In Bärweiler kann es im Baugebiet weitergehen

Einvernehmen mit den Grundstückeigentümern beendet Umlegungsverfahren - Erste Aufträge für Erschließung
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
Im Rahmen der Dorferneuerung soll der Dorfplatz barrierefrei ausgebaut werden. Auch für das Neubaugebiet "Im Pfuhlbrück" zeigt das Dorfoberhaupt Helmut Schmell den Lageplan. "Es ist baureif" freute sich Bürgermeister, der am Donnerstag seinen 69. Geburtstag feierte. Foto: Bernd H

Bärweiler. Das Neubaugebiet „Pfuhlbrück" in Bärweiler ist baureif: Nachdem der Umlegungsausschuss sich mehrfach mit den Grundstückseigentümern zusammengesetzt hat, gibt es nun eine Lösung, damit das Areal erschlossen werden, kann. Ortsbürgermeister Helmut Schmell berichtet erfreut, dass man sich in der vergangenen Woche mit allen sieben Grundstücksbesitzern aus dem Ort einvernehmlich einigen konnte und die Parzellen nun von der Ortsgemeinde erworben werden können.

Schmell war als Nachfolger des ehemaligen Ortschefs Horst Scherer mit der Prämisse angetreten, Bärweiler als Wohngemeinde zukunftsfähig zu gestalten. Er erklärte bei seinem Amtsantritt, er wolle seine Heimatgemeinde weiterentwickeln - und nicht abwickeln. Das Neubaugebiet "Pfuhlbrück" wurde bereits 1984 im Bebauungsplan der Ortsgemeinde als Bauerwartungsland vermerkt.

Acht Bauplätze sollen entstehen

Auf einer Bruttofläche von 8500 Quadratmetern sollen am östlichen Ortseingang aus Richtung Bad Sobernheim, parallel zur L 375, zunächst acht Bauplätze mit einer Grundstücksfläche von 650 bis 850 Quadratmeter entstehen. lm vergangenen Jahr genehmigte die Kommunalaufsicht den Nachtragshaushalt für das Neubaugebiet nicht. Mittlerweile habe sich das aber ausräumen lassen und alles habe sich gefügt, freute sich
Schmell und bezeichnete die Einigung sozusagen als Geburtstaggeschenk: Er wurde diese Woche 69 Jahre alt.

lm Juli 2019 wurden bereits die Aufträge für die ersten Erschließungsmaßnahmen sowie das Vermessen von Höhen und ein Bodengutachten vergeben. Doch die Aufträge lagen zwischenzeitlich auf Eis. Sie wurden erst jetzt nach dem abgeschlossenen Umlegungsverfahren am vergangenen Freitag reaktiviert - und nun von der VG in Auftrag gegeben. Ursprünglich war die Erschließung in zwei Bauabschnitten geplant, die Kreisverwaltung genehmigte die komplette Realisierung nun jedoch in einem Zug.

Helmut Schmells Dank galt dem Ortsgemeinderat, VG-Bürgermeister Uwe Engelmann und ausdrücklich dessen Vorgänger Rolf Kehl, dem Katasteramt, der VG-Bauabteilung sowie den Eigentümern, die die Notwendigkeit eines Neubaugebietes und der Weiterentwicklung der 220 Einwohner zählenden Ortsgemeinde gerade in Coronazeiten über eigene Interesse gestellt hätte, betonte der Ortschef.

Pacht aus Windkraft gibt Optionen.

40 000 Euro Einnahmen jährlich durch Windräder bildeten einen soliden Grundstock und böten für die weitere Planung Sicherheit, erklärte er weiter. Außerdem befinde sich das Areal am Dorfplatz, mitten im Ort zwischen Vordergasse und Hauptstraße, im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms im Genehmigungsverfahren für den angestrebten barrierefreien Ausbau, berichtete Schmell. Das "Haus am Dorfplatz" wurde bereits vor 25 Jahren ausgebaut - an gleicher Stelle standen zuvor drei landwirtschaftliche Gehöfte und eine Dorfschmiede. Hier arbeitete auch bis 1989 der letzte selbstständige Schuhmacher.
Bernd HE

 

 


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