Der Markt kommt zu seinen treuen Kunden

Angebot Möglichkeiten zu Einkauf und Plausch
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2012 05 08
Wenn Monatsmarkt ist, kommen die Bärweilerer im Bürgerhaus zusammen. Der Arbeitskreis Grundversorgung des Dorfs lädt dazu ein.
Foto: Martin Köhler

08. 05. 2012 - BÄRWEILER
Von Martin Köhler

Der Bärweilerer Frühlingsdorfmarkt war erneut ein Erfolg.
Der Arbeitsgruppe Grundversorgung mit Silke Hartmann. Carola Bier, Christine Hüttner und Christine Bromann gelang es einmal mehr zehn Händler und Dienstleister verschiedener Branchen zu gewinnen. Auch das wurde beim Besuch der Kreisjury von "Unser Dorf hat Zukunft" gestern gelobt (Seite 17).
Damit sparte sich mancher Bärweilerer die Fahrt in Supermärkte Sobernheims oder Meisenheims.
Zum Markt gab’s ein Programm mit Kaffee und Kuchen und der Modenschau von Conny Irrgang. Die Idee hinter dem Projekt Grundversorgung sei die Stärkung der Dorfgemeinschaft, sagte Ratsmitglied Harald Skär. Vielleicht, so das Kalkül des Rates, könne man damit dem demografischen Wandel ein wenig entgegenwirken. Denn während in anderen kleinen Dörfern kaum noch Einzelhändler tätig sind, biete Bärweiler seinen Bürgern immerhin einmal im Monat einen solchen Markt. Und dass die 247 Bärweilerer einmal im Quartal im Bürgerbaus Platz nehmen und ein paar schöne Stunden miteinander verbringen, sei wichtiger Teil des Konzeptes - gerade auch mit Blick auf die 30 Prozent der Menschen, die älter als 65 sind.

Märkte mit Programm
Der Dorfmarkt in Bärweiler findet an jedem ersten Samstag im Monat bis einschließlich Oktober statt. Die nächsten Märkte mit einem größeren Rahmenprogramm finden am 4. August und am 6. Oktober sowie in der Adventszeit statt.

Obwohl Bärweiler so klein ist, sind die Beschicker der Dorfmärkte mit ihren Umsätzen zufrieden. "Man kann ja nirgends reich werden mit dem Verkauf von Honig" sagte Imkerfrau Liane Dahlmann, "aber man kann was für die Allgemeinheit tun. Jutta Wolf aus Odenbach ist gebürtige Bärweilerin und bot ihre Naturkosmetik an. "Es läuft recht gut", zeigte sie sich zufrieden. Froh ist Christine Ackva vom Monzinger Bauernlädchen, die sich gleich per Jahresvertrag an die Dorfmärkte gebunden hat.

"Schon am Oster Samstag habe ich hervorragend verkauft." Vor allem ihre Dosenwurst sei stark nachgefragt - kein Wunder, kommt sie doch direkt vom Erzeuger. Auf ihr beliebtes Nudel Angebot habe sie diesmal verzichtet, weil mit Familie Bachmann schon ein Anbieter angemeldet war.
16 Sorten Nudeln hatte Florian Bachmann (17) dabei. "Am besten gehen die Nahewein-Nudeln" freute er sich. Probieren geht über Studieren, dachte sich Christine Büttner vom Arbeitskreis Dorferneuerung und bot mehrere Kisten alter Bucher zum Verkauf an. "Beim Flohmarkt in Bad Kreuznach verkaufe ich sonst mehr", stellte sie jedoch schon bald fest.
Auch Heinrich Wahl, der Lauschieder Winzer und Schnapsbrenner, war mittendrin. So mancher Secco verkaufte sich schon deshalb, weil Bürger guter Laune auf den erfolgreichen Markt anstoßen wollten.

Silke Hartmann dankte allen Bürgern für ihren Besuch den Beschickern für ihre Treue und den Helfern hinter den Kulissen.

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