Zuversicht und Optimismus verbreitet

Musik- und Unterhaltungsverein spielte weihnachtliche Weisen in Bärweiler und Lauschied
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2021 12 27
Mehr als zwei Dutzend Musiker, darunter viele junge Nachwuchsspieler, stimmten am Heiligen Abend in Bärweiler und Lauschied auf das Weihnachtsfest ein. Viele Zaungäste kamen und klatschten kräftig Applaus.
Foto: Bernd Hey

Bärweiler/Lauschied. Alle Jahre wieder: Zum 26. Mal hat der Musik- und Unterhaltungsverein Lauschied unter Josef Stenzhorn am Heiligen Abend sowohl in Bärweiler als auch in Lauschied weihnachtliche Weisen gespielt. Los ging es am Vormittag in der Vordergasse am Dorfplatz in Bärweiler. Anschließend traten die mehr als zwei Dutzend Bläser auf mehreren Plätzen in Lauschied auf.
Vor einer prächtigen und am Applaus gemessenen dankbaren Kulisse begrüßte Bärweilers Ortsbürgermeister Helmut Schmell die Musiker:
„ Weihnachtszeit ist die Zeit, inne zu halten, wo man Höhen und Tiefen Revue passieren lässt, um nach vorn zu schauen, neue Ziele zu formulieren und Zuversicht und Optimismus zu verbreiten" sagte er.
Erst ein einziges Mal musste der klingende Weihnachtsgruß ausfallen: 2020 wegen der Corona-Pandemie. Schmell bedauerte, dass man in der Gemeinde das 25-jährige Jubiläum des Gemeindehauses am Dorfplatz mit Umtrunk weder im vergangenen Jahr noch heuer gebührend feiern konnte. Grund sind Umbauarbeiten im Zuge der Dorferneuerung, energetische und sanitäre Maßnahmen im Haus und damit auch mehr Barrierefreiheit auf dem gesamten Platz.
1995/1996 wurde der Dorfplatz unter dem früheren Ortschef Günter Germann, der 35 Jahre im Amt war, ausgebaut und eingeweiht. Germann hatte Fotos von damals und dem ersten Auftritt dabei, die er Marlene Nikodemus vom Musikverein Lauschied überreichte. Einst standen auf dem heutigen Platz drei landwirtschaftliche Gehöfte und die Dorfschmiede. Hier lebte und arbeitete bis 1989 der letzte selbstständige Schuhmacher Bärweilers.

Die Lauschieder Musiker traten mit zwei stark besetzten Formationen im Wechsel auf: das Bläserensemble und der Blockflötennachwuchs. Letzterer begann freudestrahlend vor prächtiger Publikumskulisse unterm Adventskranz am geschmückten Tannenbaum und klickenden Fotoapparaten mit dem Lied
„Morgen kommt der Weihnachtsmann". Viele Lieder wie etwa „Kling, Glöckchen, Klingeling", „Alle Jahre wieder" oder "Oh du fröhliche " , wurden von den
zwei Dutzend Musikern gemeinsam gespielt.
„Was nutzt das ganze Proben in Corona-Zeiten, wenn der Nachwuchs sich nicht präsentieren kann und keine Auftritte hat?" , erläuterte Josef Stenzhorn unter Applaus.
Er zählte stolz die Orte auf, aus denen die jungen Musiker - außer Lauschied - herkommen: München und Meisenheim, Bärweiler, Becherbach und Meddersheim, Guldental, Traisen, Desloch und Duchroth. Aus Schweinschied steuerte das Bäckerauto die Fanfare bei.
Nach dem Auftritt in Bärweiler spielten die Lauschieder traditionell auf mehreren Plätzen in ihrer Heimatgemeinde und stimmten auf das Weihnachtsfest ein. Vor 14 Tagen hatten sie einen Auftritt in Roth, und im September begleiteten sie die Einweihung der Kapelle an der St. Georgshütte musikalisch, erinnerte Stenzhorn. Am 5. Januar 2019 gaben sie das letzte Neujahrskonzert der alten VG Bad Sobernheim im Kaisersaal.
Dem Musikverein und den Lauschiedern war es Anfang November vergönnt, vier Tage lang problemlos ihre Hallenkirmes zu feiern. Am Ostersonntag, 17. April 2022, soll im Lauschieder Gemeindezentrum mit dem Jugendorchester und dem Musikverein das erste Frühlingskonzert nach Corona gefeiert werden. Wer Lust am Musizieren hat und ein Instrument spielen möchte, ist bei den Proben montags ab 18.30 Uhr in Lauschied willkommen, warb der Dirigent.
Bernd Hey

 


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