Fazit der Gebietsjuroren von "Unser Dorf hat Zukunft":
 Bärweiler hat viele Ziele längst erreicht

 
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
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Auch sie waren am Montagmorgen beim Juryrundgang durch ihr Bärweiler dabei: (von links) Christel Scherer, Edeltrud Blasius, Irma Theobald und Corinna Bender. Sie freuten sich über das mehrfache Lob der Kommission.
Foto:Stefan Munzlinger

19.06.2012 - BÄRWEILER

Medaillen, Urkunden, Platzierungen – bei den Besuchen der Gebietsjury von „Unser Dorf hat Zukunft“ (Sonderklasse) geht es auch darum. An erster Stelle aber, das betonen die reisenden Experten, liege ihnen am Rat für die Dörfer. Was ist in Ordnung, was kann man auch mit wenig Aufwand verbessern, was läuft gut, was läuft weniger gut? Als die Juroren sich am Montagmorgen zwischen 8.45 und 10.15 Uhr  Bärweiler ansehen, fällt ihnen wenig auf, was anders gemacht werden kann oder muss. Die Kriterien der Jury:
Dorfbild: „Sie haben ein sehr schönes Dorfbild“, sagte Jury-Chef Volker Spangenberger nach dem Dorfrundgang beim Abschlussgespräch im Bürgerhaus. Nicht spektakulär, aber sehr angenehm, sehr gepflegt. Ortsbürgermeister Hans Gehm und die rund 25 Bärweilerer, die auch diesmal dabei waren, hörten das gerne, freuten sich über des Fachmanns Einschätzung. Das haben sie so auch schon am 7. Mai von der Kreisjury erfahren. „Bei uns gibt es seit Jahren gutes Miteinander aller Generationen“, nennt Hans Gehm den Hauptgrund dafür.

Was Spangenberger rät: „Setzen Sie die Erweiterung des Neubaugebiets ,Ofenacker' nicht auf Ihre Agenda.“ Denn ein solches Gebiet bringe für das Dorf einige Nachteile mit sich. Vor allem die finanzielle Seite mit den Erschließungskosten gibt er zu bedenken. Bärweiler solle sich, wie in den vergangenen Jahren, lieber auf sein Innendorf und dessen Entwicklung konzentrieren, sonst werde zu viel Potenzial nach außen an den Rand getragen.

„Das Baugebiet ist für uns durchaus nicht das vorherrschende Thema“, sagt der Ortsbürgermeister. Eher blicke man auf die älteren und möglicherweise künftig leer stehenden Häuser im Dorf. Sie zu erhalten und sie neuen Nutzern schmackhaft zu machen, dahin gehe die Bemühung Bärweilers.

Bürgerengagement: Die Gemeinde habe es geschafft, das Ehrenamt in die Gemeinschaft zu tragen, es zu etalieren. Jung und alt zögen an einem Strang, etwa, indem Jüngere den Älteren den Umgang mit einem PC beibrächten. Bärweiler habe die Dorferneuerung wirtschaftlich und ideell genutzt, begeistern sich die Juroren: „Dazu gratulieren wir Ihnen.“

Grün/Bepflanzung: Das Dorf zeichne sich durch ein wunderschönes Ortsbild aus, hier gebe es ein echtes Bewusstsein für die Begrünung und, vor allem, eine Vorliebe für einheimische Pflanzen wie die Linde am Dorfplatz oder große Hecken beweisen. Die Begrünung zeige sich an vielen Stellen, "auch an einigen Ritzen hier und da".

Dorf in der Landschaft: Bärweiler liege traumhaft eingebettet in seine Natur. Das Dorf gehe pfleglich mit seiner Potenzialen um, das sehe man anhand des Blumen- und Artenreichtums in und außerhalb des Ortes. Gut, dass es noch Landwirte und Bauerngärten gebe. Vorschlag: Der Weg ums Dorf könnte mit einfachen Hinweisen ausgezeichnet werden, und: Vielleicht könne man ja einen kleinen Weinberg anlegen, um die Bärweilerer Historie auch bei diesem Thema zu erhalten.

Dorfentwicklung: Vom sterbenden Dorf zum lebendigen Fleckchen – Jury-Mitglied Frank Hastenteufel zitierte Ortsbürgermeister Hans Gehm und befindet: „Das ist Ihnen gelungen.“ Zukunft sei das Wohnen und Leben im Dorf. An Bärweilerer gefällt ihm das Bodenständige, das „Erdgeschossige“. Keine überfliegenden Pläne, keine tönenden Konzepte, sondern gelebtes Miteinander und ein Blick für die Lebensrealitäten. „Sie haben es schön hier“, lobte Hastenteufel und wünscht sich die Weiterentwicklung Bärweilers, sodass man auch im Jahre 2030 zu diesen Ergebnissen kommen könne.

Jury-Chef Spangenberger schloss sich dem Wunsch gerne an und appellierte an die Dorfgemeinschaft: „Halten Sie das Feuer der Begeisterung für Ihr Dorf am brennen.“ Sagt es und macht sich samt seiner vier Jurykollegen im Kleinbus auf den Weg nach Duchroth um Ortsbürgermeister Manfred Porr, der nächsten Station ihrer Unser-Dorf-hat-Zukunft-Bereisung 2012. (mz)

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