Ein Affe sorgt für beste Laune

THEATERGRUPPE Viele Gäste in Bärweiler
Allgemeine Zeitung
2010 04 12
Bei dem das Stück der Bärweiler Theatergruppe einleitenden Sketch ist auch Laura Bier dabei.
Foto: Wolfgang Ziegler

12. 04. 2010 - BÄRWEILER

Mit der Aufführung eines neuen Stückes erfreute die Theatergruppe Bärweiler. Über 200 Zuschauer hatten sich im Bürgerhaus eingefunden. Der Schwank „Ein Affe kommt selten allein" von Marion Stowasser-Fürbringer, der mit einem Sketch der Theaterleute eingeleitet wurde, sorgte dann auch für Lacher ohne Ende. Staunen und Bewunderung fanden auch die liebevoll hergerichteten Kulissen, die einen Bauernhof mit allem Zubehör darstellen.

Immer viel Spaß bei den Proben

Seit Januar habe man für das Stück zwei Mal und seit Ende Februar gar drei Mal wöchentlich geübt, sagte Marion Fuhr, die sich bei Theatergruppe ums Organisatorische kümmert. Allen machen auch schon die Proben größten Spaß und sie sind mit viel Engagement dabei, betonte sie. Weiter informierte Fuhr, dass die Einnahmen aus den Aufführungen der ganzen Dorfgemeinschaft zugute kommen, denn es gibt ja immer etwas anzuschaffen, sagte sie der AZ.
Ortsbürgermeister Hans Gehm ist bei dem Theatertrupp von Anfang an, als er im Mai 1992 gegründet wurde, mit dabei. Auch er ist begeistert, dass die Bärweiler Theatergruppe mit „Ein Affe kommt selten allein" einen so guten Einstieg in die neue Spielzeit fand. Immerhin ist das Stück nun auch am 16. und 17. April im Bürgerhaus nochmals zu erleben. Und alle zwei Jahre gibt es eben ein neues Stück, so Gehm, was stets überaus gerne von der Bevölkerung angenommen wird.

Das Stück gibt sich gerne auch skurril

Der Inhalt des Stückes ist so humorvoll wie auch skurril: Mehr schlecht als recht kommt Familie Hartz mit ihrem Bauernzeug und ihrem Gemischtwarenladen samt Metzgerei über die Runden. Vater Ferdinand, ein absoluter Macho, versteht natürlich nicht, wie seine Frau Wilma das hart verdiente Geld nur für Klamotten und Kosmetik ausgeben kann.
Sohn Hansi, Metzgerlehrling, kann zum Leidwesen seines Vaters keinem Lebewesen etwas zu Leide tun und ist somit keine große Hilfe - ganz im Gegenteil. Um neue Wege zu gehen, hat Familie Hartz die Idee, die alte Scheune mit Fremdenzimmern auszustatten und „einen auf Tourismus" zu machen. Der vermeintliche Erfolg stellt sich in Kürze ein. Leider erscheinen neben Hans Memmling, angeblicher Vertreter eines Reisebüros, auch der Gerichtsvollzieher Ernst Zwack, der mit keiner guten Absicht anreist, und dann auch noch Hugo Seltsam mit seinem Affen Charly. Dieser wird gleich am ersten Tag vom Postboten Thomas mit dem Rad überfahren. Kein Wunder, er ist nämlich unsichtbar!
Zu oft schaut auch Nachbar Otto Schnell, der nicht nur unter einem Sprachfehler, sondern unter der Boshaftigkeit seiner Ehefrau Hermine leidet, vorbei. Aber da ist auch noch die schnupfende Bärbel, eine absolute Trantüte, die zwar für die Hausarbeit angestellt wurde, leider aber nur mit ihren Krimis beschäftigt ist und dabei natürlich wirklich alles durcheinander bringt.
Alles in allem herrscht der ganz normale tägliche Wahnsinn. Oder „Ein Affe kommt selten allein", lässt die Autorin vorab ihr Publikum wissen, ohne zu viel zu verraten.

SIE SIND DABEI
Schauspieler: Michael Bier, Silke Hartmann, Natalie Fuhr, Carola Bier, Marcus Fries, Thomas Franzmann, Ilona Heib, Daniel Gehm, Hans, Gehm, Liane Goldschmidt, Laura Bier.
Sketch und Maske: Laura Bier und Sarah Gehm
Souffleuse: Elke Gehm.
13 der insgesamt 15 Personen zählenden Theatergruppe Bärweiler nehmen an der Aufführung aktiv teil.


 

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