Am 17. Januar: Wen wird Bärweiler wählen?

Suche Kreisverwaltung setzt die Urwahl des neuen Ortsbürgermeisters auf Anfang 2016 fest - Noch kein Kandidat gefunden
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger

 

BÄRWEILER: Den Schäfer zum Chef gemacht: Die Bärweilerer hatten einen neuen Ortsbürgermeister, Detlef Schulz. Beim Oktoberfest der Feuerwehr vor zwei Wochen hievten sie ihren Mitbürger, den gelernten Wanderschäfer, kurzerhand ins Amt. Für wenige Stundenund nur zur Gaudi. Manch witzige Versprechen soll er für seine Regentschaft gegeben haben, sagen die, die dabei waren und die ihren Spaß hatten.
Alles vorbei, denn: Die Realität sieht anders aus. Noch immer suchen die Bürger der knapp 245-Einwohner-Gemeinde einen Nachfolger für Ortsbürgermeister Thomas Franzmann, der Anfang Oktober nach elf monatiger Amtszeit seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen erklärt hatte. Ein offenes Geheimnis ist, dass er die Funktion vor allem der starken administrativen Belastung wegen aufgab. Die wenigen, die sich diese mit monatlich 414 Euro brutto dotierte Tätigkeit zugetraut hatten, dürfte das abgeschreckt haben. Außerdem: Die Jahre etlicher ehrenamtlicher und kräftezehrender Einsätze dürften ihre Spuren im Dorf, des schon als Zukunftsgemeinde gefeiert wurde, hinterlassen haben.
Folge: Jetzt führt erst einmal Beigeordneter Horst Scherer vorübergehend die Geschäfte, doch auf alle Zeiten darf er das nicht, wie VG-Büroleiter Rainer Link gestern auf Anfrage erklärte. Der Gemeinderat oder die Bürger müssten ihn per Wahl legitimieren. Ob mit oder ohne Kandidat: Mittlerweile hat die Kreisverwaltung 17. Januar einen Urwahltermin festgesetzt. Ein Interessent für dieses Amt muss das 23. Lebensjahr vollendet haben und drei Monate im Dorf wohnen. Dass sich noch einer findet, glaubt zurzeit niemand. Und so könnte alles auf einen externen Verwalter von VG oder Kreis hinauslaufen.

Die Dorfprojekte gehen unterdessen weiter. Im Frühjahr 2016 werden zwei Windräder (Vestas 126) auf Bärweilerer Gemarkung gestellt. Nabenhöhe 137 Meter, Gesamthöhe 200 Meter. Sie bringen dem Dort eine jährliche Pacht in Höhe von 20 000 Euro ein. mz

 


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