Bärweiler ist immer eine Wanderung wert

Bündelchestag Jausestation war einst aus der Not geboren: Teuren St. -Pauli-Ausflug wettgemacht
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2014 12 29
Michael Bier (von links hinten), Vorsitzender Jürgen Maurer und Harald Skär, sowie Isabel Blum (von links vorn), Laura Bier und Yvonne Billard sorgten für das leibliche Wohl der Gäste.

29. 12. 2014 - BÄRWEILER

Dienstboten, Knechte und Mägde schnürten einst ihr Bündel, wenn sie ihre Stellung wechselten und zu einem anderen Hof wanderten.
Der Bündelchestag hat lange Tradition, nicht nur rund um Bad Sobernheim, sondern in der gesamten Region. Schneefall hinderte die Bündelcheswanderer nicht: Schon früh war der Fahrradweg zwischen Bad Sobernheim und Merxheim voller kleinerer Cliquen und Wandergruppen, die mit Kind und Kegel und Bollerwägelchen unterwegs waren. Traktoren mit Anhänger und geschütztem Aufbau standen am Verbrauchermarkt an der Westtangente und luden Proviant auf.


"Nein, Schnee ist kein Problem", sagte der Meddersheimer Sascha Hentschel und gab die Richtung vor: Nach Bad Sobernheim auf die Carrera-Bahn, dann in die Stadt und zum Schluss nach Monzingen. Bei ihrem 17, Bündelchestag begannen die Mitglieder des Bärweiler Feuerwehrfördervereins um Vorsitzenden Jürgen Maurer am Samstag erst einmal am Feuerwehrhaus mit Schneeschippen. Kurz zuvor hatte vis-avis auf der Hauptstraße ein LkW der Straßenmeisterei einen Straßendeckel beschädigt und zwei Pylonen aufgestellt.

"Bärweiler zieht immer", sagte Maurer und sollte Recht behalten. "Übers Jahr lassen wir uns auch überall blicken und pflegen gute Nachbarschaft", plauderten Helfer aus dem Nähkästchen. Übrigens ist der Bündelchestag aus einer Not geboren: Bei einem Ausflug nach Hamburg auf St. Pauli und die  Reeperbahn schlugen die Feuerwehrmänner l997 über die Stränge, und um das Loch in der Vereinskasse ohne groß Gedöns aufzufüllen, wurde 1998 die Bewirtung am Tag nach Weihnachten erfunden, was dem "harten Kern" noch immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. 132 Mitglieder, die Häfte der Einwohner, zählt der Förderverein.

+ Am Samstag, 31. Januar, 20Uhr, ist Hauptversammlung des Fördervereins der Feuerwehr.

Schon um 10.10 Uhr kam mit Wolfgang Lenhardt aus Lauschied der erste Gast.

Die Befürchtung, dass Schnee dem Umsatz abträglich ist, bewahrheitete sich am Samstag nicht, weil neben den Lauschieder Fußballern auch die Lauschieder Feuerwehr anrückte, zu denen man tags zuvor bei einem Ernstfall in Lauschied zur Nachbarschaftshilfe ausrückte.

Gäste aus Hundsbach, Schweinschied, Jeckenbach und zur Mittagszeit viele aus dem Ort kamen zum Essen Eines steht fest: Der Verdauungspazierqanq an der frischen Luft weckte alle Sinne, und das Bärweilerer Feuerwehrhaus war eine gute Einkehradresse. "Wir wurden schon früh friedlich eingenommen", schmunzelte der "Chef de Cuisine" und "Dörrfleischschnippler" Harald Skär, der in dieser Eigenschaft sein Zehnjähriges feierte.

Außerdem haben die Förderer mit Isabel Blum, Laura Bier und Yvonne Billard ganz starke Feuerwehrfrauen hinter den Einkochtöpfen stehen, da kann nichts mehr schief gehen.

Zu allen Zeiten war die Feuerwehr fest ins Dorfgeschehen integriert, dreimal (1993, 1994 und 1997) war die 260-Seelen-Gemeinde Sieger im Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".
Förderverein und Feuerwehr kümmern sich um Zusammenhalt und Kameradschaft im Ort, und dies sei enorm wichtig, betonte der Aktive Michael Bier. Am 17. Januar ab 10 Uhr werden Weihnachtsbäume eingesammelt. Der Erlös kommt der Jugendwehr zugute - die Bärweiler Jugendlichen Sophie Wahl, Erik und Nils Maurer zählen zur überaus engagierten Jugendfeuerwehr Lauschied.

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