Suche nach Nachfolger für scheidenden  Ortschef Hans Gehm gestaltet sich schwierig

 
Allgemeine Zeitung

01. 04. 2014 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Ein Nachfolger für Bürgermeister Hans Gehm ist nach wie vor nicht in Sicht. Auch nachdem die Frage der Kommunalwahlen in den letzten beiden Ratssitzungen ausgiebig diskutiert wurde, stehe überhaupt noch nichts fest, zog Gehm einen ersten Strich unter den Diskussionsstand. Doch auch die Bereitschaft, im Rat mitzuarbeiten, hält sich noch in Grenzen. Einzig der Erste Beigeordnete Horst Scherer hat sich bereit erklärt, in den Rat zu gehen, wenn er denn gewählt würde.

Auch aus der Ratsarbeit will sich Gehm nämlich zurückziehen, nicht der Mann im Hintergrund sein. Wer das Amt übernehme, solle das auf seine Weise machen. Auf seine Unterstützung wird der nächste Bürgermeister aber dennoch setzen können. Wichtig sei jetzt, dass die Bürger wüssten, wer von denen, die sie bei der Wahl vorschlagen, denn wirklich das Amt, ob Bürgermeister oder Ratsmitglied, annehmen würde.

Der Bürgermeister wird, wenn sich kein Bewerber zur Wahl stellt, aus der Mitte des neuen Gemeinderats gewählt. Erst wenn sich auch da niemand findet, wird die Gemeinde von der Verbandsgemeinde aus verwaltet. Doch Gehm ist zuversichtlich, dass von den gewählten Ratsmitgliedern schließlich einer antreten werde. Auch bei seiner eigenen ersten Wahl habe das nicht anders ausgesehen, erinnert sich Gehm.

MEHRHEITSWAHL
Liegt kein Wahlvorschlag vor, können die Wähler frei entscheiden, welcher wählbaren Person sie ihre Stimme geben möchten.

Die Wähler dürfen dabei so viele Namen auf den Stimmzettel schreiben wie Ratsmitglieder zu wählen sind.

Die Ratssitze werden von den Personen besetzt, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten.

Viele Arbeitseinsätze
Den Alltag der Gemeinde haben die Bärweiler Ratsmitglieder deshalb noch nicht aus den Augen verloren. Arbeitseinsätze spielen dabei im Rat Bärweiler eine wichtige Rolle. Die sind für 2014 schon grob besprochen und terminiert. Den Zugang zum Bürgerraum am Dorfplatz will man auch von der Vorderseite her behindertengerecht umgestalten. In Eigenleistung will das Dorf in August und September die Wartung der Straßenbeleuchtung übernehmen. Dabei werde man bei notwendigem Austausch von Lampenköpfen, wenn möglich, einen Austausch zu LED-Beleuchtung vornehmen. Für Heckenschnitt und Reinigung an Bächen und Wegen sollen ebenfalls mehrere Termine festgelegt werden.

Auch gibt es darüber hinaus etwas zu feiern. So will die Gemeinde am 28. Juni den neuen Bouleplatz offiziell einweihen. Dazu sollen noch Bänke und ein Schild mit den Regeln aufgestellt werden. Ansonsten sei der Platz auch vorher schon bespielbar, versichert Gehm. Auch die Übergabe des Spielplatzes, der mit Unterstützung des RWE-Programms "Mitarbeiter vor Ort" neu hergerichtet werden konnte, soll in kleinem feierlichen Rahmen geschehen.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Planung der Märkte im Rahmen des Projekts "Grundversorgung Bärweiler 2014". Frühlings- und Herbstmarkt sind auf den 10. Mai und den 27. September terminiert. Zugesagt haben 13 der 17 möglichen Anbieter. Bei den einfachen Markttagen hat sich die Gemeinde zurückgezogen. Doch drei bis vier Händler, so Gehm, werden erst einmal auch weiterhin im Sommer am je ersten Samstag des Monats in Eigenregie vor der Gemeindehalle präsent sein.

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