Vertrag mit Bauherren der Windräder in Bärweiler abgeschlossen

 
Allgemeine Zeitung

 

24.09.2013 - BÄRWEILER
Von Wilhelm Meyer

Zwei Windräder von je 200 Metern Höhe, in einer Entfernung von 1250 und 1500 Metern vom Dorf, werden bald ihre Propeller drehen. Mit dem entsprechenden Vertrag, den Bärweiler mit dem Bauherren ENP abgeschlossen hat, ist Bürgermeister Hans Gehm zufrieden. Das Ziel, mit dem Erlös das Geld für den Entschuldungsfond des Landes von 3200 Euro ohne Erhöhung der Grundsteuern zu schultern, werde erreicht.
Die Anträge für die Anlagen werden nun an die Kreisverwaltung gestellt. Die prüft Schall, Schattenwurf und technische Eckdaten für den geplanten Anlagentyp. Parallel wird Bärweiler den Bebauungsplan anpassen. Die Kosten dafür, so das Verhandlungsergebnis, wird ebenfalls ENP tragen. Bärweiler selbst hat kein Gelände, auf dem die Windmühlen gebaut werden dürfen. Kein Grund, fand der Ortsbürgermeister, leer auszugehen. War doch zum Beispiel auch die Zuwegung zu den Anlagen zu verhandeln. Alle profitieren.
Im Bärweiler Modell wird nun nicht allein die verpachtete Fläche des Standorts in die Rechnung mit einbezogen, sondern alle Eigner von potenziell nutzbaren Grundstücken innerhalb der Vorrangfläche werden von den Einnahmen profitieren, erklärt Gehm. So ist es den Bärweilerern gelungen, die Einnahmen aus der Windkraft auf möglichst viele Köpfe zu verteilen. Neben den Eignern, auf deren Grund die Anlage errichtet wird, sind die direkten Anrainer also ebenfalls zu entschädigen. Doch auch von den Landeigentümern, die vor der Festlegung auf die beiden Standorte infrage gekommen wären, will man in Bärweiler keinen ausschließen. So sind gestaffelte Entschädigungszahlungen vereinbart, bei denen alle Eigentümer von Grundstücken auf der Vorrangfläche berücksichtigt werden. Bislang, sagt Gehm, sei dieses Vorgehen auf große Akzeptanz der Bürger gestoßen.

Beim Herbstmarkt am 5. Oktober wird es, wie schon beim Bärweiler Frühlingsmarkt, einen Zubringerbus geben. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung bei Bürgermeister Gehm unter 0 67 51/65 49 nötig. So fährt der Bus Der Bus fährt um 13 Uhr los, ist um 13.10 Uhr in Meisenheim Ecke Fettig, 13.30 Bad Sobernheim/Fa. Heimer Ringstraße, 13.40 am Meddersheimer Gemeindesaal, 13.45 Uhr in Kirschroth am Brunnen, 13.55 Uhr an der Lauschieder Haltestelle und pünktlich zu Marktbeginn um 14 Uhr in Bärweiler.
Zurück geht es ab 17 in umgekehrter Reihenfolge. Nach Absprache soll es möglich sein, auch in den anderen an der Strecke liegenden Ortschaften Rehborn, Odernheim und Staudernheim einen Aufnahmepunkt zu vereinbaren, teilt Gehm mit.

Mit 17 Anbietern, verspricht Gehm, werde der Herbstmarkt attraktiver denn je. Er hat für den ausgefallenen Obst- und Gemüsehändler eine Nachfolge gefunden. Neben den bisherigen Anbietern werde ein Besenbinder vor Ort sein, man werde einen Gesundheitscheck durchführen können und beim Lauschieder Winzer wird es aller Voraussicht nach Federweißen geben. Darüber hinaus können sich alle wieder auf die Modenschau mit Bärweiler Modells freuen. Schön wäre es, wenn mehr Menschen auch aus anderen Dörfern hinzustoßen würden, denkt der Bürgermeister.

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