Sportfest des TV

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Fussball AZ


Eine "Bombenkondition" müssen die Fußballer des TV Bärweiler haben, denn beim Sportfest des TV ist Fußball ganz groß geschrieben. Sicher werden einige TV-Spieler am Ende dieser Woche "weiche Knie" gehabt haben, denn die Spieltermine dieser Tage würden Bundesligaprofis alle Ehre machen.

Am Freitag spielte Bärweiler II gegen SV Lauschied. Einen Tag später trat die 1. des TV gegen den VfL Staudernheim an. Beim Spitzenspiel der Nahe/Glan-Auswahl am Sonntag gegen den Oberligisten SC Birkenfeld wollten die Mannen des TV zumindest 20 Minuten ebenfalls mitmischen. Dazu kam dann noch die Dorfmeisterschaft. So viele Einwohner hat Bärweiler ja nicht - klar, daß die aktiven Spieler des TV in den einzelnen Mannschaften des Dorfes mitspielen müssen.

Am Montag trafen sich die Kicker zur Dorfmeisterschafts-Vorrunde, und am Mittwoch trat alles zur Endrunde der Dorfmeisterschaft an. An den beiden freien Tagen der Woche treffen sich die Fußballer des TV Bärweiler (dienstags und donnerstags) auch noch zum Training. Dabei verlief die Dorfmeisterschaft sehr spannend. Beide Endspiele standen nach Ende der regulären Spielzeit unentschieden und mußten durch Elfmeterschießen entschieden werden. Das Spiel um Platz drei entschied die Untere Vordergasse mit 3:2 gegen die Obere Hauptstraße für sich. Den begehrten Wanderpokal errang die Mannschaft der Oberen Vordergasse, die mit 4:2 gegen das Team der Unteren Hauptstraße die Oberhand behielt. Neben den Fußballern zeigten auch die Bärweiler Zuschauer eine ausgezeichnete Kondition. An allen Tagen verfolgten gut 200 Zuschauer die Spiele. "So viele Zuschauer wünschen wir uns immer" freute sieh da Jörg Theobald, der Organisator des Turniers.

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"Aktiv im DTB"-Test bestanden

"Aktiv im DTB"-Test bestanden

Bärweilerer Turnerinnen machten aus der Not eine Tugend
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Turnerfrauen AZ
Blumen gab's für Übungsleiterin Ursula Reimers vom TV-Vorsitzenden Heinz Schröter.
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mk. Bärweiler

Man kann drüber lachen. Dann aber mit Hochachtung, denn ein bißchen erinnert die Story an Pionierzeiten des Turnwesens. Dennoch ist sie Wirklichkeit in einer Landgemeinde.

Da saßen vorige Woche 23 fröhliche Damen zwischen 15 und fünfzig beisammen und feierten - jahreszeitgemäß mit "Federweißem" aus der Nachbargemeinde Lauschied, denn aus dieser gehörten einige Turnerinnen dazu. Ursula Reimers, Übungsleiterin aus Meisenheim, hatte ihnen Urkunden und Nadeln für den bestandenen Test "Aktiv im DTB" ausgehändigt. Blumen brachte Bärweilers Turnvereinsvorsitzender Heinz Schröter.

Dabei könnte man es bewenden lassen. Aber Turnen und Bestehen eines Leistungstests in Bärweiler sind nicht gleichzusetzen mit solchem in einer wohlausgestatteten Stadt-Turnhalle. Zwar baute der Turnverein sich vor Jahren am Sportplatz ein schmuckes Vereinsheim, doch der Raum, in dem gymnastische und turnerische Übungen vollzogen werden, unterscheidet sich nicht viel von einem großen Zimmer mit normalem, hartem Fußboden.

Die Mitglieder der weiblichen Turngruppe besorgten sich selbst Turnmatten. Turnstäbe? Zurechtgeschnittene Besenstiele taten es auch! Gymnastikbälle schaffte der Verein an. Improvisationen aber waren vorwiegend die Regel.

Ursula Reimers leitet die Gruppe seit fünf Jahren. Daß das Wort von der Tugend, die aus der Not gemacht werden muß, sich im ländlichen Turnwesen nicht nur auf Bärweiler beschränkt, braucht her nicht besonders hervorgehoben zu werden. Die zwanzig Teilnehmerinnen haben dennoch ihren Turnspaß. Zuletzt animierte die Übungsleiterin sie zielbewußt für den erwähnten Wettbewerb. Die acht Übungen ließen sich in Bärweilers Ersatzraum vorbereiten. Zur Abnahme reichten die Voraussetzungen nicht aus. Dazu durfte eine Meisenheimer Turnhalle benutzt werden.

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