Engagierte Vereine, fahrende Einzelhändler 

ORTSRUNDGANG „Bärweiler lebt“ – davon können sich Vertreter der Kreistagskoalition im ehemals „sterbenden Dorf“ überzeugen
Allgemeine Zeitung

BÄRWEILER - (red). Vor fast 30 Jahren bezeichneten der SWR und auch Studenten der Mainzer Uni Bärweiler als sterbendes Dorf. Dass Bärweiler lebt, davon konnte sich Vertreter der Kreistagskoalition bei einem Ortsrundgang überzeugen. Die Delegation um die Fraktionsvorsitzenden Bettina Dickes (CDU), Ludger Nuphaus (Bündnis90/Die Grünen) sowie Wolfgang Zimmer (FWG) informierte sich mit der für Demografie zuständigen Kreisbeigeordneten Gerlinde Huppert-Pilarski (Grüne) bei Bürgermeister Thomas Franzmann und seinen Beigeordneten über die Entwicklung des Dorfes. „Unser Dorf lebt von der Nachbarschaftspflege“, betonte der im vergangenen Jahr neu gewählte Ortsbürgermeister, der froh ist über „Altgediente“, die ihn unterstützen. Etwa 250 Einwohner hat Bärweiler, darunter 40 über 75 Jahren und 29 unter 20 Jahren, erfuhren die Kreistagspolitiker. Bärweiler wird älter, und es gibt mittlerweile viele Einpersonenhaushalte. Aktuell steht nur ein Haus leer, mehrere sind dagegen in den vergangenen Jahren als Wochenendhäuser gekauft und aufwendig renoviert worden. Das Interesse mag auch daran liegen, dass in den vergangenen Jahrzehnten viel getan wurde in dem kleinen Dorf. Bürgertreff, Regionalmärkte, ein neuer Bouleplatz, aktive Vereine wie Landfrauen Gymnastikgruppe – in Bärweiler lebt das Ehrenamt, viele packen mit an, konnte Franzmann vermitteln.
Huppert-Pilarski war begeistert vom „blauen Flitzer“, einem ausrangierten Bauwagen, der von den Jugendlichen des Dorfes in Eigenverantwortung als Jugendtreff betrieben wird. Auch die Versorgung mit dem Notwendigsten ist gesichert. So kommen regelmäßig fahrende Lebensmittelläden und auch die Sparkasse ins Dorf.
Doch die Gemeinde drücken auch Sorgen. So ist der Gemeindehaushalt seit vielen Jahren nicht ausgeglichen. Durch die neuen Windräder, so die Hoffnung, werden im kommenden Jahr keine neuen Schulden dazu kommen. Aber viel Spielraum bleibt trotz allem nicht. Da ist die Gemeinde froh über das Gewerbe im Dorf. Von den vielen Landwirten ist derzeit nur noch einer im Vollerwerb tätig und ein Nachfolger nicht zu sehen. Aber es gibt ein Werbebüro, ein Fuhrunternehmen und einen Schäfer im Nebenerwerb. Auch zwei Künstler bereichern das Dorfleben. Ohne das schnelle Internet, das die Gemeinde zum Teil in Eigenleistung installiert hat, wäre eine solche Entwicklung nicht möglich, ist sich Bürgermeister Franzmann sicher. Ein Ziel für ihn ist aktuell auch eine gute Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, denn viele Menschen besitzen kein eigenes Auto. Franzmann hofft hier auf Bürgerbusse, wie es sie schon in der benachbarten Verbandsgemeinde Meisenheim gibt. Hier kann er sich eine Kooperation gut vorstellen. Auf ein Zeichen für Zukunft wartet das ganze Dorf gespannt: Im Viergenerationenhaus soll in den nächsten Tagen das dann jüngste Bärweiler Kind geboren werden. Für die Besucher aus dem Kreistag ein gutes Zeichen: „Bärweiler lebt!“ - (red). Vor fast 30 Jahren bezeichneten der SWR und auch Studenten der Mainzer Uni Bärweiler als sterbendes Dorf. Dass Bärweiler lebt, davon konnte sich Vertreter der Kreistagskoalition bei einem Ortsrundgang überzeugen. Die Delegation um die Fraktionsvorsitzenden Bettina Dickes (CDU), Ludger Nuphaus (Bündnis90/Die Grünen) sowie Wolfgang Zimmer (FWG) informierte sich mit der für Demografie zuständigen Kreisbeigeordneten Gerlinde Huppert-Pilarski (Grüne) bei Bürgermeister Thomas Franzmann und seinen Beigeordneten über die Entwicklung des Dorfes. „Unser Dorf lebt von der Nachbarschaftspflege“, betonte der im vergangenen Jahr neu gewählte Ortsbürgermeister, der froh ist über „Altgediente“, die ihn unterstützen. Etwa 250 Einwohner hat Bärweiler, darunter 40 über 75 Jahren und 29 unter 20 Jahren, erfuhren die Kreistagspolitiker. Bärweiler wird älter, und es gibt mittlerweile viele Einpersonenhaushalte. Aktuell steht nur ein Haus leer, mehrere sind dagegen in den vergangenen Jahren als Wochenendhäuser gekauft und aufwendig renoviert worden. Das Interesse mag auch daran liegen, dass in den vergangenen Jahrzehnten viel getan wurde in dem kleinen Dorf. Bürgertreff, Regionalmärkte, ein neuer Bouleplatz, aktive Vereine wie Landfrauen Gymnastikgruppe – in Bärweiler lebt das Ehrenamt, viele packen mit an, konnte Franzmann vermitteln.
Huppert-Pilarski war begeistert vom „blauen Flitzer“, einem ausrangierten Bauwagen, der von den Jugendlichen des Dorfes in Eigenverantwortung als Jugendtreff betrieben wird. Auch die Versorgung mit dem Notwendigsten ist gesichert. So kommen regelmäßig fahrende Lebensmittelläden und auch die Sparkasse ins Dorf.
Doch die Gemeinde drücken auch Sorgen. So ist der Gemeindehaushalt seit vielen Jahren nicht ausgeglichen. Durch die neuen Windräder, so die Hoffnung, werden im kommenden Jahr keine neuen Schulden dazu kommen. Aber viel Spielraum bleibt trotz allem nicht. Da ist die Gemeinde froh über das Gewerbe im Dorf. Von den vielen Landwirten ist derzeit nur noch einer im Vollerwerb tätig und ein Nachfolger nicht zu sehen. Aber es gibt ein Werbebüro, ein Fuhrunternehmen und einen Schäfer im Nebenerwerb. Auch zwei Künstler bereichern das Dorfleben. Ohne das schnelle Internet, das die Gemeinde zum Teil in Eigenleistung installiert hat, wäre eine solche Entwicklung nicht möglich, ist sich Bürgermeister Franzmann sicher. Ein Ziel für ihn ist aktuell auch eine gute Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, denn viele Menschen besitzen kein eigenes Auto. Franzmann hofft hier auf Bürgerbusse, wie es sie schon in der benachbarten Verbandsgemeinde Meisenheim gibt. Hier kann er sich eine Kooperation gut vorstellen. Auf ein Zeichen für Zukunft wartet das ganze Dorf gespannt: Im Viergenerationenhaus soll in den nächsten Tagen das dann jüngste Bärweiler Kind geboren werden. Für die Besucher aus dem Kreistag ein gutes Zeichen: „Bärweiler lebt!“


 

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