Jetzt fehlt noch Geld für den Druck

LANGENSTEINI Bärweiler Maskottchen erzählt alte Dorfgeschichten / Buch in Planung
Allgemeine Zeitung

 

26. 05. 2010 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

„Eingereicht werden können aber auch Aktionen, die mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden und dazu dienen, sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen, die Dorfgeschichte ken-nenzulernen oder Wissenswertes über das Dorf zu erfahren", heißt es in der Ausschreibung für den diesjährigen Wettbewerb „Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung" des Innenministeriums.
Da brauchte man in Bärweiler nicht lange zu überlegen. Das passt. Hat man sich doch bei der Entwicklung des Dorfinfopfades reichlich Gedanken gemacht, wie auch Kinder und Jugendliche eingebunden sein können. Mit dem „Langensteini" als Maskottchen hatte man die zündende Gestaltungsidee. Die Kinder fragen die Alten des Dorfes, Oma, Opa, Verwandte und Bekannte nach den alten Geschichten des Dorfes. Bald schon war mehr Stoff zusammen als Platz auf den Tafeln. Was liegt näher, als Platz zu schaffen.

Die Idee für „Langensteinis Dorfgeschichten" war geboren. In einem kleinen Buch soll Langensteini kindgerecht Geschichten und Anek-doten des alten Bärweiler erzählen. Als die Landwirtschaft noch die meisten Bewohner des Ortes ernährte, die alten Handwerksberufe im Dorf aktiv waren, Schmied, Zimmermann, aber auch vom alten Backes und allem, was das Leben im Dorf ausmachte.
Einen dicken Ordner habe man, so Ortsbürgermeister Hans Gehm, schon zusammengetragen. Wenn sich auch im Dorf mit der Zeit vieles geändert hätte, eigentlich, ist Gehm zufrieden, gibt es ja doch fast alles. So könnte man, ist Gehm überzeugt, für die Gestaltung von Tafeln und Buch auch woanders kaum jemand Besseren finden als im Ort selbst.
Mit Hilfe des Grafikers und Künstlers Hans-Joachim Thrun sei die Text- und Bildredaktion schon in besten Händen und mit Waldemar Zietek von der Bärweiler „Zietek Werbetechnik" sei auch sogleich die Umsetzung in wetterfeste Tafeln möglich. Fehlt nur noch das Geld für die Druckkosten. Da nun hofft der Rat auf den Wettbewerb.
So wird auch die Frage der Dorfbeleuchtung erst einmal mit Eigenengagement in Angriff genommen. Im Herbst, so der Beschluss des Rates, werden die 36 Beleuchtungsstellen in einem gemeinsamen Einsatz gecheckt, Klemm- und Schraubverbindungen überprüft, Gläser gereinigt und, wo nötig, die Leuchtmittel ausgetauscht. Ein Fahrer sei freilich ebenfalls nötig, sowie jemand, der die Verkehrssicherung übernähme. Mit zwei Elektrofachleuten im Gemeinderat und dem Einsatz vieler, sei man in dieser Angelegenheit schon ziemlich autark, stellt Gehm fest.


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