Ortschef will Bärweiler fit machen

Gemeinderat weist eine Woche nach konstituierender Sitzung acht Bauplätze im Neubaugebiet aus
mit freundlicher Genemigung
Öffentlicher Anzeiger
2019 07 27

Ortsbürgermeister Helmut Schmell und der Gemeinderat forcieren das Neubaugebiet  "Pfuhlbrück" am Ortseingang - man wolle Bärweiler weiter entwickeln, nicht abwickeln, so seine klare Ansage.
Foto: Bernd Hey

Von unserem Reporter Bernd Hey Bärweiler.

Entgegen wissenschaftlicher Studien vor fast 30 Jahren, die Bärweiler zu einem aussterbenden Dorf deklarierten, werden in diesen Tagen die Karten mit einem neuen Gemeinderat um Ortsbürgermeister Helmut Schmell und drei Beigeordneten neu gemischt: Mit der Ausweisung des Neubaugebietes "Pfuhlbrück" soll die Entwicklung des Dorfs angekurbelt werden. Und diese Ausweisung der erweiterungsfähigen Fläche hat in der im Rahmen des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" höchste Priorität. Daher trat der Gemeinderat eine Woche nach seiner konstituierenden Sitzung eigens erneut zusammen.

Und in dieser Gemeinderatssitzung der neuen Legislaturperiode wurde die Erschließung des ersten Bauabschnittes des 8000 Quadratmeter großen Baugebietes mit zu nächst vier Bauplätzen besiegelt. Umfangreiche Vorplanungen durch die VG-Bauabteilung sind abgeschlossen. "Wenn die VG Bad Sobernheim und die Kommunalaufsicht grünes Licht geben, können wir sofort loslegen", informierte Helmut Schmell. Es gelte, Bärweiler zukunftsfit weiterzuentwickeln — nicht abzuwickeln. Ein Bauplatz ist bereits verkauft, sechs Grundstückeigentümer sind Willens, die gesamte Baulandfläche des bereits 1984 aufgestellten Bebauungsplanes in dem Teilgebiet an die Gemeinde zu verkaufen.

„Wir haben regelmäßige Einnahmen aus den Windrädern. Die Gemeinde baut ihre Schulden ab, Landes- und Gemeindestraßen sind in Schuss, und wir haben schnelles Internet", sagte Schmell. Und mit dem Neubaugebiet schaffe man eine reelle Gegenleistung. Die Ortsgemeinde wirbt intensiv für eine Interessenbekundung für die Bauplätze im Neubaugebiet am östlichen Ortseingang parallel zur L 375. Die Größe eines Bauplatzes liegt zwischen 650 und 850 Quadratmetern. Der Kaufpreis soll voraussichtlich zwischen 45 und 55 Euro je Quadratmeter liegen.

Bärweiler liege im Zentrum der künftigen VG Nahe-Glan. Die Gemeinde müsse expandieren und potenziellen Hausbauern etwas bieten. Die finanziellen Rahmenbedingungen seien optimal: "In jedem Fall wollen wir uns nicht den Vorwurf machen lassen, nichts zur Weiterentwicklung unserer Gemeinde getan zu haben", sagt Schmell. Und er weiß die Gemeinde hinter sich.

Zur jüngsten Bürgerversammlung zu Wochenbeginn kamen mehr als zwei Dutzend Bürger. Auslöser war die Aktion der Landfrauen, die in Eigenleistung Bänke gestrichen und erneuert haben. Bürgerwunsch war, künftige Arbeiten durch die Gemeindeverwaltung zu koordinieren. Es gebe vom Bouleplatz über die Gemeindehalle und den Friedhof bis zu den Spielplätzen einiges zu tun. Auch die Barrierefreiheit des Bürgerhauses am Dorfplatz ist ein Thema. "Wir haben uns im Gemeinderat sehr gefreut und ausdrücklich für das ehrenamtliche Bürgerengagement gedankt", sagte der 67-jährige frühere Finanzbeamte Schmell. Regelmäßige Sprechstunden Bärweilers Ortsbürgermeister Helmut Schmell bietet ab Mittwoch, 7. August, regelmäßig mittwochs von 19 bis 20 Uhr eine Bürgersprechstunde im Haus am Dorfplatz an.

 


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