten die Schienen allerdings noch nicht. Auch das soll in diesem Jahr noch über die Bühne gehen. Bis dahin ist das Haus dennoch nicht unerreichbar. Von der Rückseite, der Vordergasse, geht es ohne Hindernis auch schon jetzt.

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