08. 11. 2015 | Am 17. Januar: Wen wird Bärweiler wählen?

Am 17. Januar: Wen wird Bärweiler wählen?

Suche Kreisverwaltung setzt die Urwahl des neuen Ortsbürgermeisters auf Anfang 2016 fest - Noch kein Kandidat gefunden
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger

 

BÄRWEILERDen Schäfer zum Chef gemacht: Die Bärweilerer hatten einen neuen Ortsbürgermeister, Detlef Schulz. Beim Oktoberfest der Feuerwehr vor zwei Wochen hievten sie ihren Mitbürger, den gelernten Wanderschäfer, kurzerhand ins Amt. Für wenige Stundenund nur zur Gaudi. Manch witzige Versprechen soll er für seine Regentschaft gegeben haben, sagen die, die dabei waren und die ihren Spaß hatten.
Alles vorbei, denn: Die Realität sieht anders aus. Noch immer suchen die Bürger der knapp 245-Einwohner-Gemeinde einen Nachfolger für Ortsbürgermeister Thomas Franzmann, der Anfang Oktober nach elf monatiger Amtszeit seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen erklärt hatte. Ein offenes Geheimnis ist, dass er die Funktion vor allem der starken administrativen Belastung wegen aufgab. Die wenigen, die sich diese mit monatlich 414 Euro brutto dotierte Tätigkeit zugetraut hatten, dürfte das abgeschreckt haben. Außerdem: Die Jahre etlicher ehrenamtlicher und kräftezehrender Einsätze dürften ihre Spuren im Dorf, des schon als Zukunftsgemeinde gefeiert wurde, hinterlassen haben.
Folge: Jetzt führt erst einmal Beigeordneter Horst Scherer vorübergehend die Geschäfte, doch auf alle Zeiten darf er das nicht, wie VG-Büroleiter Rainer Link gestern auf Anfrage erklärte. Der Gemeinderat oder die Bürger müssten ihn per Wahl legitimieren. Ob mit oder ohne Kandidat: Mittlerweile hat die Kreisverwaltung 17. Januar einen Urwahltermin festgesetzt. Ein Interessent für dieses Amt muss das 23. Lebensjahr vollendet haben und drei Monate im Dorf wohnen. Dass sich noch einer findet, glaubt zurzeit niemand. Und so könnte alles auf einen externen Verwalter von VG oder Kreis hinauslaufen.

Die Dorfprojekte gehen unterdessen weiter. Im Frühjahr 2016 werden zwei Windräder (Vestas 126) auf Bärweilerer Gemarkung gestellt. Nabenhöhe 137 Meter, Gesamthöhe 200 Meter. Sie bringen dem Dort eine jährliche Pacht in Höhe von 20 000 Euro ein. mz

 


 

09. 10. 2015 | Gesucht: Allrounder mit Rückgrat

  Allgemeine Zeitung

Kommentar

Entlasten und nicht aufbrummen!

Wenn ein Ortsbürgermeister wie in Bärweiler zurücktritt und das nach gerade mal einem von fünf Amtsjahren, dann Ist was faul - am System! Viele der Gemeindespitzen landauf, landab, also nicht nur rund um Sobernheim, klagen über eine Lawine bürokratischer Zusatzarbeiten, ertrinken in einer bevormundenden Vorschriftenflut - um am Ende auch noch haften zu müssen, wenn etwas schiefgeht. Und das alles auf ehrenamtlicher Basis. Für ein Schmerzensgeld, das nicht im Mindesten den zeitlichen Aufwand deckt? Der Rücktritt Thomas Franzmanns in Bärweiler ist bedauerlich, aber er hilft, wenn wir ihn als Signa! an hauptamtliche Politiker und Verwaltungen auf allen Ebenen verstehen: Entlastet die Ortsbürgermeister endlich - und brummt ihnen nicht eure Arbeit auf.

Gesucht: Allrounder mit Rückgrat

Urwahl Bärweilerer Kandidatensuche könnte Diskussion über ehrenamtliche Spitzenämter auslösen

VG Bad Sobernheim. In Bärweiler setzen sie ihre Suche nach kurzer Pause fort, so wie einst in Weiler: Gesucht ist erneut ein Ortsbürgermeister, nachdem Thomas Franzmann (wir berichteten gestern) seinen Rücktritt aus "persönlichen Gründen" erklärt hat. Schon die Nachfolge Hans Gehms war 2014 nur schwer zu sichern, weil anfangs keiner wollte.

Wir halten fest: Der Ortsbürgermeister - früher eine Ehrenaufgabe, ist heute ein Job, um den sich keiner schlägt. Weil er unendlich viel Zeit kostet, ständiges Aktenstudium verlangt und reichlich Rückgrat erfordert, wenn's hart auf hart kommt - und auch sonst muss schmerzfrei sein, wer sich dieses Amt "antut". Denn ob Niederlage oder Sieg - dem Spitzenmann/der Spitzenfrau wird angelastet, wenn was in die Hose geht. Bei Erfolgen dagegen springen alle auf, gönnen dem Initiator selten seinen Triumph allein.
Sich ein solches Ehrenamt "antun"? So sieht es VG-Bürgermeister Rolf Kehl nicht. Nach wie vor sei es reizvoll, an die Spitze einer Gemeinde zu streben: "Gestalten, anschieben, Motor sein," Das sind für ihn die Argumente, ein solches Ehrenamt auch 2015 noch anzupeilen. Sicher, ein Ortsbürgermeister müsse heutzutage Allrounder sein, mit technischem und administrativem Wissen und vor allem kommunikativen Fähigkeiten, wenn es ums Überzeugen oder Repräsentieren gehe. "Es kommt auf den Amtsinhaber an", weiß Kehl um die individuelle Arbeitsweise und Amtsauslegung.
Daher biete seine Verwaltung - ",Wir sind die Schreibstube der Gemeinden" - immer volle Unterstützung. Kehl sagt: "Man muss sie nur konsequent nutzen."

mz


 

08. 10. 2015 | Rücktritt: Franzmann gibt Amt ab

Rücktritt: Franzmann gibt Amt ab

Urwahl Bärweiler sucht neuen Ortsbürgermeister
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger

• Bärweiler. Thomas Franzmann ist nicht länger Bärweilerer Ortsbürgermeister. In der Gemeinderatssitzung am Montagabend erläuterte er - nach elf Monaten im Amt - seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen, den er bereits vor Wochen angekündigt hatte. Damit führt Erster Beigeordneter Horst Scherer, unterstützt von Zweiten Beigeordneten Harald Skär, vorübergehend die Geschäfte des 245-Einwohner-Dorfs. Jetzt werden Ortsbürgermeister-Kandidaten gesucht; die Gemeindeordnung sieht Neuwahlen innerhalb von drei Monaten vor. Schon ist ein Termin für Ende 2015/Anfang 2016 ausgeguckt; die Kreisverwaltung setzt den Wahltag fest. Wenn sich niemand zur Wahl stellt, wird der Ortsbürgermeister vom, bis 2019 amtierenden, Gemeinderat gewählt - der/die Neue muss kein Ratsmitglied sein. Wenn dann noch immer kein Kandidat bereit ist, das Amt zu übernehmen. Ist es an der Kommunalaufsicht, einen Beauftragten für Bärweiler zu ernennen. Weiter Änderung im Bärweilerer Rat: Isolde Hofmann rückt für den am 15. Oktober ausscheidenden Ratsmann Ernst Billard nach. mz

 


 

 

03. 08. 2015 | Engagierte Vereine, fahrende Einzelhändler

Engagierte Vereine, fahrende Einzelhändler 

ORTSRUNDGANG „Bärweiler lebt“ – davon können sich Vertreter der Kreistagskoalition im ehemals „sterbenden Dorf“ überzeugen
Allgemeine Zeitung

BÄRWEILER - (red). Vor fast 30 Jahren bezeichneten der SWR und auch Studenten der Mainzer Uni Bärweiler als sterbendes Dorf. Dass Bärweiler lebt, davon konnte sich Vertreter der Kreistagskoalition bei einem Ortsrundgang überzeugen. Die Delegation um die Fraktionsvorsitzenden Bettina Dickes (CDU), Ludger Nuphaus (Bündnis90/Die Grünen) sowie Wolfgang Zimmer (FWG) informierte sich mit der für Demografie zuständigen Kreisbeigeordneten Gerlinde Huppert-Pilarski (Grüne) bei Bürgermeister Thomas Franzmann und seinen Beigeordneten über die Entwicklung des Dorfes. „Unser Dorf lebt von der Nachbarschaftspflege“, betonte der im vergangenen Jahr neu gewählte Ortsbürgermeister, der froh ist über „Altgediente“, die ihn unterstützen. Etwa 250 Einwohner hat Bärweiler, darunter 40 über 75 Jahren und 29 unter 20 Jahren, erfuhren die Kreistagspolitiker. Bärweiler wird älter, und es gibt mittlerweile viele Einpersonenhaushalte. Aktuell steht nur ein Haus leer, mehrere sind dagegen in den vergangenen Jahren als Wochenendhäuser gekauft und aufwendig renoviert worden. Das Interesse mag auch daran liegen, dass in den vergangenen Jahrzehnten viel getan wurde in dem kleinen Dorf. Bürgertreff, Regionalmärkte, ein neuer Bouleplatz, aktive Vereine wie Landfrauen Gymnastikgruppe – in Bärweiler lebt das Ehrenamt, viele packen mit an, konnte Franzmann vermitteln.
Huppert-Pilarski war begeistert vom „blauen Flitzer“, einem ausrangierten Bauwagen, der von den Jugendlichen des Dorfes in Eigenverantwortung als Jugendtreff betrieben wird. Auch die Versorgung mit dem Notwendigsten ist gesichert. So kommen regelmäßig fahrende Lebensmittelläden und auch die Sparkasse ins Dorf.
Doch die Gemeinde drücken auch Sorgen. So ist der Gemeindehaushalt seit vielen Jahren nicht ausgeglichen. Durch die neuen Windräder, so die Hoffnung, werden im kommenden Jahr keine neuen Schulden dazu kommen. Aber viel Spielraum bleibt trotz allem nicht. Da ist die Gemeinde froh über das Gewerbe im Dorf. Von den vielen Landwirten ist derzeit nur noch einer im Vollerwerb tätig und ein Nachfolger nicht zu sehen. Aber es gibt ein Werbebüro, ein Fuhrunternehmen und einen Schäfer im Nebenerwerb. Auch zwei Künstler bereichern das Dorfleben. Ohne das schnelle Internet, das die Gemeinde zum Teil in Eigenleistung installiert hat, wäre eine solche Entwicklung nicht möglich, ist sich Bürgermeister Franzmann sicher. Ein Ziel für ihn ist aktuell auch eine gute Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, denn viele Menschen besitzen kein eigenes Auto. Franzmann hofft hier auf Bürgerbusse, wie es sie schon in der benachbarten Verbandsgemeinde Meisenheim gibt. Hier kann er sich eine Kooperation gut vorstellen. Auf ein Zeichen für Zukunft wartet das ganze Dorf gespannt: Im Viergenerationenhaus soll in den nächsten Tagen das dann jüngste Bärweiler Kind geboren werden. Für die Besucher aus dem Kreistag ein gutes Zeichen: „Bärweiler lebt!“ - (red). Vor fast 30 Jahren bezeichneten der SWR und auch Studenten der Mainzer Uni Bärweiler als sterbendes Dorf. Dass Bärweiler lebt, davon konnte sich Vertreter der Kreistagskoalition bei einem Ortsrundgang überzeugen. Die Delegation um die Fraktionsvorsitzenden Bettina Dickes (CDU), Ludger Nuphaus (Bündnis90/Die Grünen) sowie Wolfgang Zimmer (FWG) informierte sich mit der für Demografie zuständigen Kreisbeigeordneten Gerlinde Huppert-Pilarski (Grüne) bei Bürgermeister Thomas Franzmann und seinen Beigeordneten über die Entwicklung des Dorfes. „Unser Dorf lebt von der Nachbarschaftspflege“, betonte der im vergangenen Jahr neu gewählte Ortsbürgermeister, der froh ist über „Altgediente“, die ihn unterstützen. Etwa 250 Einwohner hat Bärweiler, darunter 40 über 75 Jahren und 29 unter 20 Jahren, erfuhren die Kreistagspolitiker. Bärweiler wird älter, und es gibt mittlerweile viele Einpersonenhaushalte. Aktuell steht nur ein Haus leer, mehrere sind dagegen in den vergangenen Jahren als Wochenendhäuser gekauft und aufwendig renoviert worden. Das Interesse mag auch daran liegen, dass in den vergangenen Jahrzehnten viel getan wurde in dem kleinen Dorf. Bürgertreff, Regionalmärkte, ein neuer Bouleplatz, aktive Vereine wie Landfrauen Gymnastikgruppe – in Bärweiler lebt das Ehrenamt, viele packen mit an, konnte Franzmann vermitteln.
Huppert-Pilarski war begeistert vom „blauen Flitzer“, einem ausrangierten Bauwagen, der von den Jugendlichen des Dorfes in Eigenverantwortung als Jugendtreff betrieben wird. Auch die Versorgung mit dem Notwendigsten ist gesichert. So kommen regelmäßig fahrende Lebensmittelläden und auch die Sparkasse ins Dorf.
Doch die Gemeinde drücken auch Sorgen. So ist der Gemeindehaushalt seit vielen Jahren nicht ausgeglichen. Durch die neuen Windräder, so die Hoffnung, werden im kommenden Jahr keine neuen Schulden dazu kommen. Aber viel Spielraum bleibt trotz allem nicht. Da ist die Gemeinde froh über das Gewerbe im Dorf. Von den vielen Landwirten ist derzeit nur noch einer im Vollerwerb tätig und ein Nachfolger nicht zu sehen. Aber es gibt ein Werbebüro, ein Fuhrunternehmen und einen Schäfer im Nebenerwerb. Auch zwei Künstler bereichern das Dorfleben. Ohne das schnelle Internet, das die Gemeinde zum Teil in Eigenleistung installiert hat, wäre eine solche Entwicklung nicht möglich, ist sich Bürgermeister Franzmann sicher. Ein Ziel für ihn ist aktuell auch eine gute Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, denn viele Menschen besitzen kein eigenes Auto. Franzmann hofft hier auf Bürgerbusse, wie es sie schon in der benachbarten Verbandsgemeinde Meisenheim gibt. Hier kann er sich eine Kooperation gut vorstellen. Auf ein Zeichen für Zukunft wartet das ganze Dorf gespannt: Im Viergenerationenhaus soll in den nächsten Tagen das dann jüngste Bärweiler Kind geboren werden. Für die Besucher aus dem Kreistag ein gutes Zeichen: „Bärweiler lebt!“


 

16. 06. 2015 | Auch das ist Bärweilerer Dorffest: Große Gaudi beim Hüpfen im Sack

Auch das ist Bärweilerer Dorffest: Große Gaudi beim Hüpfen im Sack

Tradition: Alle Bürger machten mit - Programm von Jung und Alt
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2015 06 16

Kurz vor Rennbeginn beim Sackhüpfen: Junge Hüpfer zwängten sich in Kartoffel- und Getreidesäcke, die fast auf Taille geschnitten waren. So macht ein Dorffest Spaß.
Foto: Bernd Hey

16. 06. 2015- BÄRWEILER

Von alters her war am zweiten Juniwochenende Bärweiler Kerb. Seit die nicht mehr im Saalbau Schwedt abgehalten wurde, wird im zweijährigen Turnus ein Feuerwehrfest oder ein Dorffest gefeiert. Auf die Tradition verzichten wollten die erstmals 1363 urkundlich erwähnten BäweiIerer nicht. Am Sonntag feierten sie ein Dorffest wie aus dem Bilderbuch.

Gemeinschaft im Mittelpunkt
Auch auswärtige Gäste kamen und saßen im Schatten oder unter Sonnenschirmen im Freien. Der Ablauf erfolgte nach Ansage, locker und leger, ohne Stress und Hektik. "Wir gehen natlos vom Frühschoppen übers Mittagessen zum Kaffeetrinken über", konstatierte Harald Skär.  Ortsbürgermeister Thomas Franzmann begrüßte: "Wer kimmt is doo. Schön, dass ihr alle da seid. Das Programm ist von Jung und Alt für Alt und Jung gemacht." Es war Franzmanns erste große Feier. Er lobte die große Helferschar und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Vereine zogen an einem Strang. Sie wollten wie die Frauen an der Kuchentheke nicht namentlich genannt werden und stellten die Dorfgemeinschaft in den Mittelpunkt: "Halb Bärweiler stand in der Küche. Da konnte nichts anbrennen oder schiefgehen" sagten die Mädels der jüngeren Generation, Lena Bier und Ida Germann, die gemeinsam mit Annette Knop für das Kinderprogramm mit Dosenwerfen, Gummitwist und Sackhüpfen verantwotlich zeichneten.

Der Spiel- und Bolzplatz hinter dem blauen Bauwagen war ideal zum Fußballspielen. Auch hatten die Mädels ein Dorfquiz mit elf Fragen vorbereitet. Den Langenstein als Wahrzeichen kannten alle, auch dass im Vorgarten von Clara Schmell ein Brunnen steht: Nenne einen Nachbarn von "Wennelpierersch", oder wer wohnt im alten Pfarrhaus?
Antwort: Goldschmidts und Seniorin Hilde Matzke. Wie heißt der Sohn von "Schmitzphillips" (Manuel Billard), und wie viele Kinder wohnen im Haus der "Schwengemichels"? Zwei: die Zwillinge Erik und Nils Maurer. "Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut", begann Ortschef Thomas Franzmann die Siegerehrung, bei der sich Hendrik Blum, Erna Skär und Hilde Wendel über eine Büchse ".Hausmacher Woorscht" freuten.

Singkreis auf Sonntagsausflug

Am Samstag war ein Beisammensein,  am Sonntagmorgen sorgte das Trio DiHeDi aus Monzingen mit Stimmungsliedern für einen Auftakt nach Maß. Das Programm am Nachmittag eröffneten die 8. bis 13. jährigen Leonie Frey aus Lauschied und die drei Bärweiler Schülerinnen Sophie Wahl, Lisa-Muriel Köhler und Marie Bender mit einem Jazztanz. Ein halbes Dutzend tolle Choreografien legte das Staudernheimer Frauenquintett Larimar um Gundula Marx auf die Bühne, und auch die Mädels der Green-White-Girls des SV Lauschied präsentierten sehr ausdrucksstark ihren Zombietanz. Der war derart schaurig schön in tollem Outfit inszeniert, dass sich die Kleinsten vorsichtshalber vor der Bühne zurückzogen.

Zweimal trat der 1969 gegründete Singkreis Bärweiler unter der Leitung des früheren Gemeindepfarrers Gerhard Rabius auf und nahm die begeisterten Zuhörer mit auf einen Tagesausflug. Der ging so: "Am Sonntagmorgen geh ich aus" - dann ging musikalisch im Monat Juni die "Fahrt ins Heu" zu den treuen "Bergvagabunden" und wider "Hinunter ins Tal". Und bei aller "Sonne im Herzen" durfte ein "GIoria Halleluia" als Wunsch nach mehr Frieden und Gerechtigkeit in der Welt nicht fehlen. Die Zuhörer meinten: Das war Spitze.

Der Sketch "Eierkauf" den die Laienspiel-Urgesteine Silke Hartmann und Carola Bier boten, war Stoff fürs Zwerchfell. Die Zuhörer hielten sich den Bauch vor Lachen, weil beide es mit der Wahrheit beim Eierzählen nicht so ganz genau nahmen.

 


 

09. 01. 2015 | Bärweilerer Rat sehnt Bau zweier Windräder herbei

Bärweilerer Rat sehnt Bau zweier Windräder herbei

mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2015 01 09
Der Bärweilerer Rat mit (von links) Ernst Billard, Harald Skär, dem frisch gebackenen Ortsbürgermeister Thomas Franzmann, Thomas Neig, Jürgen Maurer, Michael Bier und Horst Scherer am Mittwochabend Foto: Bernd Hey

09. 01. 2015 - BÄRWEILER

Einnahmen: Mündliche Genehmigung liegt vor. Aufstellung der Rotoren könnte in den nächsten Tagen beginnen

BÄRWEILER - Alles im grünen Bereich: Der Gemeinderat stimmte dem 2015er Etat zu und wartet täglich auf die schriftliche Baugenehmigung der Kreisverwaltung für die beiden Windräder - womit eine sofortige Haushaltskonsolidierung möglich ist, wie es im Gemeinderat am Mittwoch Abend hieß.
Im Ergebnishaushalt 2015 stehen bei Einträgen von 329 400 Euro, Aufwendungen von 313 800; Jahresüberschuss: 15 600 Euro. Aufgrund geringerer Steuerkraft sind 6800 Euro weniger an VG-Umlage, aber immer noch 65 909 Euro zu zahlen.
Trotz Erhöhung um 0,6 auf 46,1 Prozent wird auch die KeisumIagezahlung mit 78 919 Euro um rund 700 Euro geringer ausfallen - gleichzeitig verringern sich die Schlüsselzuweisungen um 15 800 Euro. Für das beim Kreis anhängige Bebauungsplanverfahren Windenergie sind 30 000 Euro eingeplant, die durch die ausführende Osnabrücker Firma ENP Wind GmbH erstattet werden. Gleichzeitig stehen erneut 3200 Euro Ein0nahmen für die Landabgabe an der L 376 auf der Habenseite. Mit 4500 Euro sollen Wirtschaftswege unterhalten und Risse im Teer beseitigt werden. Um 5 Prozent steigende Löhne wurden in der Summe mit 800 Euro eingestellt.
Im Finanzhaushalt liegen die Einzahlungen bei 294 700 (Auszahlungen: 260 300 Euro) Plus unterm Strich: 34 400 Euro. Erwerb und Vermessung des Grundstücks im Sondergebiet Windenergie werden 2000 Euro kosten. Bärweiler
nimmt seit 2011 am Kommunalen Entschuldungsfonds (KEF) teil. 3700 Euro Eigenanteil jährlich sollen über die Windenergieeinnahmen finanziert werden - und weil die 2014 (noch) nicht flossen, werden für 2014 und 2015 7400 Euro fällig.
Das Eigenkapital stand Ende 2013 bei 383 589 Euro. Ende 2014 bei 407 888 Euro. "Das ist so positiv wie lange nicht mehr", meinten die Ratsmänner unisono zum Etat, stünden da nicht die Verbindlichkeiten: 67 824 Euro aus drei Darlehen sowie 268 623 Euro Kassenkredite, was rein rechnerisch zu einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1083 Euro der um vier Personen auf 244 gesunkenen Einwohner führt.

Die Steuersätze wurden 2014 angehoben und bleiben 2015 unangetastet: Grundsteuer A bei 300, Grundsteuer B und die Gewerbesteuer bei 365 Prozent. Der Gemeinderat hofft auf raschen Baubeginn der zwei Windräder, eine mündliche Zusage liegt bereits vor.
Zwar wird keines der beiden Räder "Auf Birk" und "Am Galgen" auf Bärweiler Gemeindegrund stehen, aber mit dem Betreiber wurde mit allen Beteiligten in einem "Pool" ein besonders auf die Bedürfnisse der Gemeinde und der Grundstückseigentümer angepasstes Pachtmodell erarbeitet. So bekommen in Bärweiler nicht wenige viel sondern viele etwas, darunter auch die Gemeinde. Mit je 20 000 Euro für jedes der Räder würde der Haushalt im Plus stehen. Erklärtes Ziel auch des neuen Rates: "Wir haben mit der Tilgung der Kassenkredite bereits begonnen", informierte Horst Scherer auf Nachfrage, mit mehr als 40 Jahren Dienstältester Bärweilerer Ratsmann.

Beim Wettbewerb "Unser Dor hat Zukunft" will der Rat warten und den neuen Ortsbürgermeister Thomas Franzmann nicht überfordern. Der steckt noch mitten in der Übergabe mit Hans Gehm: "Man könnte, man muss und man soll - wir müssen das ,man' erst einmal Personen zuordnen", sagte Franzmann, wieder sei viel in Eigenleistung zu schaffen.

Sein Vorgänger Hans Gehm wird sich mit Silke Hartmann um den Dorfmarkt kümmern und die Marktbeschicker einladen. Hecken und Reißer müssen eingesammelt und am Friedhof zwei Meter Palisaden gesetzt werden.

Bernd Hey

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