28. 12. 2016 | In vielen Haushalten blieb die Küche kalt

In vielen Haushalten blieb die Küche kalt

Bündelchestag: Hunderte Wanderer sind in der VG unterwegs - Feste Einnahmequelle für die Feuerwehr
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2016 12 28
Die erste Helferschicht begann im Bärweiler Feuerwehrhaus schon vor 9 Uhr mit von links: Sophie Wahl, Hendrik Blum, Lena Bier, Thomas Neig, Erik Maurer, Nils Maurer, Kai Müller, Fördervereins- Vorsitzender Jürgen Maurer, Michael Bier und Wehrführer Rainer Matzke waren gute Gastgeber der Wandergruppen.
Foto: Bernd Hey

Von unserem Reporter
Bernd Hey

• Bärweiler. "Heit uff" war gestern zum "Bündelschesdaach" auf einer großen Tafel am Bärweiler Bürgerhaus zu lesen. Bereits zum 19. Mal boten die Feuerwehrförderer eine Anlaufstation. Neben 19 akkurat auf den Spinden platzierten Feuerwehrhelmen war im Feuerwehrhaus auch sehr einadend gedeckt.

Die Veranstaltung am Tag nach Weihnachten und das im zweijährigen Turnus stattfindende Sommerfest des 132 Mitglieder zählenden Fördervereins um den Vorsitzenden Jürgen Maurer sind die Haupteinnahmequellen, die der
Jugendfeuerwehr und den aktiven Brandschützern zugutekommen. So wurden neue Stiefel angeschafft, ein Wagen um Garnituren zu transportieren, mehrere Handscheinwerfer und eine 800 Liter fassende Auffang- und Unterstellwanne.

"Das Wetter spielt uns heute in die Karten, erklärte Jürgen Maurer erfreut, und schon kurz nach 10 Uhr kam die erste Gruppe von Fußballern der SC Meisenheim-Desloch-Jeckenbach. Hundsbacher Wanderer folgten um 11 Uhr, die
Lauschieder ehrenamtliche Rentnerriege und Limbacher kamen. Natürlich blieb zu Hause die Küche kalt, und Familien aus dem Dorf pilgerten zum Mittagessen ins Feuerwehrhaus oder holten die fertige Erbsensuppe ab.

Es war ein Kommen und Gehen. Der Bündelchestag im Feuerwehrhaus werde deshalb so gut frequentiert, weil die Bärweilerer Feuerwehrleute auch übers Jahr hinweg bei den Festen in den Nachbardörfern regelmäßig zu Gast
seien, erklärte Michael Bier. Übrigens: Diese Einnahmequelle wurde aus der Not heraus geboreren: Bei einem Ausflug 1997 nach Hamburg

zu St. Pauli und auf die Reeperbahn lebten die Feuerwehrmänner weit über ihre Verhältnisse. Um das Loch in der Vereinsschatulle aufzubessern, wurde erstmals 1998 die Bewirtung am Wandertag zwischen den Jahren angeboten, was gestern noch immer dem "harten Kern" und allen die dabei waren, ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Dienstboten, Knechte und Mägde schnürten im Mittelalter ihre Bündel und Siebensachen, wenn sie ihre Arbeitssätte zu einem anderen Hof wechselten. Dieser Brauch hat Tradition. Kaum ein Klub oder eine Clique aus der VG Bad Sobernheim, die nicht den Rucksack schnürte und einen Verdauungsspaziergang an der frischen Luft
nach den Festtagen unternahm.
Auch Besuche unter Familien wie etwa das "Bäämche gucke" sind üblich. Gestern Abend wurde in Partys und Wirtshäusern weitergefeiert. Von Alters her kennt man die kalte Jahreszeit nach Weihnachten als die Raunächte und profan als die Zeit "zwischen den Jahren", die der Erholung und Geselligkeitspflege diente. Im Bärweiler Feuerwehrhaus schwelgten zahlreiche Ältere in Erinnerungen, als es noch "richtig kalte Winter und Schnee
gab" und Baufirmen ab November bis in den April hinein ihre Fahrzeuge abmeldeten und witterungsbedingt Winterpause einlegten.

Die nächsten Termine: Am 14. Januar sammelt die Feuerwehr ab 10 Uhr die Weihnachtsbäume ein.
Samstag, 11. Februar: Mitgliederversammlung der Feuerwehrförderer.

 


 

27. 12. 2016 | Tradition an Heiligabend

Tradition an Heiligabend

Nachbarschaft Verein aus Lauschied spielte
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2016 12 27
Der Musik- und Unterhaltungsverein Lauschied pflegt Traditionen: Heiligabend wurden in Bärweiler zum 20. Mal und in Lauschied zum 31. Mal die Bürger mit den schönsten Weihnachtsliedern erfreut.
Foto:Bernd Hey

• Bärweiler. Seit der Bärweiler Dorfplatz in der Vordergasse in den Jahren 1995/96 ausgebaut wurde, spielt der Musik- und Unterhaltungsverein Lauschied hier Heiligabend die schönsten Weihnachtslieder wie etwa "Bald ist Heilige Nacht", "Es ist ein Ros entsprungen, "O du fröhliche", "Tochter Zion" oder "Stille Nacht".

Heute ist hier Dorfmitte-Platz und Ratszimmer. Bis 1989 lebte und arbeitete hier der letzte selbstständige Schuhmacher. Außerdem wurden drei landwirtschaftliche Gehöfte und eine Schmiede von der Ortsgemeinde erworben und abgerissen.

Die Lauschieder trafen in der Nachbarsgemeinde auf ein dankbares Publikum und viele Zaungäste, und sie werden seit vielen Jahren hier federführend von Helga und Manfred Hoffmann bewirtet. In diesem Jahr feierte der Musikverein seinen 90. Geburtstag und zog zur Nachbarschaftspflege und gröstenteils für einen guten Zweck über die Dörfer. Meddersheim, Monzingen, Desloch, Breitenheim und Jeckenbach sind hier zu nennen, aber auch in Bad Münster, Steinhardt, Staudernheim oder bei der Johanniskerb Bad Sobernheim war der spielstarke und geradezu vor Nachwuchs strotzende Musikverein gern gesehener Gast.
Nach dem Zweiten Weltkrieg dirigiert in dritter Generation die "Stenzhorn-Dynastie" den Musikverein aus der Höhengemeinde.
Hermann Stenzhorn folgte Alt-OB Ferdinand, der seit mehr als 70 Jahren aktiv spielt und natürlich auch in Bärweiler mit von der Partie war, und dessen Sohn Josef Stenzhorn, der seit drei Jahrzehnten den Taktstock schwingt. Nach dem Auftritt in Bärweiler spielten die Lauschieder seit 1986 an Heiligabend in ihrer Heimatgemeinde auf mehreren Pläzen.

Bernd Hey

Ø Die Lauschieder richten das VG - Neujahrskonzert am 7. Januar im Bad Sobernheimer Kaisersaal aus.


 

24. 10. 2016 | Aufbruch in neues Energiezeitalter gefeiert

Aufbruch in neues Energiezeitalter gefeiert

Techniktag Bürgerfest am Windpark Jeckenbach/Bärweiler - Polizei verständigt: Nägel sorgten für platte Reifen
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2016 10 24 1
Beim Windparkfest mittendrin statt nur dabei: Die Freiwillige Feuerwehr Jeckenbach ließ am Schwenker nichts anbrennen.
Fotos: Martin Köhler

Jeckenbach/Bärweiler

Der Windpark Jeckenbach/Bärweiler wurde am Samstagnachmittag mit einem Bürgerfest eröffnet. Man konnte eine der Anlagen besichtigen. Der Musikverein Lauschied war für den musikalischen Teil des Nachmittags zuständig. Gleich sechs Redner sprachen zu Beginn des Fests im beinahe voll besetzten Zelt. Der Geschäftsführer von Gaia mit Sitz in Lambsheim machte den Anfang. "Hier in Bärweiler und Jeckenbach wird nicht gemauert, sondern entschlossen vorangeschritten", lobte er, das vier Windräder in Betrieb gegangen sind.
Zwei stehen auf Jeckenbacher und zwei auf  Bärweilerer Gemarkung.
"Der Aufbruch in ein neues Energie-Zeitalter ist ein Kraftakt, bei dem wir zwei Ziele im Blick behalten müssen: die Versorgungssicherheit und die Klimaziele."
Jeckenbachs Ortsbürgermeisterin Christa Venter erinnerte daran, dass es bereits 2009 eine lose Anfrage von Gaia gegeben habe.
"So begann eine windige Zeit für uns alle", fuhr sie fort und nannte die Vorgespräche mit den Nachbargemeinden, den Grundstückseigentümern, den Behörden und Planern. "Es folgten zahlreiche oft nicht enden wollende Sitzungen, Infoabende, Gesprächsrunden, Ortstermine und Ämterbesuche.
Für alle Beteiligten ging es oft an die Belastungsgrenze mit schlaflosen Nächten.” In jenen Jahren, Anfang und  Mitte diesen Jahrzehnts, habe sie sich mehr Hintergrundwissen unserer Politik zu dieser Thematik gewünscht".

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Taxifahrerin Brigitte Mohr fuhr beim Windparkfest über Nägel und hatte einen Platten. Wurden die Nägel fahrlässig oder vorsätzlich verstreut?

Crista Venter dankte ihrem Beigeordneten Matthias Köhler, aber auch dem ehemaligen Meisenheimer VG-Bürgermeister Alfons Schneider und dessen Nachfolger Dietmar Kron sowie Bauamtsleiter Ralf Klemm. Auch Förster Stefan Gesse erhielt ein Lob der Ortsbürgermeisterin. "Mal blies ein rauer, mal ein sachter oder gar kein Wind, doch letztlich haben wir unser angestrebtes Ziel erreicht, fasste sie zusammen.
Nachdem der Bärweilers Ortsbürgermeister Horst Scherer die Gäste begrüßt hatte, wartete Geschäftsführer Carsten Höhler (EMP Osnabrück), der die Realisation plante und beaufsichtigte, mit diesen Zahlen auf: die neuen Anlagen sind jeweils 200 Meter hoch und haben eine Leistung von jeweils 3,3 Megawatt. Das reiche für rund 4000 Haushalte. Die Rotorblätter alleine sind 62 Meter lang und überstrichen bei jeder Umdrehung gut 12.500 Quadratmeter. Die Fundamente messen 22,50 Meter im Durchmesser und bestehen aus 80 Tonnen Stahl und 640 Kubikmeter Beton.
Das Maschinenhaus liege alleine 72 Tonnen und der Rotor in luftiger Höhe noch einmal 34,5 Tonnen.

Projektleiter Ray Zawalski (Gaia), hob Ortsbürgermeisterin Venter hervor, die das Projekt auch in Zeiten, in denen andere aufgegeben hätten, "mit Engagement und Durchhaltevermögen am Leben gehalten hat". Pfarrer Rainer Bauhaus erteilte Windpark und Festgästen seinen Segen. VG-Bürgermeister Dietmar Krohn bedankte sich im Gespräch mit unserer Zeitung bei den Deslochern, die in der Zeit der Baustellentransporte am meisten zu ertragen hatten.

Überschattet wurde das Windparkfest von Nägeln, die auf dem Feldweg von Bärweiler kommend verstreut lagen. Reifen an mindestens zwei Fahrzeugen wurden dadurch beschädigt. Ortsbürgermeisterin Christa Venter warnte die Verkehrsteilnehmer mit einer Durchsage, den Feldweg bei der Rückfahrt zu meiden.
Die Gaia-Mitarbeiter verständigten die Polizei. Die Fragen bleiben: wurden die Nägel an dieser Stelle einfach nur verloren? Oder sind sie in böswilliger Absicht verstreut worden - mutmaßlich von Windpark-Gegnern? Martin Köhler

 


 

04. 04. 2016 | Mallorca-Schwank begeisterte

Mallorca-Schwank begeisterte

Laientheater Bärweiler Mimen spielen groß auf
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2016 04 04
Szene aus dem Stück "Schöne Grüße aus Mallorca"
Foto: Bernd Hey

BÄRWEILER Die Generalprobe der Bärweilerer Theatergruppe mit dem Schwank "Viele Grüße aus Mallorca" vor Gästen einer Wohngruppe der Diakonie und aus dem Meisenheimer Dr. Carl-Kircher-Altenzentrum am Samstag saß. Die Premiere wenige Stunden später im Bürgerhaus war restlos ausverkauft. Mit einem Sketch als Einstiegskracher feierten Chiara Grimm und Laura Bier ein gelungenes Debüt: Wohin in Urlaub? In die Schweiz, wo der Euro nix mehr kostet? In ferne Länder, wo wie bei uns geklaut wird, wie die Atzeln? Warum denn in die Ferne reisen? Da ist Molters Busreise oder die Kur bei Menschels im Meddersheimer Vitalresort die bessere Alternative. Erst recht, wenn das die Krankenkasse zahlt.

Das 14. Stück "Viele Grüße aus Mallorca" der Bärweiler Theater AG entpuppte sich als Glücksgriff: Am Ballermann regiert ein deutscher König, hier leben zwei Millionen deutsche Rentner. "Haben wir die Insel besetzt?", lautet die lakonische Frage. Nein - in 20 Jahren gehört Deutschland den Türken und Mallorca den Deutschen.
"Jusep, wenn de’ jetzt net haam kimscht, rappelt’s!" Die ersten Szenen der beiden den Teppichklopfer schwingenden "Ehefrauen" Silke Hartmann und Natalie Fuhr waren so recht nach Publikumsgunst. Ihre Männer baden in "mallorkinesischer Sonne und jagen Freiwild.

"Alle in einen Sack und draufhauen. Man trifft immer den Richtigen." Und: "Mannsleit’ - nur die Hälfte glauben, und die is’ noch gelooh!" Jene Männer werden von Michael Bier als arg lädiertem Pensionswirt und Markus Fries in der Rolle des Bürgermeisters gespielt. Gewaltig schlagen die beiden über die Stränge. Alle Charaktere bis auf den geprellten deutschen Facharzt für Durstleiden auf Mallorca, Thomas Franzmann als Jürgen Treffs, geben im ersten Akt ihr Stelldichein und ernten beim Erscheinen Szenenapplaus. Die Laienspielschar erhält in den Pausen von den Zuschauern Bestnoten und erledigt einen Klassejob. Von der ersten Minute an sehen sie drei Stunden lang in fröhliche Gesichter und Menschen, die sich den Bauch vor Lachen halten.

"Bärweiler Theaterspiel ist super, weil da pure Freude, Lebenslust und ganz viel Herzblut drinstecken", lobte Sandra Schneberger. Die gebürtige Bärweilerin kam eigens aus Mainz angereist. Und Regisseurin Anette Franzmann nannte ein weiteres Erfolgsgeheimnis für starke Theaterabende: "Die Akteure müssen nichts groß spielen, sie alle sind im Alltagsleben genau so, und jedem ist seine Rolle auf den Leib geschneidert", sagte Franzmann.

Ilona Heib trat als stolze und feurige Spanierin Francisca Caramba auf, sie war eine Augenweide. Hans Gehm als scheinkranker Opa ließ sich verhätscheln, rasieren und seine Windeln wechseln, um am Schluss als ausgeflippter quietschfideler Jungbrunnen mit seinem einstigen Malorca-Techtelmechtel (Isabel Blum) einen Tango auf die Bühnenbretter zu legen. Silke Hartmann bot selbstbewusst und graziös einen mitreißenden Bauchtanz dar. Das war ganz großes Kino.
Mit Lena Bier und Alexandra Hartmann spielten sich zwei weitere Talente in die Zuschauerherzen und zogen auch optisch mit Irokesenfrisur lustig vom Leder. Und zum Happy End kam wie in einem Freudenhaus aus jeder Ecke ein anderes Liebespaar - auf jedes Töpfchen passt eben wie im richtigen Leben ein Deckelchen. Licht, Ton und Technik waren bestens abgestimmt.

Für die Maske zeichneten Elena Hartmann und Miriam Brühl verantwortlich, als Souffleuse und Regisseurin waren Elke Gehm und Anette Franzmann an der Produktion beteiligt.

Bernd Hey

 


 

18. 03. 2016 | Vier neue Windräder entstehen bei Bärweiler

Vier neue Windräder entstehen bei Bärweiler

Energie - Spatenstich der Firma ENP nördlich der Lochmühle - Gaia baut zwei 230 Meter hohe Anlagen bei Jeckenbach
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2016 03 18
Im Jeckenbacher Wald wurde auf dem Plateau ein Kranstellplatz betoniert. Zehn Meter tiefer wird das 20 Meter Breite Fundament für ein Windrad planiert: Über 1000 Tonnen Schotter und rund 1000 Kubikmeter Beton werden verarbeitet. Die Inbetriebnahme ist für Anfang Juni geplant Foto. Bernd Hey

Von unserem Mitarbeiter
Bernd Hey

• Bärweiler/Jeckenbach/Lauschied.
Zwischen Bärweiler und Jeckenbach werden auf weniger als zwei Quadratkilometern in diesem Jahr vier neue Windenergieanlagen (WEA) ans Netz gehen. Der Spatenstich für die beiden neuen Bärweilerer Windräder in den Parzellen Birkenflur und in der Heimbach liegen auf Privatbesitz. Nun sollen rund 200 Meter von der L 375 in Fahrtrichtung Hundsbach/Lochmühle die beiden 200 Meter hohen Anlagen vom Typ Vestas V 126 entstehen. Bauherr
ist die Osnabrücker Firma ENP Neue Energien GmbH.

Kipplaster heimischer Unternehmen rollen im Dauerbetrieb, bringen Schotter, Baumaterial oder liefern eine mit Zement vermischte sogenannte hydraulisch gebundene Tragschicht an. Tief- und Erdbaufirmen sind mit schwerem Gerät mit der Straßenverbreiterung befasst: Die Zufahrten werden um 50 Zentimeter auf dann 4,50 Meter verbreitert. Zudem wird ein Graben gezogen, in den in mehr als 1.20 Meter Tiefe eine Stromleitung übers Höhenköpfchen zu den vier Lauschieder Windrädern verlegt wird. Dies sei einfach, erklärt Polier Michael Beus von der Tiefbaufirma Krämer aus Kelberg in der Eifel. Für die Windparks in Ellern und DichteIbach habe man den halben Hunsrück umgegraben, sagt er scherzhaft.
Mehrere Spezialfirmen arbeiten sowohl auf Bärweilerer als auch auf Jeckenbacher Gemarkung Hand in Hand, um den Termin für die Inbetriebnahme Ende Juli oder Anfang August einzuhalten. Die Einspeisung ins Stromnetz der Bärweilerer WEA erfolgt dann zwischen Desloch und Meisenheim in das dortige Umspannwerk. Der gesamte Transport und die Zuwegung muss ab Meisenheim über die Kreisstraßen 66 bis auf die Lauschieder Höhe und dann in westlicher Richtung über die alte Römerstraße über gebundene oder asphaltierte Feldwirtschaftswege verlaufen. Die Flurwege müssen allerdings noch genau inspiziert werden, denn nach Einschätzung der Tiefbaufirma ist der Unterbau der Wirtschaftswege nicht ausreichend, teilte der Bärweiler Ortsbürgermeister Horst Scherer bei einem Ortstermin mit.

Offenlage des neuen Flächennutzungsplans bis 15. April
Auf der Lauschieder Höhe stehen bereits vier Windenergieanlagen, die vor 15 Jahren errichtet wurden.
Sie werden in naher Zukunft aufgerüstet, Repowering genannt. Jeweils zwei stehen auf Lauschieder und Jeckenbacher Privatbesitz.
Bärweilers Ortsbürgermeister Horst Scherer hat hingegen die neue Potenzialfläche Richtung Schwarzenberg hin zur Kirschrother  Gemarkung im Blick. "Aber Bärweiler allein wird das nicht forcieren", sagt er. Momentan legten Anlagenbetreiber in Nachbarorten unterschriftsreife Vorverträge vor. Seit vergangenen Montag läuft die Beteiligung für Träger der öffentlichen Belange und Öffentlichkeit bis einschließlich 15. April.  jan

Die beiden neuen Windräder werden im Bärweiler Flur insgesamt fünf Grundstückseigner betreffen. Die neuen WEA werden eine Nabenhöhe von 137 Meter sowie mit 62 Meter langen Rotorblättern eine Gesamthöhe von 200 Metern erreichen. Jede Anlage soll dann später eine Leistung von gut 3,3 Megawatt bringen. Die Gemeinde Bärweiler profitiert von Einnahmen aus dem Wege und Durchleitungsrecht. Die Erdarbeiten auf Bärweiler Gemarkung liegen im Zeitplan, berichtet der Polier. Planmäßig sollen die zwei Windräder am 1. August stehen.
Baubeginn der ersten beiden neuen Jeckenbacher Windkraftanlagen auf Gemeindegrund war am 1. März - die Inbetriebnahme ist bis Anfang Juni geplant, teilte Ray Zawalkski von der Firma Gaia mit. Im Jeckenbacher Wald ist ein Plateau für die Kräne betoniert worden - direkt daneben geht es zehn Meter tiefer. Kräter der Firma Wust aus Simmern planieren die Fläche unterhalb des Abhangs. Sie werden mit Hochbaulasern und GPS-Koordinaten gesteuert fahren wie von Geisterhand.  Mittlerweile ist die Bodenplatte mit 20 Metern Durchmesser betoniert. Ursprünglich hatte Gaia vor sechs Jahren drei getriebelose Windräder vom Typ E 101 mit 136 Metern Nabenhöhe und 101 Metern Rotordurchmesser auf der Jeckenbacher Gemarkung Galgengewann und im Jeckenbacher Wald geplant, bestätigte Ortsbürgermeisterin Christa Venter. Jetzt wird die neueste Generation Nordex N117 mit einer Nabenhöhe von 141 Meter und einem Rotordurchmesser von 117 Meter aufgestellt.

 

 


 

10. 03. 2016 | Turbulenzen auf der Trauminsel

Turbulenzen auf der Trauminsel

Theater Schauspieler präsentieren "Grüße aus Mallorca"
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2016 03 10
Die Vorfreude ist spürbar. An drei Abenden erwarten die Zuschauer heitere "Grüße aus MaIorca". Foto: Bend Hey

• Bärweiler. Theaterabende im Bärweilerer Bürgerhaus sind lang und stehen in der Publikumsgunst ganz oben. Die Laienspielschar probt seit Dezember ihren 14. Schwank. An drei Abenden Anfang April wird das Stück "Viele Grüße aus Mallorca" aufgeführt. Die Vorfreude unter den Akteuren ist riesig: Marion Fuhr und Silke Hartmann haben aus mehreren Dutzend Vorlagen den Schwank von Erich Koch ausgesucht. Der Dreiakter verspricht viel Humor, eine prickelnde und temperamentvolle Geschichte mit einigen Überraschungen. "Es passiert stets das Gegenteil von dem, was man erwartet, erläutert Souffleuse Elke Gehm. Zur Geschichte: Mallorca ist immer noch die Trauminsel der Deutschen. Als Bekanntschaften der Männer auftauchen, gibt es Turbulenzen: Carmen trifft überraschend in Opa Otto ihre alte Liebe wieder, der sie nach einen Techtelmechtel auf Mallorca vor Jahren schwanger sitzen ließ. Sie wird handgreiflich, denn alte Liebe rostet nicht! Und die Schauspielschar in Bärweiler versteht es, dies in Dialekt und mit viel Lokalkolorit blendend in Szene zusetzen. Anlässlich der Einweihung des Bürgerhauses wurde 1992 als Persiflage auf eine Gemeinderatssitzung das Stück "Die Sitzung wird vertagt" einstudiert, und dabei humorvoll das Dorfleben glossiert und auf die Schippe genommen. Bärweilerer Theaterabende lassen sich bis in die 1950er-Jahre zurückverfolgen, als der TV "Die Wilderer von Hoheneck" auf die Bühne brachte. Lustige Stücke stehen in der Publikumsgunst ganz oben, entsprechend geht es bei den Proben im Bürgerhaus äußerst heiter, wenn auch teils konfus zu. Etwa alle zwei Jahre bringen die Bärweilerer Protagonisten ein neues Stück auf die Bühne. Jeder ist zugleich vor und hinter den Kulissen eingespannt und trägt so zum Gelingen bei. Regie führt Anette Franzmann. Den Bürgermeister Toni Manta mimtMarcus Fries, seine Frau Simone wird von Natalie Fuhr verkörpert.

Termine und Vorverkauf
Aufführungen sind am Samstag, 2., am Freitag, 8., und Samstag, 9. April, jeweils um 20 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Karten zu 7 Euro gibt es im Vorverkauf im Reisebüro Bromann, Tel. 06751/855 039 oder ab 18 Uhr bei Anette Franzmann, Telefon 067 51/856 33 53.

Die Pensionswirte spielen Michael Bier und Silke Hartmann, deren Sohn spielt Alexander Hartmann, und den scheinkranken Opa mimt Alt-Ob Hans Gehm. Das lernwillige Mädchen Maria Santana verkörpert Lena Bier und ihre spanische Oma spielt Isabel Blum. Ilona Heib gibt eine stolze, mit ihren Reizen nicht geizende Spanierin, und die Rolle von Hausmagd Anna übernimmt Carola Bier. Thomas Franzmann spielt den deutschen Arzt Jürgen Treffs. Einen wichtigen Part hat der Mann von der Technik, Thomas Hartmann. Für die Maske zeichnen Elena Hartmann und Miriam Brühl verantwortlich, Souffleuse ist Elke Gehm. Bevor sich der Vorhang hebt, gibt es jeweils als Vorglüher einen Sketch von Chiara Grimm und Laura Bier.

 


 

08. 02. 2016 | Haushaltssanierung dank Windrädern

Haushaltssanierung dank Windrädern

Etat Grundstückskosten für Sonderfläche niedriger als ursprünglich veranschlagt

mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger

Nachdem sich der Bau der Windenergieanlagen auf Bärweiler Gemarkung verzögert hat, sollen die beiden Anlagen nun im Sommer ihren Betrieb aufnehmen. Damit werde es der Gemeinde möglich, die Liquiditätskredite bei der VG-Kasse sowie den Eigenanteil für den kommunalen Entschuldungsfonds zu bedienen.

Darüber hinaus hat die Gemeinde jährlich eine Summe von 1000 Euro für den Erwerb von Grundstücken im "Sondergebiet Windenergie" vorgesehen. Darin enthalten sind Vermessungskosten und die Eintragung beim Katasteramt. Die Gesamtkosten werden über 25 Jahre abgetragen, wie der neu gewählte Bürgermeister Horst Scherer informiert. Im Haushaltsplan Bärweilers waren hierfür im Vorjahr 3500 Euro und im Entwurf für 2016 noch Investitionsmittel von 2500 Euro vorgesehen. Scherer berichtet, dass sich diese Mittel für den Erwerb des Grundstücks auf 1000 Euro reduzieren.

Während die Erträge aus der Windenergie wegen des späteren Baubeginns in der Etatplanung der Vorjahre fehlen, sollen sich die beiden Windräder ab Juli drehen. Die Betreiberfirma hatte 2015 bereits einen ersten Teilbetrag von 10 000 Euro überwiesen.

In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2019 sollen dann die jährlichen Pachteinnahmen zu einer deutlichen Entspannung der Haushaltslage beitragen. Die Gemeinde will ihre knapp 350 000 Euro Verbindlichkeiten abbauen und auch wieder zu schwarzen Zahlen im Etat kommen.

jan


 

05. 02. 2016 | Bärweiler hat wieder einen Bürgermeister

Bärweiler hat wieder einen Bürgermeister

Gemeinderat Horst Schwerer ins Amt eingeführt - 2016 sind keine größeren Investitionen im 233-Seelen-Dorf geplant
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2016 02 05

Ortsbürgermeister Horst Scherer (links) und der Erste Beigeordnete Harald Skär nahmen sich gegenseitig den Amtseid ab.
Foto: Bernd Hey

Sieben Einwohner verfolgten in Bärweiler die konstituierende Gemeinderatssitzung in Bärweiler im Haus am Dorfplatz, wo Horst Scherer zum neuen Ortsbürgermeister und Harald Skär zum Ersten Ortsbeigeordneten gewählt und ins Amt eingeführt wurden. Die Neubesetzung war notwendig gewordene weil Thomas Franzmann Anfang Oktober nach elf Monaten sein Amt niedergelegt hatte. Das jetzt gewählte Duo hatte seitdem die Geschicke des 233-Seelen-Ortes geleitet.Der 72-jährige Ex-Verwaltungsbeamte Horst Scherer ist ein Bärweiler Urgestein. Harald Skär koordiniert bei der Kreisverwaltung die Öffentlichkeitsarbeit und plant zur 200-Jahr-Feier das Bürgerfest Mitte Mai im Freilichtmuseum. Es war ein feierlicher Akt, den beide sinngemäß mit der Bibellosung "Suche der Stadt, dem Ort, sein Bestes" krönten. Die Bürger freuten sich, dass Bärweiler "endlich wieder einen Bürgermeister hat".
Dass ein weiterer Beigeordneter gewählt wird, gilt als wahrscheinlich. Die Wahl der Nachrücker im Rat musste wegen Stimmengleichheit geheim unter Federführung des VG-Büroeiters Rainer Link ausgelost werden. Vier mögliche Kandidaten für einen freien Platz sind der Reihenfolge nach Jörg Theobald, Heiko Fritz, Marcus Fries und Marion Fuhr.

2014 Defizit statt Überschuss
Den ersten Bärweilerer Doppelhaushalt präsentierten VG-Bürgermeister Rolf Kehl und Haushaltssachbearbeiterin Tatjana Herzog. Kehl stellte den aktuellen VG-Etat mit den Schwerpunkten Rathausumbau, zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen für 520000 Euro, Umbau der Gerätehäuser in Monzingen und Odernheim und 1,8 Millionen Euro für die Schwerpunktgrundschule Monzingen vor und überbrachte die freudige Nachricht, dass die VG-Umlage um drei Punkte von 38 auf 35 von 100 (ein Punkt entspricht 182 000 Euro Entlastung für die Gemeinden) gesenkt wurde (wir berichteten). Gegenüber 2015 zahlt Bärweiler in diesem Jahr 57 000 Euro VG-Umlage - mehr als 9000 Euro weniger.
Für 2014 war im Ergebnishaushalt ursprünglich ein Überschuss von 8700 Euro geplant gewesen. Tatsächlich kam es zu einem Defizit von 29 099,51 Euro. Der Grund: Im Wesentlichen fehlten die Erträge aus der Windenergie wegen späterem Baubeginn. Jetzt sollen sich ab 1. Juli 2016 die beiden Windräder drehen. Trotzdem könnten in der mittelfristigen Finanzplanung alle weiteren Haushaltsjahre bis 2019 mit freien Finanzspitzen und schwarzen Zahlen als zufrieden stellende Jahre bezeichnet werden, sagte Kehl. Einziger Wehrmutstropfen: Die hohe "Bugwelle" von knapp 300 000 Euro an Liquiditätskrediten. Sie sollen durch künftige Überschüsse getilgt werden.

Gemeindearbeiter gesucht
Aktuell wird 2016 im Ergebnishaushalt mit einem Überschuss von 13 800 Euro geplant, wobei sich trotz höherer Einkommensteuer beim Gemeindeanteil in Höhe von 12 200 Euro eine Verschlechterung von etwa 1800 Euro abbildet. Die geringeren Umlagezahlungen an Kreis und VG (11 700 Euro) "gleichen die Einbußen bei den Schlüsselzuweisungen in Höhe von 26 400 Euro nicht aus", bedauerte Tatjana Herzog.
2017 wird bei ähnlich Erträgen in Höhe von 276 500 Euro und Aufwendungen von 257 800 ein Überschuss von 18 700 erwartet, im Finanzhaushalt ein Plus von 34 900 Euro. Von den fehlenden Einnahmen in Höhe von 50 000 Euro aus der Windenergie für Wegenutzung und Durchleitungsrechte wurden jetzt 10 000 Euro an die Gemeinde überwiesen. Dadurch konnte Bärweiler für 2014 und 2015 jeweils 3700 Euro Eigenanteil am Kommunalen Entschuldungsfonds (KEF) leisten.
Der Austausch von 14 LED Leuchtkörpern an den Straßenlampen wird vorbereitet. Neben 20 Prozent Zuschuss könnte die Jagdgenossenschaft einen erheblichen Anteil zu den 8000 Euro Kosten beisteuern - Gespräche laufen. 1000 Euro stehen für eine Risssanierung der Straßendecke bereit. Neu im Etat stehen 2500 Euro für Granitplatten des geplanten Wiesengrabfeldes, die Renovierung des Gemeindehauses und 1500 Euro für die Wegeunterhaltung. 7400 Euro sind für das Baumkataster eingestellt. 3200 Euro als Restzahlung für die Landabgabe (L 376).

Im Investitionshaushalt werden Mittel für den Erwerb eines Grundstücks im Sondergebiet Windenergie (25 Jahre jährlich etwa 2500 Euro) bereitgestellt. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgt durch die jährlich zu erwartenden Entschädigungszahlungen von etwa 3000 Euro. Außerdem ist die Erneuerung der Bänke des Dorfinfopfades geplant. Größere Investitionen sind nicht geplant. Die Hebesätze bleiben unverändert. Aktuell sucht Bärweiler einen Gemeindearbeiter.

 


 

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