Theatergruppe Bärweiler sorgt mit „Argentinischen Nächten“ für einen unterhaltsamen Abend

 
Allgemeine Zeitung
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In der Schlüsselszene erfährt Sachbearbeiter David Fink alias Thomas Franzmann von seiner Sekretärin Silke Hartmann, dass ihn seine Tochter aus Argentinien besuchen wird. Foto: Mareike Keiper

23. 04. 2014 - BÄRWEILER
Mit der Premiere ihres neuesten Stücks entführte die örtliche Theatergruppe die Zuschauer am Osterwochenende in „Argentinische Nächte“ und sorgte so für einen unterhaltsamen Abend.

Die Geschichte der ein wenig verwirrenden Komödie dreht sich um den Angestellten einer Schraubenfabrik, der sich bei einem Betriebsausflug nach Argentinien als sein eigener Chef ausgibt, um einer Frau zu imponieren. Das funktioniert auch, sorgt allerdings nicht nur für eine angenehme Liaison, sondern auch für Nachwuchs, den der Angestellte, Herr Fink, finanziell unterstützt und über seine wahren familiären Verhältnisse täuscht. Etliche Jahre später verstirbt die Mutter des Sprösslings und das Mädchen macht sich auf die Suche nach seinem Vater. Nun liegt es an Herrn Fink, sein vorgegaukeltes Leben zu inszenieren und zu vertuschen, dass er in Wirklichkeit nicht der Chef ist.

Mit liebevollen Kulissen und auf Bärweiler Dialekt zeigten die Schauspieler, was in ihnen steckt. In wechselnden Szenen wurde die Geschichte aufgeteilt und nacheinander erzählt, sodass das Publikum kein Problem hatte, mitzukommen, trotz der Irrungen und Wirrungen, die sich im Laufe des Stücks ergaben. Spätestens beim Finale war allerdings klar, dass nicht alles so war, wie es schien. Vor dem eigentlichen Theaterstück brachte die Gruppe noch einen Sketch auf die Bühne, der auf das Programm einstimmen sollte, aber auch die Zuschauer auf Essens- und Getränkestand sowie auf das Handyverbot aufmerksam machte. Insgesamt war das Bürgerhaus fast vollkommen besetzt, dem Kartenverkauf nach erwartete das Ensemble 140 Gäste. Auch nächste Woche wird das Schauspiel noch zwei Mal aufgeführt, allerdings weiß Marion Fuhr jetzt schon, dass der Samstag mit etwa 200 Leuten komplett ausverkauft ist. Für die Freitagsaufführung sind allerdings noch Karten zu haben.
Dass die „Argentinischen Nächte“ aufgeführt werden, liege daran, dass dieses Stück der gesamten Gruppe ausnahmslos besonders gut gefallen habe, erzählt die Frau hinter der Gruppe, Marion Fuhr. Der Prozess der Stückauswahl werde vor allem an den Faktoren festgemacht, wie viele Leute mitspielen, wie viele Frauen und Männer benötigt werden – und was eben am Ende am besten passt. 22 Jahre tritt die Theatergruppe nun schon mit Bauernschwänken und Komödien auf, anfangs war das sogar jährlich. „Nach drei Jahren haben wir gemerkt, dass es uns zu viel wird, wenn wir jährlich auftreten, denn Theater hängt mit viel Arbeit zusammen. Seitdem haben wir unsere Auftritte einvernehmlich auf alle zwei Jahre reduziert“, berichtet Fuhr.

Innerhalb der Jahre habe sich eine richtige Stammmannschaft, alle aus dem Ort, gefunden, die jedes Mal dabei ist. Doch beim diesjährigen Auftritt trat auch Nachwuchs mit auf: Chiara Theobald und Alexander Hartmann schlossen sich der Theatergruppe an. Insgesamt gehören aber zwölf Leute fest zum Team. In diesem Jahr gab sich auch Bürgermeister Hans Gehm die Ehre und gehörte mit zum Ensemble.

Auch für die Versorgung war bestens gesorgt. „Finis Feinste“ wurden verkauft, eine Anspielung auf eine Stelle im Theaterstück. Es gab Baguettes mit verschiedenem Belag und etliche Getränke fürs Publikum.

 

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