Seifenblasen steigen in die Luft

BACKESGRUMBEEREFEST Während Erwachsene Leckereien genießen, hat Bärweilers Nachwuchs viel Spaß
Allgemeine Zeitung
2013 09 03
Mit Jürgen Bromanns tollen Spieleangeboten, hier mit den riesigen Seifenblasen, sind auch die Kinder beim Backesgrumbeerefest bestens versorgt.
Foto: Wilhelm Meyer


BÄRWEILER - (wmy) Wie gut, dass Bärweilers Backes in den 80ern vorm Abriss gerettet werden konnte. Sonst könnte es das Bärweiler Backesgrumbeerefest gar nicht geben.
Wenn am Sonntag um halb zwölf die ersten Grumbeeren auf den Tisch kommen, ist ein riesiger Teil der Arbeit schon gemacht. Die beginnt am Samstag früh. Zentnerweise werden die Grumbeeren geschält, die Zwetschen gewaschen, entkernt und zugeschnitten.
Knapp 60 Helfer sind es wohl, so rechnet Christine Bromann, eine der beiden Vorsitzenden der Landfrauen. Den „Grumbeereshuttle“ vom Backes zum Dorfgemeinschaftshaus haben die Jungen übernommen und mit Lena Bier und Ida Germann an der Markenausgabe ist auch die Kasse in junger Verantwortung. Das Grumebeereschälen geht auch den Älteren noch locker von der Hand. Doch auch in der Backstub zeigt sich der Nachwuchs interessiert.
Für die Öfen zuständig sind vier Männer: Michael Bier, Jürgen Bromann, Horst Blum und Werner Fuhr. Da gibt es zwar ein Thermometer, doch darauf wollen sich Bier und Fuhr nicht verlassen. Der Test mit der Hand ist zuverlässiger. Am sichersten jedoch, sagt Fuhr, ist die Prüfung mit den Ähren. Wenn die auf den Schieber gesteckten Grannen nur leicht kokeln, können die Grumbeeren rein. Dazu nimmt man am besten Gerste, weiß Christel Scherer.
Was nicht zuletzt den Flair des Festes ausmacht, bringt Bromann auf den Punkt. Alle haben lange überlegt, was wir noch machen könnten, erzählt sie. „Aber wir merkten, das Fest ist deshalb so schön, weil wir es einfach so gelassen haben.“ Da ist keine Band, die aufspielt, da sorgt keine Konserve für Beschallung, man sitzt, genießt die hervorragenden Grumbeere, den nicht weniger beliebten Quetschekuchen und unterhält sich bestens.
Für die Kinder hat Jürgen Bromann, unterstützt von Sohn Patrick, ein spannendes Spielangebot. Der Platz mit dem großen blauen Bauwagen hinter dem Bürgerhaus ist ideal.
Für alle Altersstufen
„Angebote statt Verbote“ könnte man Bromanns Rezept nennen; die Kinder sind mit Feuer und Flamme dabei. Denn in der Bromannschen Spielekiste steckt einiges. Ob Sommerski, Jonglierteller, ein Set für Seifenblasen jeder Größe, Fahrzeuge für alle Altersstufen und manch Kniffliges. Da können sich die Eltern beruhigt den Bärweiler Köstlichkeiten hingeben.
Selbstverständlich gab es auch wieder den handgemachten Bärweiler Kalender, den Irene Hahn und Irma Maurer verkauften. „Hundert Unikate“, wie Bürgermeister Hans Gehm erläuterte. Auch von den Tonanhängern zum 100-Jahresfest der alten Schule, die Astrid Köhler getöpfert hatte, waren noch einige zu haben. Und wer wollte, konnte seine Fähigkeiten im Bärweiler Platt unter Beweis stellen und sein Ergebnis auf der Bärweiler-Platt-Lein wie frische Wäsche aufhängen.


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